Ein Klassiker am Thanksgiving-Wochenende: Die 2025er Auflage des Ultraman Hawaii führte Athletinnen und Athleten erneut drei Tage lang rund um Big Island. Wer durfte am Ende in Kona jubeln?

Am Thanksgiving-Wochenende herrscht auf Big Island traditionell Ausnahmezustand. Wenn der Ultraman Hawaii ruft, bedeutet das drei Tage Ausdauersport an der Grenze des Machbaren: 10 Kilometer durch den Pazifik schwimmen, 421 Kilometer im Sattel rund um die Vulkaninsel und zum Abschluss ein Doppelmarathon zurück nach Kona. 20 Starterinnen und Starter gingen 2025 auf die Strecke – 17 von ihnen erreichten das historische Ziel am alten Airport von Kailua-Kona.
Kniazev dominiert von Beginn an
Schon am ersten Tag deutete sich an, wohin die Reise bei den Männern gehen würde. Der Russe Max Kniazev erwischte beim Schwimmstart am Pier von Kailua-Kona einen perfekten Tag. Beim Auftakt durch die Bucht bis zum Landgang in Keauhou und weiter auf dem Rad hinauf in Richtung Volcano Nationalpark arbeitete er sich ein komfortables Polster heraus. Fast 45 Minuten nahm er dem spanischen Titelverteidiger Juan Bautista Castilla Arroyo bereits auf den ersten 145 Kilometern ab.
Rekordfahrt nach Hawi
Tag zwei markierte den entscheidenden Schritt zum Gesamtsieg. Auf dem spektakulären und zugleich brutal schweren Ritt vom Kilauea bis in den windgeplagten Norden nach Hawi jagte Kniazev über die Strecke, als würde er von Rückenwind getragen. 7:09:12 Stunden – so schnell war bei diesem Tag-2-Split noch niemand zuvor. Der Vorsprung: nun beinahe zwei Stunden.
Auch der Ultramarathon am Finaltag änderte daran nichts mehr. Kniazev blieb konstant, kontrolliert – und erneut der Schnellste. Nach 21:27:36 Stunden durfte sich der 35-Jährige Ultraman-Weltmeister nennen. Castilla Arroyo folgte in 23:21:37 Stunden, der Japaner Matsuda Terumasa wurde in 23:54:54 Stunden Dritter.
Frauenrennen: Entscheidung erst auf den letzten Kilometern
Bei den Frauen entwickelte sich ein völlig anderes Rennen. Kenna Supkis aus den USA begann stark und verschaffte sich am ersten Tag einen komfortablen Vorsprung von rund 30 Minuten auf die Mexikanerin Ana Gallardo Avila. Doch das Kräfteverhältnis kippte am zweiten Tag: Gallardo Avila rollte das Feld von hinten auf und übernahm knapp die Führung – fünf Minuten trennten die beiden Spitzenreiterinnen vor dem finalen Lauf.
Dann folgte der Tag der Entscheidung: 84 Kilometer von Hawi zurück ins Herz von Kona. Supkis fand dort ihren Rhythmus und setzte sich kontinuierlich ab. Mit einer eindrucksvollen Laufzeit von 8:55:00 Stunden holte sie den Rückstand nicht nur auf, sondern drehte das Duell zu ihren Gunsten. Nach 29:24:25 Stunden erreichte die 37-Jährige strahlend das Ziel am alten Airport. Gallardo Avila folgte in 29:43:44 Stunden auf Platz zwei. Den letzten Podiumsplatz sicherte sich die Filipina Jennifer Aimee Tan Uy in 34:00:05 Stunden.









