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Carbon & Laktat
Die Vertagung des Sommers

Die letzte Woche war von großen Verschiebungen im nationalen Rennkalender geprägt: Der Ironman Hamburg wanderte in den August, der Ironman 70.3 Kraichgau sogar ins Jahr 2022. In den USA zeigt sich die Veranstaltungsszene dagegen derzeit relativ unbeeindruckt von der Coronapandemie. Nils Flieshardt und Frank Wechsel versuchen einen Überblick.

Die letzte Woche war von großen Verschiebungen im nationalen Rennkalender geprägt: Der Ironman Hamburg wanderte in den August, der Ironman 70.3 Kraichgau sogar ins Jahr 2022. In den USA zeigt sich die Veranstaltungsszene dagegen derzeit relativ unbeeindruckt von der Coronapandemie. Nils Flieshardt und Frank Wechsel versuchen einen Überblick.

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13 Kommentare
  1. Lukas

    Hi Frank,

    ich fande deine Kommentare zur aktuellen Corona Situation sehr angebracht.
    Wir sind ja momentan in einer Lage, in der nur nach oben gezeigt wird und die Verantwortung auf die Regierenden geschoben wird.
    Sicherlich sind da viel zu viele Fehler passiert, aber das Infektionsgeschehen wird eben nicht durch die Regierung bestimmt sondern ist, wie du richtig gesagt hast, Summe der Einzelentscheidungen aller Bürger.
    Daher finde ich deinen Appell an die Triathleten auch richtig!
    Man muss nicht jede Lockerung mitgehen und man muss nicht immer den gesamten Spielraum, der aktuell gegeben wird, ausnutzen.
    Ich denke es ist eine Zeit, in der jeder auch persönlich Verantwortung übernehmen muss und seinen Teil beitragen muss, indem er sich soweit wie möglich isoliert.

    Viele Grüße,

    Lukas

  2. Michaal

    Sehe ich anders. Wenn man über den Tellerrand hinausschaut, sieht man, dass bsp Texas alle Maßnahmen aufgehoben hat-und es ist nichts passiert. Genau wie hier fallende Todeszahlen. Schweden ohne ernsten Lockdown pro 100 000 Einwohner weniger Tote als hier. Ich habe überhaupt kein Verständnis für Dauerlockdowns, und sobald sich mir eine Möglichkeit eröffnet, ein Bad zu besuchen, werde ich das in Anspruch nehmen.
    Was man sich von Lockdowns verspricht, die offensichtlich keine ernsthafte Wirkung zeigen, ist mir ein Rätsel.
    Man redet sich vll auch leichter, wenn man keine Kinder hat, die man seit einem Jahr von zu Hause selbst unterrichten muss, neben (wenn man Glück hat) Homeoffice…oder wenn einem nicht die hart aufgebaute Existenz innerhalb eines Jahres leichtfertig kaputt gemacht wird…immer mit dem Argument jaja wir müssen nur Wert XY drücken…AHA.
    Meiner Ansicht sollte sich jeder Lockdownbefürworter überlegen, ob nicht er sich egoistisch verhält,anstatt sowas Menschen, die andere Ansichten zu dem Thema haben und bessere Ideen als Lockdown Nr. XY, vorzuwerfen.
    Sportliche Grüße
    Michi

    1. Frank Wechsel

      Hallo Michaal,

      kurzer Faktencheck bzgl. der Coronatoten pro 100.000 Einwohner: Deutschland 92, Texas 168, Schweden 133 (Quelle: Statista).

      Viele Grüße
      Frank

      1. Michaal

        Danke Frank für die Info. Ich hab die Zahlen für Januar & Februar 2021, da war Schweden bei 162 und Deutschland bei 225.(Quelle:destatista) Aber trotzdem, 40 Tote mehr bei 100 000(!) Einwohner. Auch wenn es hart klingt, aber das ist fast nichts. Und im Gegenzug haben wir massivste wirtschaftliche Einbußen, Millionen Kurzarbeiter und Arbeitslose mehr; und ein Argument, dass viele vergessen: Wie viele Menschenleben mehr wird die Tatsache kosten, dass wir die nächsten Jahre noch weniger Geld in unser Gesundheitssystem stecken können? Ich glaube, dass vergessen viele einfach…genauso die Tatsache, dass wir einer ganzen Generation unseres Nachwuchs die Bildung verwehren….ich sehe hier absolut keine Verhältnismäßigkeit mehr. Und über die Tatsache, dass man in manchen Bundesländern ab einer bestimmten Uhrzeit offiziell seine Wohnung nicht mehr verlassen darf habe ich nicht das geringste Verständnis!
        Sportliche Grüße, Michi

        P.s. ich war bereits coronaerkrankt, und hatte weder Langzeitfolgen, sondern im Gegenteil, beim FTP Test 1,5 Monate nach meiner Erkrankung, konnte ich nochmals ordentlich zulegen.

    2. Andi

      Michi ich bin voll bei Dir. Lockdowns führen zu mehr Schaden als Nutzen. Bei dem Weg von Schweden, Japan, Florida, Texas, South Dakota sollte man sich schon Mal ernsthafte Gedanken machen, ob das nicht der bessere Weg ist. Aber gemäß Merkel ist unser Weg ja alternativlos.

      North Dakota geht den harten Weg, South Dakota den anderen Weg. Die Zahlen unterscheiden sich kaum.

