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Armhaltung in Aero-Position
Hand an Hand

Nach unzähligen Indoor-Sessions ist nun endlich die Zeit gekommen, um in der echten Welt an der Aero-Position zu arbeiten. Ein dabei oft unterschätztes Detail ist die Handhaltung an den Extensions. Wir zeigen, worauf es ankommt.

Die Sitzposition auf dem Triathlonrad ist eine komplizierte Komposition. Man muss den perfekten Kompromiss hinsichtlich größtmöglicher Windschnittigkeit durch eine möglichst geringe Stirnfläche und einer Haltung finden, die man entspannt über die komplette Radstrecke fahren kann. Ein Bereich, dem oft nicht die angemessene Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist dabei die Haltung der Hände an den Extensions. 

Man muss sich vor Augen halten, dass die Hände die ersten Teile des Körpers sind, auf die der Wind trifft. Dementsprechend „klein“ sollte man sie machen, um dem Luftzug möglichst wenig Angriffsfläche zu geben. Dies erreicht man im Optimalfall, indem die Hände an den Spitzen der Extensions übereinandergelegt und so zu „einer“ Faust gemacht werden. Gut zu beobachten ist diese Taktik bei Jan Frodeno, der seine Hände, wann immer möglich, zu einer Einheit formt. 

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Ist dies mit den Extensions am eigenen Rad nicht möglich, dann sollte man versuchen, die Hände so zu platzieren, dass sich die Fäuste berühren und auf diese Weise ebenfalls eine Einheit bilden, an der der Wind ohne Verwirbelungen vorbeigleiten kann. 

Handshake trotz Corona

Für diese Haltung sind Exten­sions hilfreich, deren Enden stark nach oben gebogen sind. Welche Biegung für einen ganz persönlich die beste ist, lässt sich letztendlich nur durch Auspro­bieren herausfinden. Das Ziel sollte es aber immer sein, eine möglichst ­entspannte Handhaltung zu haben, die sogenannte Handshake-­Position. Wenn man die ­Extensions so greift, als würde man eine Hand schütteln wollen, ist das Handgelenk am wenigsten unter Spannung. So soll es sein, denn die Entspannung des Handgelenks wirkt sich bis zu den Schultern aus und hilft dabei, die Position länger halten zu können.

Im oberen Röntgenbild ist gut zu ­erkennen, wie die Extension-­Form die Streckung des Handgelenks beeinflusst. ­Geschwungene S-Bends sind zwar etwas angenehmer als komplett gerade Rohre, doch die Überstreckung des Handgelenks ist dennoch gegeben. ­Diese kann zu Verspannungen im Oberkörper führen und sogar zu Schmerzen und chronischen Pro­blemen, da die Sehnen überdehnt werden. 

Die nach oben zeigenden J-Bends­ (siehe Bild) sorgen für eine spannungsfreie Haltung der Hand wie beim Händeschütteln. Dieser positive Effekt wird noch verstärkt, wenn die ­Ellbogen tiefer platziert sind als die Hände. Dies erreicht man, indem man die Extensions nach oben anstellt.

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