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Anne Reischmann vor dem Ironman 70.3 in Alcudia
„Im Training fühlte ich mich wie der König von Mallorca“

Nachdem Anne Reischmann bereits drei Wochen auf Mallorca trainiert hat, geht sie morgen beim Ironman 70.3 in Alcudia an den Start. Im Interview ordnet sie ihre Form und ihre Position im Profifeld ein.

Anna Bruder Der Ironman 70.3 Mallorca passt zu Anne Reischmanns Stärkenprofil.

Anne Reischmann, du bist bereits seit drei Wochen auf Mallorca und hast ein Trainingslager hinter dir. Welchen Stellenwert hat das Rennen jetzt für dich?

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Zweieinhalb Wochen haben wir wirklich den Fokus auf das Training gesetzt. Die letzten Tage dann auf die Erholung, sodass ich schon eine Chance habe, das Rennen gut zu machen. Gleichzeitig ist es kein A-Rennen, bei dem ich perfekt vorbereitet sein möchte – das ist sowieso schwierig beim ersten Rennen der Saison. Auch was das Material angeht, wird es spannend, ob alles so funktioniert. Es ist einfach wichtig, mal einen Startpunkt zu haben, zu wissen, was schon gut klappt und woran man vielleicht noch arbeiten muss.

Inwiefern hast du das Trainingslager genutzt, um dich speziell auf dieses Rennen vorzubereiten, zum Beispiel im Hinblick auf die Streckenkenntnis?

Das Trainingslager war dazu da, um eine gute Grundlage für die gesamte Saison zu setzen, nicht nur spezifisch für dieses Rennen. Hill-Reps habe ich aber zum Beispiel auf der anderen Seite des Klosters gemacht, dass ich die Abfahrt regelmäßig fahre und mir das zum Vorteil machen kann. 

In welcher Form gehst du denn jetzt an den Start auf einer Skala von eins bis zehn?

Bei den Trainingsleistungen der letzten Wochen habe ich mich schon ab und zu gefühlt wie der König von Mallorca, das war einfach richtig gut. Ich gehe schon mit Selbstbewusstsein an den Start, gleichzeitig wächst dann in den letzten Tagen auch wieder die Unsicherheit, wie es sich anfühlt, die Werte auf 90 und 21 Kilometern durchzufahren und zu laufen. Ich würde sagen, ich bin bei einer achteinhalb, freue mich und bin optimistisch, dass das gut werden kann.

Deine letzte Saison war unter anderem mit einem Sieg in Les Sables d’Olonne und einem zweiten Platz in Zell am See sehr erfolgreich. Hier erwarten dich jetzt ebenfalls eine anspruchsvolle Radstrecke und höchstwahrscheinlich deutlich höhere Temperaturen. Wie spielt dir das in die Karten und wie kommt dir deine Streckenkenntnis zum Vorteil?

Dass es wärmer ist als in Zell am See, finde ich erstmal sehr gut, das war schon grenzwertig. Gleichzeitig sind es aber auch nicht 30 Grad und in Ordnung, um Sport zu machen. In den vergangenen drei Wochen hatten wir immer gutes und warmes Wetter, sodass ich mich gut vorbereitet fühle, gut zu performen. Ich habe generell kein Problem mit Hitze oder Kälte und bin mit beidem bisher gut zurechtgekommen.

Wo siehst du dich im Vergleich zur Konkurrenz?

Ich bin echt gespannt, wie gut die anderen jetzt schon drauf sind. Ein paar haben die ersten Rennen schon gemacht – gerade Emma (Pallant-Browne, Anm. d. Red.) erst vor sechs Tagen. Da bin ich gespannt, wie sehr sie das noch spürt. Ob Nicola (Spirig, Anm. d. Red.) da ist, weiß ich zum Beispiel gar nicht. Es sind schon ein paar Namen da, die man auf der Rechnung haben muss, die aber an einem perfekten Tag für mich erreichbar, oder sogar schlagbar sind.

Abschließend hätte ich gern noch einen Tipp von dir für die Ironman-WM in St. George.

Also ich glaube, an Kat Matthews geht fast kein Weg vorbei, ich schätze sie sehr stark ein. Daniela Ryf würde ich auch auf dem Podium sehen und Anne Haug auch. Bei den Platzierungen würde ich Matthews auf eins setzen, Ryf und Haug auf zwei und drei. Bei den Männern hoffe ich auf hep-power auf dem Podium mit Daniel (Baekkegard), Gustav (Iden) und Sebi (Kienle, Anm. d. Red.). Da hat aber, glaube ich, ein Sam Long etwas dagegen. Mein Tipp für das Podium wären also Daniel, Gustav und Sam Long.

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