Vier Stunden und drei Minuten, 365 Kilokalorien und ein Recovery-Wert von vier Prozent: Triathletin Lisa Nordén hat die Geburt ihres Sohnes auf sportlich-humorvolle Weise bei Strava festgehalten. Ihr Fazit fällt eindeutig aus: Die Erholung nach einer Geburt sei deutlich anspruchsvoller als nach einem Ironman.
Lisa Nordén ist erstmals Mutter geworden. Der Sohn der schwedischen Triathletin und ihres Partners Calle Friberg kam am vergangenen Freitagabend zur Welt. Mutter und Kind seien gesund, teilte das Paar anschließend mit.
Am Mittwoch veröffentlichte Nordén einen ungewöhnlichen Eintrag bei Strava. Unter dem Titel „Delivering the little one“ dokumentierte sie die Geburt wie eine sportliche Aktivität. Aufgezeichnet wurden eine Dauer von vier Stunden und drei Minuten, eine durchschnittliche Herzfrequenz von 62 Schlägen pro Minute sowie ein geschätzter Energieverbrauch von 365 Kilokalorien.
Recovery bei vier Prozent
Dass die Belastung damit keineswegs abgeschlossen war, zeigte die 41-Jährige zusätzlich in ihrer Instagram-Story. Ihr Whoop-Armband ermittelte am Mittwoch einen Recovery-Status von lediglich vier Prozent. Die Herzfrequenzvariabilität lag mit 28 Millisekunden deutlich unter ihrem üblichen Wert, während der Ruhepuls mit 70 Schlägen pro Minute erhöht war. Auch ihre Schlafleistung wurde lediglich mit zwölf Prozent angegeben.
Nordéns Erkenntnis nach den ersten Tagen als Mutter: „Babys zu bekommen ist harte Arbeit.“ Die notwendige Erholung sei deutlich umfangreicher als nach ihren bisherigen Ironman-Rennen.
Lange Reise bis zur Geburt
Für Nordén und Friberg markiert die Geburt zugleich das glückliche Ende einer langen und belastenden Familienplanung. Anfang 2024 hatte die Olympiazweite von London eine Fehlgeburt erlitten. Anschließend durchlief das Paar über einen längeren Zeitraum eine In-vitro-Fertilisation (IVF). Nordén sprach später öffentlich über den Verlust und ihren Umgang mit der Situation.
Die Schwedin gewann 2012 neben der olympischen Silbermedaille auch die Gesamtwertung der damaligen Triathlon-Weltmeisterschaftsserie. Später wechselte sie auf die Mittel- und Langdistanz und startete drei mal bei der Ironman-Weltmeisterschaft.