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World Triathlon Congress: Laufschuhe ab 2023 nur noch World-Athletics-Niveau

Frank Wechsel / spomedis Ab dem kommenden Jahr nicht mehr erlaubt – Prototypen als Wettkampfschuh.

Erstmals seit 2019 konferierten die Mitgliedsverbände des Triathlon-Weltverbands „World Triathlon“ wieder bei einer Präsenzveranstaltung. Beim 35. World Triathlon Congress anlässlich der Weltmeisterschaftsfinals in Abu Dhabi wurden am vergangenen Wochenende die Weichen für den Strategieplan 2022 bis 2025 gestellt und einige Regeländerungen beschlossen.

Prototypen sind nicht mehr erlaubt

Mit der Grundlage, dass das Regelwerk eine Aktualisierung erhalten hat, gelten ab dem 1. Januar 2023 im Laufen neue Regeln des internationalen Leichtathletik-Verbandes World Athletics. Dazu gehören unter anderem die Vorschriften zur Verwendung von Laufschuhen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass keine Prototypen im Wettkampf gelaufen werden dürfen und die Aufbauhöhe (stack height) der Schuhe auch an die Normen der World Athletics gebunden sind. Ironman-Weltmeister Gustav Iden hatte bei seinem Hawaii-Sieg am 8. Oktober ein Paar an den Füßen, das nach dieser Regelung zukünftig nicht mehr zugelassen wäre.

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Mehr Rechte für Schwangere

Anders als in den vergangenen Jahren besteht für die Schwangere eine Mutterschaftsregelung, die das Ranking der Athletinnen von der Bekanntgabe der Schwangerschaft bis zum zweiten Lebensjahr des Kindes einfriert, um ihnen die Rückkehr in den Wettkampf zu erleichtern.

Weiterhin wurde beschlossen, dass die zuvor verabschiedete Transgender-Richtlinie mit einer Frist von zwei Jahren zu versehen ist. Eine Arbeitsgruppe wurde zudem damit beauftragt, sich mit der Weiterentwicklung der Richtlinien zu befassen.

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15 Kommentare

  1. Ich finde es sehr gut und wichtig, dass das Thema Transgender im Sport angegangen wird! Die Richtlinien dafür sind ein guter erster Schritt. Vielleicht nicht perfekt, aber ein Anfang.

    @Oliver Schmidt: Ob Frauen sich verhöhnt fühlen, sollte man auch den Frauen überlassen. Eine „männliche Bevormundung“ ist – wenn auch gut gemeint – nicht wirklich hilfreich. Dieses Thema ist so facettenreich und komplex – nur gemeinsam können gute Lösungen gefunden werden.

    Ich für mich denke: Wenn der Gesetzgeber die Möglichkeit vorsieht das Geschlecht im Pass (aber auch z.B. in der eigenen Geburtsurkunde) nach einem sehr langen Verfahren zu ändern/anzupassen, wer sind dann wir im Sport zu sagen „Ja, aber mir egal was in deinem Pass steht – du bist keine Frau in diesem Sport.“?

    • Ich finde diese Debatte um Transgender im Sport immer wieder unglaublich. Jeder Mensch darf sich fühlen wie er mag und das auch ausleben, auch im Sport.
      Aber doch bitte nicht im Spitzensport. Zwischen Männern und Frauen gibt es nun mal grundsätzliche Unterschiede, die auch durch eine Hormontherapie nicht zu ändern sind und Vorteile verschaffen. Ja, wir haben alle eine genetische Prädisposition, die uns eventuell Vorteile verschafft, aber nicht in dem Ausmaß. Und das Schlimme, was in dieser ganzen Diskussion total vergessen wird, es gibt meiner Meinung nach Länder, da wird es missbraucht werden, wenn Transgender-Frauen bei den Frauen starten dürfen. Es werden Männer, wahrscheinlich unschuldige Kinder/Jugendliche zu „Transgender-Frauen“ gemacht werden – „legales Doping“. Traurig, aber meiner Meinung nach wahr.

  2. Genau wie Herr Schmidt schreibt:
    Ungerecht. Ein größeres Herz, Lungenvolumen, genetische Vorraussetzungen der Muskulatur unabhängig vom Testosteron ect. ect. bei XY.
    Als Frau fühl ich mich verarscht.
    Jeder soll sein dürfen was er will.
    Wär auch manchmal gern ein Löwe.
    Geht leider net😉

    • Bevormundung bedeutet für mich, dass mir jemand sagt wie ich fühle/fühlen soll. Das ist das eine.

      Gemeinsam heißt für mich, dass jeder seine Meinung einbringen kann. Das ist das andere.

      Gemeinsam geht in meinen Augen nur, dann wenn keine Seite der anderen vorgibt wie sie sich fühlt/fühlen sollte.

      Vielleicht habe ich das vorher nicht klar genug/missverständlich formuliert.

    • Hallo Gerald,
      der Leichtathletik-Weltverband World Athletics hat seit April 2020 die Regelung, dass Prototypen nicht getragen werden dürfen. Ein Schuh muss mindestens vier Monate im öffentlichen Handel erhältlich sein, bevor sie im Rennen benutzt werden dürfen. Demnach tritt diese Regelung auch für den Triathlon in Kraft, sofern, wie beschlossen, World Triathlon sich nun am Regelwerk von World Athletics orientiert.

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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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