Freitag, 12. Dezember 2025

Ironman 70.3 Zell am See: Siege für Fabian Kraft und Katrina Matthews

Deutscher Triumph im Salzburger Land: Nach dem Ironman-70.3-EM-Titel sichert sich Fabian Kraft auch den Sieg beim Ironman 70.3 Zell am See, Landsmann Lasse Priester wird Vierter. Bei den Frauen gewinnt Favoritin Katrina Matthews souverän mit Streckenrekord.

Getty Images for IRONMAN Fabian Kraft wenige Meter vor dem Triumph beim Ironman 70.3 Zell am See.

Traumhafte Bedingungen beim Ironman 70.3 Zell am See in Österreich, dem letzten Rennen der Ironman Pro Series vor den Weltmeisterschaften in Nizza und auf Hawaii. Die 14. Auflage des Klassikers mit dem legendären Kurs bot bei bestem Wetter wie immer ein alpines Postkartenmotiv nach dem nächsten – und absoluten Spitzensport.

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Das Rennen der Männer: Kraft läuft allen davon

Mit einem bei den Männern fantastischen Ergebnis aus deutscher Sicht: Fabian Kraft lief nach 3:44:31 Stunden als Sieger über die Ziellinie. Der gebürtige Erlanger war zweitschnellster Schwimmer, kam direkt hinter Landsmann Jannik Schaufler (23:07 Minuten) aus dem Wasser, fuhr über die gesamten 90 Kilometer der herausfordernden Radstrecke in der Spitzengruppe mit und lief mit einem Laufsplit von 1:09:45 Stunden der Konkurrenz auf dem Halbmarathon davon.

Am Ende siegte Kraft mit 2:43 Minuten Vorsprung vor dem Luxemburger Gregor Payet (3:47:14 Stunden), der im Vorjahr an selber Stelle Dritter wurde. Diesen Platz belegte nun Nick Thompson aus Australien (3:48:30 Stunden).

Kraft, Priester, Töpper, Hoffmann: Vier Deutsche in den Top Ten

Der Deutsche Lasse Priester, der zwischenzeitlich auf dem Rad in Führung lag, brauchte 26 Sekunden länger als Thompson und musste sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen (Gesamtzeit 3:48:56 Stunden). Weitere deutsche Athleten in den Top Ten: Justus Töpper auf Rang neun (3:52:12 Stunden) und Jonas Hoffmann, der Zehnter wurde (3:52:50 Stunden).

Für Fabian Kraft war der Triumph im Salzburger Land der zweite innerhalb von zwei Monaten, nachdem der 26-Jährige erst vor wenigen Wochen bei der Ironman-70.3-Europameisterschaft im schwedischen Jönköping gesiegt hatte, dazu verbuchte er zwei zweite Plätze bei den Ironman-70.3-Rennen in Valencia und im Kraichgau. Hier scheint ein neuer Stern am Mitteldistanzhimmel aufzugehen.

Das Rennen der Frauen: Reischmann mit kurzfristiger Absage

Bei den Frauen dagegen gab es kurz vor dem Rennen eine Hiobsbotschaft aus deutscher Sicht: Anne Reischmann, Drittplatzierte im Gesamtranking der Ironman Pro Series und Podiumskandidatin für den Wettkampf in Zell am See, sagte ihren Start kurzerhand ab. „Mein Körper sagt mir, nicht zu racen, sorry“, schrieb sie in den sozialen Medien.

In absoluter Topform präsentierte sich Katrina Matthews, die Vorjahressiegerin der Ironman Pro Series. Die Britin stieg nur zehn Sekunden nach den schnellsten Schwimmerinnen (Rebecca Clarke und Lena Meißner) aus dem Wasser und übernahm auf der Radstrecke nach wenigen Kilometern die Führung, die sie bis ins Ziel nicht wieder abgab.

Getty Images for IRONMAN Katrina Matthews gewinnt den Ironman 70.3 Zell am See – und übernimmt damit die Führung im Ranking der Ironman Pro Series.

Katrina Matthews mit Streckenrekord

Beeindruckend war einmal mehr der Auftritt der 34-Jährigen auf der Laufstrecke. Nach der zweiten Disziplin lag Matthews nur wenige Sekunden vor Lisa Perterer, der österreichischen Lokalmatadorin, aber beim Halbmarathon zog die Britin mit ihrem kraftvollen Stil unwiderstehlich davon. Am Ende kam sie mit 3:46 Minuten Vorsprung ins Ziel, ihre Gesamtzeit von 4:08:50 Stunden ist ein neuer Streckenrekord beim Ironman 70.3 Zell am See. Der bisherige Rekord von Daniela Ryf (4:11:34 Stunden) stammt aus dem Jahr 2015. Zudem war der Erfolg von Matthews bereits ihr dritter Saisonsieg nach dem Ironman Texas und dem Ironman 70.3 Swansea. Im Zielbereich beim Interview ging ihr Blick sofort in Richtung Ironman-WM auf Hawaii, wo sie zu den Favoritinnen zählen wird.

Laura Jansen beste Deutsche auf Rang vier

Platz zwei bei ihrem Heimrennen in Zell am See belegte Lisa Perterer, die nach 4:12:36 Stunden finishte. Die Österreicherin zeigte sich extrem glücklich, nachdem sie im Vorjahr dort Sechste wurde. Das Podium komplettierte Solveig Løvseth mit einer Gesamtzeit von 4:15:57 Stunden. Für die Norwegerin war es der vierte Podestplatz beim vierten Rennen 2025.

Im Gesamtranking der Ironman Pro Series übernimmt nun Katrina Matthews die Führung, und auch dort folgen ihr Lisa Perterer und Solveig Løvseth, aber in umgekehrter Reihenfolge: Løvseth auf zwei, Perterer ist Dritte. Anne Reischmann ist in der Wertung auf Rang fünf abgerutscht, Laura Jansen rückt auf Platz acht vor.

Apropos: Laura Jansen war in Zell am See beste Deutsche, die mit einem starken Laufsplit (1:21:40 Stunden) auf Platz vier rannte (Gesamtzeit: 4:17:54 Stunden). Sarah Schönfelder wurde Elfte, Jenny Jendryschek landete auf dem 14. Rang, Madlen Kappeler belegte Platz 15. Lena Meißner stieg aus dem Rennen aus (DNF).      

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Christian Wriedt
Christian Wriedt
Schreiben und Bearbeiten von Texten, Verbesserung der internen Abläufe und Erstellung von Abgabeplänen – das ist der tägliche Dreikampf von Christian Wriedt in der triathlon-Redaktion. Der studierte Sportwissenschaftler ist vor allem aufgrund seiner langjährigen journalistischen Erfahrung verpflichtet worden. Dem Triathlon begegnet der gebürtige Hamburger und leidenschaftliche Fußballer mit großer Neugier und noch größerem Respekt.

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