NEU! triathlon-News Ausgabe vom 9. Oktober, 12:01 Uhr · 0:51 Min · Kurzfassung

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Speedwork: Schneller werden dank Bahntraining

Immer mehr Triathleten absolvieren ihre Laufintervalle auf der Bahn. Kurze, schnelle Wiederholungen und Tempokontrolle sollen Laufökonomie und Grundgeschwindigkeit verbessern – Qualitäten, die auf allen Distanzen entscheidend sein können.

Daniel Tengs

Eine Runde. 400 Meter. Wieder und wieder. Wer durch Social Media scrollt, sieht immer häufiger Profis auf der Bahn: kurze Intervalle, schnelle 200er, harte 400er, manchmal sogar mit Spikes. Und das sorgt für Irritation. Warum trainiert ein Langdistanzathlet, der am Ende 42,2 Kilometer auf Asphalt laufen muss, auf einer 400-Meter-Bahn? Warum investieren Profis Zeit in 200-Meter-Intervalle, wenn ihr Wettkampftempo weit darunter liegt? Und ist das etwas, das auch ambitionierte Agegrouper übernehmen sollten?

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Hinter dem Trend steckt mehr. Die Laufbahn ist ein Werkzeug, das gezielt eingesetzt werden kann. Die entscheidende Frage lautet: Für wen ist dieses Werkzeug sinnvoll und wann wird es zum Risiko?

Kontrollierbarkeit statt Zufall

Der wohl wichtigste Faktor: Die Bahn ist berechenbar. 400 Meter bleiben 400 Meter – unabhängig von GPS-Signal. Und es gibt keine Ampeln, keine Kurven mit unterschiedlichen Radien, keine abschüssigen Abschnitte, die das Tempo verfälschen. Diese Standardisierung macht die Bahn zu einer Art ­Trainingslabor. Für Athleten im Hochleistungsbereich ist das entscheidend. Je höher das Niveau, desto genauer muss gesteuert werden. Wenn sich Trainingsreize im Bereich von Sekunden oder sogar Zehntelsekunden bewegen, wird die Umgebung zum relevanten Faktor.

Eine 400-Meter-Wiederholung in 68 Sekunden ist nicht dasselbe wie eine „ungefähre“ 400-­Meter-Schleife im Park, die laut Uhr 410 Meter misst. Auf der Bahn sind Tempo und Distanz exakt definiert. Das ermöglicht eine präzise Reizsetzung, und genau darum geht es.

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Jan Luca Grüneberg
Jan Luca Grüneberg
Nach dem Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln ist Jan Luca Grüneberg seit 2022 bei spomedis und wurde dort zum Redakteur ausgebildet. Wenn er gerade mal nicht trainiert, hört oder produziert er wahrscheinlich Musik.

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