Es war damit zu rechnen, nun gibt es Gewissheit: Lionel Sanders wird nach seiner Stressfraktur nicht bei der Ironman-WM in Nizza starten. Der Kanadier plant nun seine Rückkehr ins Renngeschehen für den Herbst.

Lionel Sanders wird nicht bei der Ironman-Weltmeisterschaft in Nizza antreten. Der Kanadier arbeitet sich nach einer Stressfraktur des Kreuzbeins zwar Schritt für Schritt zurück ins Training, sieht aber keine Möglichkeit, im September eine Langdistanz auf Weltklasse-Niveau zu bestreiten.
„Es ist einfach zu früh“, sagte Sanders in einem aktuellen Video. „Ich werde nicht mit der Absicht starten, unterwegs auszusteigen. Das ist nicht mein Ding. Wenn ich in ein Rennen gehe, dann mit dem Ziel, es zu Ende zu bringen.“
Langsamer Aufbau nach Verletzung
Der 36-Jährige hatte sich im Frühjahr einen Ermüdungsbruch im Kreuzbein zugezogen – bedingt durch RED-S, ein relatives Energiedefizitsyndrom im Sport. Seitdem baut er sein Training langsam wieder auf. „Ich bin auf dem Rad schon wieder ziemlich nah am Vollgas und auch im Schwimmen geht es ganz ordentlich. Beim Laufen taste ich mich Schritt für Schritt heran. Aber einen Marathon zu laufen, das wäre einfach unklug“, erklärt er.
Auch das Risiko eines Rückfalls sei noch hoch. „Es sind gerade einmal 16 Wochen seit den ersten Symptomen vergangen. Der Knochen ist vielleicht schon wieder verheilt, aber noch nicht komplett gehärtet. In Nizza wäre das ein enormes Risiko.“
Vergleiche mit Hayden Wilde, der nach einer sturzbedingten Verletzung schnell wieder einen Sieg feiern konnte, lässt er nicht gelten: „Ein Kreuzbeinbruch nimmt dich komplett raus. Du kannst gar nichts machen. Schulterbruch oder Radsturz – alles schlimm, aber nach der OP kannst du schnell wieder trainieren. Beim Sakrum geht das nicht.“
Comeback im Herbst?
Statt Nizza peilt Sanders ein Comeback im Herbst an. „Ihr werdet mich im November wieder an einer Startlinie sehen. Ich wünschte, es wäre früher, aber manchmal ist das eben der Weg.“ Parallel arbeitet er an einer zwölfteiligen Dokumentation, die seinen Weg als Profiathlet begleitet. Ursprünglich war sie mit Fokus auf die Ironman-Langdistanz geplant und wird nun zunächst angepasst auf Mitteldistanzrennen.









