Kader-Aus, Neustart, Ironman-WM-Quali, Rückschlag. Johannes Vogel hat im Triathlon schon einiges erlebt. Im Gespräch erklärt der gebürtige Rostocker, was er für die kommenden beiden Saisons geplant hat.
Johannes Vogel ist einer von den Athleten, bei denen man nach den ersten Sätzen sofort merkt: Da steckt Leidenschaft dahinter. Kein künstlicher Druck, kein aufgeblasenes Profi-Image. Er sitzt in Saarbrücken, spricht ruhig, lacht zwischendurch und sagt einen Satz, der im Ausdauersport fast schon wie ein Glücksfall klingt: „Zurzeit tut mir wenig weh.“
Sein Weg bis hierher ist kein gerader. Er beginnt, wie bei vielen, mit einem großen, klaren Traum: Er möchte zu den Olympischen Spielen. Dabei war Paris 2024 für ihn nicht bloß ein Traum, sondern zeitweise ein Ziel mit Konturen. Johannes war näher dran, als es viele glauben. Und gerade deshalb tat das Ende des Kurzdistanz-Kapitels weh. Als das Jahr 2023 fortgeschritten war, hatten ihn andere Athleten aus dem Nationalkader überholt. Die Möglichkeit, sich zu qualifizieren, wurde geringer, die Luft für ihn dünner. Und plötzlich stand da diese Frage im Raum, die jeder Leistungssportler mit Olympiatraum irgendwann fürchtet: Renne ich jetzt noch einmal vier Jahre einem System hinterher, oder baue ich mir etwas anderes auf, das zu mir passt?