Ein roter Readiness-Score und schon fällt das Intervalltraining aus? Die Herzfrequenzvariabilität kann wertvolle Hinweise auf Belastung und Erholung liefern. Doch wie zuverlässig ist HRV-basiertes Training wirklich?
(c) Dolgachov | Dreamstime.com
Die Uhr zeigt Rot, obwohl für heute Intervalle geplant sind. Die Herzfrequenzvariabilität ist niedriger als sonst, die App empfiehlt Erholung. Also besser die Füße hochlegen? Genau hier beginnt das Problem vieler digitaler Trainingshelfer: Aus einem komplexen physiologischen Signal wird eine scheinbar eindeutige Anweisung. Die Heart Rate Variability, kurz HRV, kann wertvolle Hinweise auf Belastung und Erholung liefern. Sie ist aber weder ein direkter Müdigkeitssensor noch ein objektives Urteil darüber, ob eine Trainingseinheit gelingen wird.
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Was die HRV überhaupt misst
Das Herz schlägt auch in Ruhe nicht wie ein Metronom. Zwischen zwei Herzschlägen liegen leicht unterschiedlich lange Abstände. Diese Schwankungen werden als Herzfrequenzvariabilität bezeichnet und unter anderem vom autonomen Nervensystem beeinflusst.
In der Trainingspraxis wird häufig der Wert RMSSD beziehungsweise dessen logarithmierte Form lnRMSSD betrachtet. Er reagiert besonders auf die parasympathische Regulation des Herzens – also auf jenen Teil des autonomen Nervensystems, der vereinfacht mit Erholung und Entspannung verbunden wird.
Eine höhere HRV wird deshalb häufig automatisch als Zeichen guter Erholung interpretiert, eine niedrigere als Hinweis auf Stress oder Ermüdung. So eindeutig ist der Zusammenhang jedoch nicht. Die HRV bildet nur einen Ausschnitt der körperlichen Regulation ab. Selbst eine auffällig hohe HRV ist nicht zwangsläufig positiv. Während intensiver Belastungsphasen kann auch eine überdurchschnittlich starke parasympathische Aktivität mit einer ungünstigen Anpassung einhergehen. Entscheidend ist deshalb weniger, ob ein einzelner Wert allgemein
Eine höhere HRV wird deshalb häufig automatisch als Zeichen guter Erholung interpretiert, eine niedrigere als Hinweis auf Stress oder Ermüdung. So eindeutig ist der Zusammenhang jedoch nicht. Die HRV bildet nur einen Ausschnitt der körperlichen Regulation ab. Selbst eine auffällig hohe HRV ist nicht zwangsläufig positiv. Während intensiver Belastungsphasen kann auch eine überdurchschnittlich starke parasympathische Aktivität mit einer ungünstigen Anpassung einhergehen. Entscheidend ist deshalb weniger, ob ein einzelner Wert allgemein
Eine höhere HRV wird deshalb häufig automatisch als Zeichen guter Erholung interpretiert, eine niedrigere als Hinweis auf Stress oder Ermüdung. So eindeutig ist der Zusammenhang jedoch nicht. Die HRV bildet nur einen Ausschnitt der körperlichen Regulation ab. Selbst eine auffällig hohe HRV ist nicht zwangsläufig positiv. Während intensiver Belastungsphasen kann auch eine überdurchschnittlich starke parasympathische Aktivität mit einer ungünstigen Anpassung einhergehen. Entscheidend ist deshalb weniger, ob ein einzelner Wert allgemein
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