Am kommenden Sonntag trifft sich die deutschsprachige Paratriathlon-Szene in Schweinfurt. Die süddeutsche Kleinstadt richtet zum zweiten Mal in Folge die DACH-Meisterschaft im Paratriathlon aus – und will ein Beispiel dafür sein, wie Inklusion gelingen kann.
Am 17. Mai wird Schweinfurt zum Treffpunkt der Paratriathlon-Szene im deutschsprachigen Raum. Im Rahmen des Maincitytriathlons werden gut 40 Kilometer nordöstlich von Würzburg die DACH-Meisterschaften im Paratriathlon ausgetragen – also die gemeinsamen Titelkämpfe für Athletinnen und Athleten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gestartet wird über die Sprintdistanz mit 500 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und 5 Kilometern Laufen. Doch wer mit Norbert Huhn über die Veranstaltung spricht, merkt schnell: Es geht hier um mehr als Startlisten, Medaillen und Zielzeiten.
Die DACH-Meisterschaften im Paratriathlon sind ein noch junges Format. 2022 wurden sie mit einem Rennen in Österreich ins Leben gerufen, 2023 folgte mit Altenkunstadt erstmals eine Austragung in Deutschland, 2024 machte die Serie Station in der Schweiz. 2025 war Schweinfurt bereits Gastgeber – und auch in diesem Jahr findet die Meisterschaft wieder dort statt. Eigentlich wäre Österreich an der Reihe gewesen, doch für einen passenden Termin fand sich kein Veranstalter. Also fragte die Deutsche Triathlon Union erneut bei der TG Schweinfurt an.
Im Orga-Team wurde zunächst abgewogen. Denn eine Meisterschaft mit rund 40 Para-Teilnehmenden bedeutet mehr Aufwand als ein Rennen, bei dem fünf oder sechs Athletinnen und Athleten mit Behinderung starten. Doch die Erfahrungen aus dem Vorjahr halfen. Viele Lernkurven seien bereits genommen, sagt Huhn. Abläufe, Ehrungen, Streckenfragen, Kommunikation – all das habe man 2025 einmal durchgespielt. Die Entscheidung fiel deshalb schnell: Wir machen das noch einmal.