Mehr Preisgeld und keine Verträge: Das ist neu in der T100-Tour 2026

Die T100-Tour steht vor einem grundlegenden Wandel. 2026 soll alles flexibler, kompakter und attraktiver werden – für Profis, Fans und Veranstalter gleichermaßen.

Bartlomiej Zborowski/T100

Die Professional Triathletes Organisation (PTO) und World Triathlon haben weitreichende Änderungen am Format der T100 Triathlon World Tour angekündigt. Für die Saison 2026 soll die Rennserie kompakter, flexibler und lukrativer werden – mit mehr Preisgeld, neuen Auswahlkriterien für Profis und einem überarbeiteten Kalender mit insgesamt neun Rennen.

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Neues Format: Weniger Pflichtstarts, mehr Flexibilität

Anstatt wie bisher gemeinsame Rennwochenenden für Männer und Frauen auszutragen, werden die Profifelder 2026 getrennt starten. Jede Geschlechterkategorie absolviert vier Einzelrennen, bevor beim großen Saisonfinale in Doha (Qatar T100 World Championship Final) alle zusammenkommen. In die Gesamtwertung fließen die drei besten Resultate plus das Finale ein.

Damit reagiert die PTO auf das Feedback vieler Athletinnen und Athleten, die sich durch den engen Rennplan der aktuellen Saison überfordert zeigten. „Die Profis zu neun Rennen im Jahr zu bringen, war eine Herausforderung“, sagte PTO-CEO Sam Renouf. „Mit dem neuen System halten wir die Serie kompakt, ohne die Qualität zu gefährden.“

Keine Saisonverträge mehr

Ein zentrales Element der Neuausrichtung ist die Abschaffung der Saisonverträge. Stattdessen erfolgt die Startplatzvergabe künftig auf Basis der Weltrangliste und aktueller Leistungen. Für das erste Rennen 2026 qualifizieren sich:

  • die Top 10 der T100-Gesamtwertung 2025
  • die Top 5 der sogenannten Contender Rankings
  • sowie fünf Wildcards

Bei den weiteren Stationen erhalten die besten zehn der laufenden Saison, die nächsten acht Athletinnen und Athleten aus dem PTO-Ranking und zwei Wildcards eine Einladung. Damit wolle die PTO den Profis mehr Freiheit geben, ihren Rennkalender individuell zu gestalten – und gleichzeitig die Startfelder dynamisch und leistungsbasiert zusammenstellen. Gleichzeitig gilt aber auch: Will man in der Gesamtwertung berücksichtigt werden, muss man mindestens 75 % der regulären Saisonrennen absolvieren.

Deutlich mehr Preisgeld

Ein weiterer Anreiz: Das Preisgeld pro Rennen steigt deutlich an. Jedes T100-Event wird 2026 mit 275.000 US-Dollar dotiert – mehr als doppelt so viel wie bisher. Die Siegerin oder der Sieger erhält 50.000 US-Dollar, Platz zwei 40.000 und Platz drei 30.000 Dollar; Preisgelder gibt es bis Rang 20 (3.500 Dollar).
Dazu kommt ein Serienbonus von 1,45 Millionen US-Dollar, der zu gleichen Teilen an Frauen und Männer ausgeschüttet wird. Die T100-Weltmeisterinnen und -Weltmeister erhalten jeweils 100.000 US-Dollar.

Kürzere Rennzeiten, kompaktere Events

Laut Renouf soll das neue Konzept auch die Zuschauerfreundlichkeit erhöhen: „Einige Rennen in diesem Jahr dauerten bis zu sieben Stunden – länger, als wir geplant hatten. Durch das neue Format wollen wir ein TV-Produkt schaffen, das in ein vierstündiges Zeitfenster passt – wie in anderen großen Sportarten auch.“

Kalender 2026: Neun Rennen auf vier Kontinenten

Bestätigt sind bislang drei Stationen der neuen Saison:

  • Gold Coast T100 (Australien) – 21.–22. März 2026
  • Singapore T100 – 25.–26. April 2026
  • Vancouver T100 (Kanada) – 15.–16. August 2026

Sechs weitere Rennen werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben – voraussichtlich rund um die letzten Tour-Stopps 2025 in Wollongong (18. Oktober), Dubai (15.–16. November) und das große Finale in Doha (12.–13. Dezember).

Zusätzlich wurde bestätigt, dass London 2026 erneut Austragungsort eines T100-Wochenendes sein wird – allerdings mit einer Besonderheit: Statt über die 100-Kilometer-Distanz treten dort im Rahmen der World Triathlon Championship Series (WTCS) nur die Kurzdistanz-Profis über die Olympische Distanz an. Ein Agegrouperrennen über die 100 Kilometer wird es weiterhin geben.

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Jan Luca Grüneberg
Jan Luca Grüneberg
Nach dem Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln ist Jan Luca Grüneberg seit 2022 bei spomedis und wurde dort zum Redakteur ausgebildet. Wenn er gerade mal nicht trainiert, hört oder produziert er wahrscheinlich Musik.

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