Nach zuletzt gesundheitlichen Problemen meldete sich Laura Philipp nun eindrucksvoll zurück. Bei ihrem ersten Saisonrennen holte sie sich mit einem schnellen Lauf den dritten Platz.

Anders als das Männerrennen war der Wettkampf der Frauen in Südfrankreich eine One-Woman-Show. Die Vorjahressiegerin Marjolaine Pierre übernahm in ihrer Heimat nach etwas mehr als einem Drittel auf der Radstrecke die Führung von der Belgierin Hanne De Vet und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. Die 26-jährige Französin dominierte das Rennen nach Belieben und verbesserte ihren eigenen Radrekord aus dem Vorjahr auf 2:19:53 Stunden.
Aus deutscher Sicht richteten sich alle Blicke auf Laura Philipp. Die Ironman-Weltmeisterin von 2024 war noch vor drei Wochen aufgrund von gesundheitlichen Problemen im Krankenhaus. Das erste Rennen der Ironman Pro Series 2026 in Europa sollte auch ihr erstes Saisonrennen und ein Formtest werden.
Handschuhe gegen die Kälte
Zunächst hatte die Heidelbergerin mit der Kälte zu kämpfen. Zwar schien die Sonne, doch für die Athletinnen war es nach dem Schwimmen kalt und unangenehm auf dem Rad. Viele von ihnen trugen Handschuhe auf dem Rad, so auch Philipp. Die 39-Jährige lag nach dem Schwimmen auf Rang 15. Sie kämpfte sich zwar immer weiter nach vorn in der zweiten Disziplin, dabei vergrößerte sich aber der Abstand auf Marjolaine Pierre an der Spitze auf fast fünf Minuten.
Laura Philipp mit der schnellsten Laufzeit
Doch mit dem schnellsten Laufsplit des Tages (1:18:39 Stunden) machte sie beim Halbmarathon einen Platz nach dem anderen gut und lief von Platz fünf nach dem Radfahren auf Rang drei vor. Am Ende kam Philipp bis auf 30 Sekunden an Imogen Simmonds heran. Doch die Schweizerin brachte den Vorsprung ins Ziel.
Marjolaine Pierre pulverisierte ihren eigenen Streckenrekord
Der Sieg ging an die souveräne Marjolaine Pierre, die gleichzeitig ihren eigenen Streckenrekord beim Ironman 70.3 Aix-en-Provence aus dem Vorjahr um sagenhafte dreieinhalb Minuten auf 4:08:27 Stunden verbesserte.
Indes war Laura Philipp beim Zielinterview hochzufrieden: „Ich bin überglücklich. Vor zwei, drei Wochen hätte ich mir einen solchen Rennverlauf für mich nicht vorstellen können. Ich war krank und habe an Fitness verloren. Deshalb bin ich sehr zufrieden. Das Rennen hatte eine tolle Atmosphäre und hat mir Spaß gemacht.“
Die weiteren Platzierungen der deutschen Athletinnen: Sarah Schönfelder belegte Rang 15, Daniela Kleiser, Tanja Neubert, Franziska Hofmann und Sophia Stückrad Deboy kamen nicht ins Ziel.









