Agegrouperin Februar 2026: Für Tamara Sengseis ist Triathlon ein großer Abenteuerspielplatz

Sie ist verliebt in das großartige Gefühl, das ihr Triathlon gibt: Tamara Sengseis ließ sich vor knapp zehn Jahren als Zuschauerin von der Euphorie bei der Challenge Roth mitreißen. Anschließend stellte die Lehrerin aus Wien einen langfristigen Plan auf, um sich den Traum vom Roth-Finish zu erfüllen. Auf dem Weg dorthin hat der Sport das Leben der 40-Jährigen verändert.

Privat Tamara Sengseis bei der Challenge Roth 2025.

Jan Frodeno ist schuld. Seit Tamara Sengseis den damaligen Superstar des Triathlons im Jahr 2016 live erlebte, als er bei der Challenge Roth eine Welt­bestzeit auf der Langdistanz aufstellte, war es um sie geschehen. Ein Freund hatte die Wienerin mit ins Frankenland genommen, dort verfolgte sie erstmals einen Triathlonwettkampf. Der Sport und die einzigartige Stimmung haben sie gleich in den Bann gezogen. „Wenn ich daran zurückdenke, habe ich sofort Tränen in den ­Augen“, sagt die heute 40-Jährige über dieses Erlebnis vor knapp zehn Jahren. Sie war fasziniert von Frodeno, aber auch davon, mit wie viel Respekt die ­letzten ­Finisher gefeiert wurden, denen der dreimalige Ironman-Weltmeister dann die Medaillen umhängte. Am Ende des Renntags in Roth stand Tamaras ­Entschluss: „Ich möchte ­Triathletin werden.“

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Vom Staunen zum Plan

Doch statt sich euphorisiert und übereifrig ins Abenteuer zu ­stürzen, stellt die Chemie- und Englisch­lehrerin zunächst einen langfristigen Plan auf. Erster Punkt auf der Agenda: ­Kraulen lernen. „Ich bin sportlich bei Minus angefangen. Okay, eine Zeit lang habe ich Taekwondo gemacht und war zehn Jahre in der Tanzschule. Aber ­eigentlich war ich damals eher die typische Wienerin, die weitest­gehend ohne Sport auskommt“, sagt sie und lacht. Als sie dann die Bewegungen beim Kraulen einigermaßen koordinieren kann und nicht mehr ständig das Atmen vergisst, wagt sie sich an einen Wettkampf. Auch wenn Tamara beim „Vollmondschwimmen“ in der Donau so nervös ist, dass sie ihr Shirt anlässt und sich beim Hineinlaufen ins Wasser den Zeh bricht, zieht sie den Wettkampf durch. Erst danach ist für sie der Zeitpunkt gekommen, drei Sportarten miteinander zu kombinieren ­­– und in den Triathlon einzusteigen. 

Fünf Jahre bis Roth

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Christian Wriedt
Christian Wriedt
Schreiben und Bearbeiten von Texten, Verbesserung der internen Abläufe und Erstellung von Abgabeplänen – das ist der tägliche Dreikampf von Christian Wriedt in der triathlon-Redaktion. Der studierte Sportwissenschaftler ist vor allem aufgrund seiner langjährigen journalistischen Erfahrung verpflichtet worden. Dem Triathlon begegnet der gebürtige Hamburger und leidenschaftliche Fußballer mit großer Neugier und noch größerem Respekt.

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