Nach Alex Yees phänomenalen Marathon-Ausflug im vergangenen Jahr steht dem Olympiasieger die unmittelbare Rückkehr zu den Triathlonrennen bevor. Wir blicken auf eine monumentale Schlüsseleinheit des Überläufers.
Mit seinem Marathon-Kunststück versetzte Alex Yee die Welt des Ausdauersports im vergangenen Jahr in große Faszination. Beim Valencia Marathon im Dezember brachte den Triathlon-Olympiasieger von Paris eine Falbelzeit von 2:06:38 Stunden (2:59-3:00 min/km) auf den Asphalt und erzielte damit den zweitschnellsten Marathon eines britischen Athleten in der Geschichte. Der eindrucksvolle Beweis dafür, dass Yee durch seine herausragenden Lauffähigkeiten nicht nur im Triathlon das Maß aller Dinge ist, sondern ebenfalls bei den Spezialisten zur europäischen Spitze und erweiterten Weltspitze gehört. Ob Yee dieses offengelegte Potenzial dazu nutzen wird, um sich an der Marathon-Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles zu probieren, bleibt zunächst offen.
Nach seinen beiden läuferischen Ausflügen zum London Marathon und Valencia Marathon steht für 2026 erst einmal die Rückkehr zum Triathlon im Fokus. Obwohl Yee mit jeweils einer olympischen Goldmedaillen im Einzel und Team, dem WM-Sieg in der WTCS 2024 und dem Gewinn der Commonwealth Games auf der Kurzdistanz bereits alle großen Titel gewinnen konnte. Zuletzt bereitete sich der 28-Jährige bei einem Trainingslager in Australien auf die anstehende Saison vor. Der ursprünglich am vergangenen Wochenende geplante Start der World Triathlon Championship Series (WTCS) 2026 in Abu Dhabi wurde zuletzt aufgrund unzureichenden Sicherheitslage abgesagt. Stattdessen wird die WM-Serie nun in vier Wochen mit dem Rennen in Samarkand eröffnet. Mehr Zeit für zusätzliche Vorbereitung. Zeit, die Yee im Trainingslager mit australischer Schwimmkultur, regelmäßigen Kriteriumsrennen auf dem Rad und spezifischen Laufprogrammen füllte. Der Blick auf eine der Schlüsseleinheiten in seiner Paradedisziplin beweist, dass Yees Konkurrenz ihm das Leben besser vor dem zweiten Wechsel schwermachen sollte. Die schier unglaublichen Splits seiner Ein-Kilometer-Intervalle zeigen einmal mehr, warum ein direkten Laufduell gegen den Briten nach wie vor wohl kaum zu gewinnen ist.