Erst der Sieg in Sir Bani Yas, jetzt der Angriff auf die Weltbestzeit? Jonas Schomburg erwartet ein starkes Feld bei der Challenge Roth. Und hat weitere konkrete Pläne für seine Saison.
Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Im Interview mit tri-mag.de hat Jonas Schomburg nach seinem beeindrucken Sieg bei der Challenge Sir Bani Yas über seine Saisonplanung für das Jahr 2026 gesprochen – und die hat es in sich. Der Fokus liegt für den WM-Sechsten von Nizza auf der Challenge Roth und dem Ironman Hawaii, alles andere ordnet sich diesem Plan unter. Und das Rennen in Franken soll richtig schnell werden.
Frühe Formbestätigung
Der Sieg zum Jahresauftakt in den Emiraten kam für Schomburg selbst überraschend. Mit nur wenigen Wochen spezifischem Training zeigte er, dass die Richtung stimmt. Entscheidend war für ihn weniger das Resultat als die Art und Weise: Leistungswerte, Kontrolle über das Rennen, das Gefühl, auch unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen, wie er anschließend erklärte.
Der Plan für die kommenden Monate ist derweil breit angelegt. Unterschiedliche Serien, unterschiedliche Formate, unterschiedliche Anforderungen. Schomburg will flexibel bleiben. „Von T100 bis Challenge- und Ironman-Rennen. Die Saisonhöhepunkte sind ganz klar die Challenge Roth und die WM auf Hawaii“, sagt er.
Weiter geht es für ihn jedoch bereits in wenigen Wochen: Mit dem Ironman 70.3 Oceanside und dem Ironman Texas stehen die nächsten Formtests auf dem Plan. Im besten Fall springt in den Woodlands dann schon die Qualifikation für die Ironman-WM im Oktober heraus.
Roth als Bühne
Bei der Challenge Roth rechnet er anschließend mit einem der stärksten Felder, das es dort je gegeben hat. Erste Gespräche sollen bereits darauf hindeuten, dass sich in Roth eine außergewöhnliche Dichte an hochklassigen Profis versammelt.
Norwegische Athleten werden erwartet, ebenso internationale Topstars. Auch den Namen Sam Laidlow lässt Schomburg fallen. Wer am Ende wirklich dort starten wird, wird vom Veranstalter traditionell immer gegen Ende Februar veröffentlicht. Aber die Richtung ist klar: Wenn Bedingungen und Feld zusammenpassen, steht die Weltbestzeit zur Diskussion – und damit eine Unterbietung der bisher schnellsten Zeit von Kristian Blummenfelt über die Langdistanz.
Der 32-Jährige selbst geht damit entspannt um. Er weiß, dass Rekorde nicht planbar sind. Vor allem Wetter und Rennverlauf müssen dafür zusammenkommen. Aber: Wenn andere es können, könne Schomburg es grundsätzlich auch.
Die Entwicklung des Streckenrekords der Männer in Roth
3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,195 km Laufen| Datum | Sieger | Gesamtzeit |
|---|---|---|
| 30. Juli 1988 | Axel Koenders (NED) | 8:13:11 |
| 13. Juli 1991 | Pauli Kiuru (FIN) | 8:04:54 |
| 10. Juli 1993 | Cristián Bustos (CHI) | 8:03:19 |
| 10. Juli 1994 | Jürgen Zäck (GER) | 8:01:59 |
| 14. Juli 1996 | Lothar Leder (GER) | 7:57:02 |
| 13. Juli 1997 | Luc Van Lierde (BEL) | 7:50:27 |
| 10. Juli 2011 | Andreas Raelert (GER) | 7:41:33 |
| 17. Juli 2016 | Jan Frodeno (GER) | 7:35:39 |
| 25. Juni 2023 | Magnus Ditlev (DEN) | 7:24:40 |
| 7. Juli 2024 | Magnus Ditlev (DEN) | 7:23:24 |