Mehr Unterstützung am Rennwochenende: Neue Angebote für Frauen bei Ironman-Events

Separate Toiletten und Umkleidemöglichkeiten, Stillbereiche und Hygieneprodukte: Ironman will die Rennwochenenden für Athletinnen zugänglicher machen und entsprechende Angebote künftig standardisieren.

Silke Insel / spomedis Ironman will die Teilnahme von Frauen speziell fördern.

Ironman will die Teilnahme von Frauen an seinen Rennen weiter fördern und arbeitet dafür an mehreren organisatorischen Anpassungen rund um das Rennwochenende. Dazu gehören unter anderem zusätzliche Toilettenbereiche für Frauen, separate Umkleidezelte, frei verfügbare Hygieneprodukte sowie nach Bedarf Stillbereiche für Athletinnen.

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Ziel: Sicherheit, Komfort und Selbstvertrauen

Auf den Eventseiten mehrerer Rennen ist inzwischen ein eigener Bereich mit dem Titel „Women’s Info“ zu finden. Dort heißt es sinngemäß, dass Athletinnen unabhängig davon, ob sie zum ersten Mal oder bereits mehrfach starten, Teil einer wachsenden Gemeinschaft von Frauen im Triathlon seien. Ziel der Informationen sei es, ihnen mehr Sicherheit, Komfort und Selbstvertrauen für das Rennwochenende zu geben. Beim Ironman Austria in Klagenfurt werden etwa speziell ausgewiesene Frauentoiletten zusätzlich zu Unisex-Toiletten am Schwimmstart sowie in den Wechselzonen genannt. Außerdem sollen Hygieneprodukte an Verpflegungsstellen und in entsprechenden Toilettenbereichen verfügbar sein. 

Ein weiterer Punkt sind Still- und Mutterschaftsbereiche. Diese sollen laut den veröffentlichten Informationen auf Anfrage eingerichtet werden. Athletinnen müssen den Bedarf in der Regel spätestens zwei Wochen vor dem Rennwochenende beim Athletenservice anmelden. Kinder dürfen aus Sicherheitsgründen nicht mit in den Stillbereich genommen werden. Auch separate Umkleidezelte für Frauen werden als Teil der Maßnahmen genannt. 

Bald Standard bei allen Rennen

Auf Anfrage teilte Ironman mit, dass das Unternehmen bereits seit dem vergangenen Jahr daran arbeite, mehrere frauenspezifische Verbesserungen gezielter umzusetzen. Dazu zählt neben den bereits genannten Aspekten auch eine stärkere Präsenz weiblicher Mitarbeiterinnen an wichtigen operativen Punkten der Veranstaltung.

Diese Maßnahmen sollen laut Ironman im Laufe dieses Jahres als Standard bei allen Rennen des eigenen Portfolios etabliert werden. Viele Eventseiten sollen künftig beziehungsweise bereits jetzt einen eigenen Abschnitt enthalten, in dem die jeweiligen Angebote für das konkrete Rennen aufgeführt sind. Auch im deutschsprachigen Raum sollen die Maßnahmen in diesem Jahr bereits umgesetzt werden, als Nächstes beim Ironman Austria in Klagenfurt sowie beim Ironman Switzerland in Thun.

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Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und hat 2023 beim Ironman Frankfurt ihre erste Langdistanz absolviert. Es war definitiv nicht die letzte.

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