Am Sonntagmorgen fällt der Startschuss zum Ironman 70.3 Swansea – zum ersten Mal im Rahmen der Pro Series. Rund 60 Profis kämpfen um Punkte für die Serienwertung, Preisgeld in Höhe von 50.000 US-Dollar und je zwei Slots pro Geschlecht für die Ironman-70.3-WM.

Der Kurs entlang der walisischen Küstenlinie zählt zu den landschaftlich schönsten im Rennkalender. Geschwommen wird im Prince of Wales Dock und der Swansea Bay, bevor es auf die anspruchsvolle 90-Kilometer-Radrunde geht – mit Küstenblicken über das Gower-Halbinsel-Massiv und Passagen durch das walisische Hinterland. Der abschließende Halbmarathon führt auf zwei Runden vom Stadtzentrum entlang der Marina bis nach Mumbles und zurück.
Matthews vs. Reischmann
Das Frauenrennen verspricht Spannung auf höchstem Niveau. Denn es ist das direkte Duell der beiden Führenden in der Pro-Series-Wertung. Anne Reischmann, die mit ihrem Sieg beim Ironman Südafrika früh in der Saison ein Ausrufezeichen gesetzt hat, hat derzeit im Ranking die Oberhand. Katrina Matthews (GBR) kommt als aktuell Zweitplatzierte nach Wales. Nach ihrem Sieg in Texas und dem zweiten Platz in Hamburg ist die Britin nicht nur in Topform, sondern auch auf Punktejagd – aktuell liegt sie auf Rang zwei der Serienwertung, hat jedoch ein Rennen weniger als Reischmann eingebracht.
Vorjahressiegerin Nikki Bartlett trägt am Sonntag die Startnummer eins. Die Fünftplatzierte der Ironman-WM 2024 will ihren Heimsieg wiederholen. Jedoch stellt sich die Frage, wie fit sie nach ihrem vierten Platz bei der Challenge Roth am vergangenen Wochenende sein wird.
Ein Wörtchen mitreden will auch Daniela Kleiser. Die Deutsche, bekannt für ihre Laufstärke, kommt mit einem Sieg in Valencia und zwei Top-Ten-Platzierungen bei T100-Rennen nach Swansea. Ebenfalls auf dem Zettel haben sollte man Hanne De Vet (BEL) und Lizzie Rayner (GBR), die zuletzt Zweite in Aix-en-Provence wurde.
Ein Deutscher auf dem Podium?
Auch bei den Männern ist das Rennen hochkarätig besetzt. Beste Chancen auf den Sieg hat wohl Lokalmatador Samuel Dickinson, der sich erst am vergangenen Wochenende den Ironman-70.3-Vizeeuropameistertitel sicherte.
Sein härtester Konkurrent dürfte Léon Chevalier (FRA) sein, Ironman-WM-Vierter von 2024. Nach einem eher durchwachsenen Start in die Pro Series (Platz 18 im Ranking) zählt für den Franzosen nur ein Topresultat. Vorjahressieger Harry Palmer (GBR) kennt die Strecke – und will an seinen Heimsieg aus dem Vorjahr anknüpfen. Simon Viain (FRA) und Kieran Lindars (GBR) könnten ebenfalls für eine Überraschung sorgen. Mit guten Chancen aus Deutschland am Start: Leonard Arnold, Paul Schuster und Jannik Schaufler.
Weltweiter Livestream
Wer das Rennen nicht live an der walisischen Küste verfolgen kann, hat zahlreiche Optionen: Der Ironman 70.3 Swansea wird weltweit übertragen – unter anderem auf proseries.ironman.com oder auf dem YouTube-Kanal von Ironman.
Startschuss für die Profi-Männer ist am Sonntagmorgen um 8 Uhr deutscher Zeit. Die Frauen gehen fünf Minuten später ins Wasser.









