Um Rennen zu gewinnen, muss mitunter mal etwas riskiert werden. Eine Attacke zum richtigen Zeitpunkt kann das Feld auseinanderziehen und dir den nötigen Vorsprung geben. Doch woher kommt diese plötzliche Leistungsexplosion und was daran kann schädlich sein?
Frank Wechsel / spomedis
Eine plötzliche Leistungsexplosion, zum Beispiel bei einer Attacke, leitest du mit einem Stoffwechselweg ein, der zwar verschwenderisch ist, aber dafür gnadenlos schnell: der anaeroben Glykolyse. Der Turbo unter den Energiebereitstellungssystemen. Doch wie funktioniert er wirklich? Warum limitieren uns Wasserstoffionen? Und was bedeutet das für Renntaktik und Training?
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Die Ausgangslage: Wenn „aerob“ nicht mehr reicht
Triathleten leben energetisch gesehen im aeroben Bereich. Die mitochondriale Oxidation von Kohlenhydraten und Fetten ist der große Motor ihrer Leistungsfähigkeit. Effizient, zuverlässig, aber vergleichsweise langsam. Lange anhaltend und in einem Tempobereich, der knapp oberhalb des Wohlfühltempos ist, aber immer noch so, dass man Stunden so fahren kann.
Studien zeigen, dass ein trainierter Ausdauersportler je nach Niveau 250–400 Watt dauerhaft aerob erzeugen kann. Weltklassetriathleten wie Rico Bogen befinden sich am oberen Ende des Leistungsbereichs. Wenn nun Rico Bogen jedoch für eine Attacke 500 Watt benötigt, passiert Folgendes: die aerobe ATP-Produktion (Adenosintriphosphat) ist zu langsam, um den Bedarf pro Zeiteinheit zu decken. Der Körper muss deshalb ein System aktivieren, das bis zu dreimal schneller ATP liefert. Der Turbo springt an.
Was in der anaeroben Glykolyse passiert
Die anaerobe Glykolyse nutzt Glukose, um rasend schnell ATP bereitzustellen. Wo die aerobe Oxidation aus einem Mol Glukose 31–33 Moleküle ATP generiert, schafft die anaerobe Glykolyse nur zwei. So gesehen ein echter Ressourcenfresser, dafür aber blitzartig. Aus einem Molekül Glukose entstehen dann zwei Moleküle Pyruvat, zwei ATP, zwei NADH, zwei H⁺ (Wasserstoff) sowie zwei H₂O. Dieser Prozess ist bis zu 25-mal schneller als der vollständige aerobe Kohlenhydratstoffwechsel. Perfekt für Attacken,
Die anaerobe Glykolyse nutzt Glukose, um rasend schnell ATP bereitzustellen. Wo die aerobe Oxidation aus einem Mol Glukose 31–33 Moleküle ATP generiert, schafft die anaerobe Glykolyse nur zwei. So gesehen ein echter Ressourcenfresser, dafür aber blitzartig. Aus einem Molekül Glukose entstehen dann zwei Moleküle Pyruvat, zwei ATP, zwei NADH, zwei H⁺ (Wasserstoff) sowie zwei H₂O. Dieser Prozess ist bis zu 25-mal schneller als der vollständige aerobe Kohlenhydratstoffwechsel. Perfekt für Attacken,
Die anaerobe Glykolyse nutzt Glukose, um rasend schnell ATP bereitzustellen. Wo die aerobe Oxidation aus einem Mol Glukose 31–33 Moleküle ATP generiert, schafft die anaerobe Glykolyse nur zwei. So gesehen ein echter Ressourcenfresser, dafür aber blitzartig. Aus einem Molekül Glukose entstehen dann zwei Moleküle Pyruvat, zwei ATP, zwei NADH, zwei H⁺ (Wasserstoff) sowie zwei H₂O. Dieser Prozess ist bis zu 25-mal schneller als der vollständige aerobe Kohlenhydratstoffwechsel. Perfekt für Attacken,
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