      Anhand von Todeszahlen pro Einwohner den Weg als besser oder schlechter einzuschätzen, ist nicht ausreichend für die Beurteilung der Lage, da sollten mehrere Parameter beurteilt werden. Man sollte schon die Situation im Land beurteilen u.a., die Altersstruktur, das Gesundheitssystems, die Belegung der Intensivbetten, die Folgen für die Bevölkerung, um nur einige Punkte zu nennen.

      Für den Faktenchecker Frank:
      In Texas wurden die Corona Regeln am 02.03.21 durch Gouverneur Greg Abbot aufgehoben, keine Masken und alle Läden auf. Die Fallzahlen sind gesunken auf das niedrigste Niveau seit Juni 2020, ähnlich die Lage in Wyoming und Mississippi.

      In Florida gibt es keine Maskenpflicht, kaum Einschränkungen, die Schulen sind seit 09/20 geöffnet und die COVID-19 Sterblichkeit liegt unter dem Bundesschnitt der USA, teilweise niedriger als in Staaten mit harten Lockdown wie in Kalifornien.

      In Schweden lag eine Untersterblichkeit im Jahre 2019 vor. Im Jahr 2020 befindet sich die Sterblichkeit auf dem Niveau von 2015 und unter 2011, 2012 und 2013.

      Beste Grüße
      Andi

  3. Hans-Eberhard

    Leider wird COVID in seinen Variationen kurzfristig durch harte Lockdowns nicht ausreichend beherrschbar sein, zumal im Anschluss ja dann wegen mangelnder Verantwortungsbereitschaft (da gebe ich unserem Bundespräsidenten recht) monatelang mit Lockerungen gezögert wird, auch, wenn die Zahlen vielleicht rückläufig sind. Außerdem kommen die Freizeitsportler im krassen Gegensatz zum Profisport, insbesondere Fussball, mal ganz zum Schluss (Originalton Söder). Diejenigen, die hier sportliche Verantwortung tragen, sportliche Landesverbände etc, deren Aufgabe es eigentlich ist, sich natürlich für den Sport auch wirklich einzusetzen, verhalten sich aber außergewöhnlich, unvertretbar ruhig, weil sie die Konfrontation, auch nur die Diskussion scheuen. Das geht gar nicht und das lehne ich zutiefst ab…. Ich bin Arzt, kenne mich aus und könnte noch viel mehr erzählen…

    Viele Grüße

  4. Björn Helfer

    Hallo liebes Tri Mag Team,

    auch ich möchte nun einmal einen Kommentar und auch Kritik bezüglich der Corona Diskussion anbringen.

    Bewusst möchte ich nicht auf die Frage “Lockdown ja oder nein” eingehen, denn ich denke dazu ist bereits sehr viel gesagt worden. Was mich immer wieder gestört hat und mit den Aussagen in diesem Podcast nun auch dazu gebracht haben, einen Kommentar zu schreiben ist Folgendes:

    Frank vertritt seit Ausbruch der Corona Pandemie immer einen strikten Corona Kurs, was auch ich persönlich teile. Dazu zählen bspw. seine frühe eigene Entscheidung nicht am IM Südafrika teilzunehmen und auch die öffentlichen Stellungnahmen im Podcast. Sehr gestört hat mich jedoch, dass insbesondere bei den Triathlon Talks von Hannes Blaschke und Roy Hinnen hier ein kritischeres Nachfragen der dort genannten Aktivitäten fehlte. So wurde von den Reisen nach Cozumel oder in Trainingscamps gesprochen, ohne dort weiter kritisch auf die genannten Argumente von Hannes oder Roy einzugehen, die dargelegt haben, wieso diese Reisen trotz Lockdown sinnvoll waren. Auf der anderen Seite werden Verantstaltungen wie bspw. in Darmstadt (C&L vom 30.03.) kritisiert, da es ja nicht nötig wäre diese Veranstaltungen in der aktuellen Zeit durchzuführen. Gleichzeitig wurde sowohl von Teilnehmenden als auch Frank selbst die Konzepte dort als sehr gut dargestellt, aber es wäre ein falsches Zeichen während der Pandemie. Persönlich finde ich es ein deutlich schlechteres Zeichen weltweit als Agegrouper an Trainingscamps oder Rennen teilzunehmen und den Veranstaltern der jeweiligen Reisen nicht die kritischen Fragen zu stellen.

    Hier würde ich mir eine konsequentere Linie wünschen, in welche Richtung auch immer. Entweder werden alle Veranstaltungen (ich schließe hier die Trainingscamps mal mit ein) gleich kritisiert oder die Kritik findet bei allen Veranstaltungen nicht statt und man fokussiert sich auf die reine Darstellung der Events.

    Danke und sonst weiter so! Ich freue mich jede Woche die Podcast als Trainingsbegleitung zu haben.

    Liebe Grüße aus Münster
    Björn

  5. Hans-Eberhard Wolff

    Hallo miteinander !

    Nochmal kurzer Gedanke zu den Zahlen oben: Schweden wird seit Monaten kritisiert, die Maßnahmen dort würden bei weitem nicht ausreichen…bei gleichzeitig immer wieder von fast allen Seiten beschworener (angeblich ?) exponentieller Ausbreitung des Virus (was theoretisch nachvollziehbar ist). Nun, wo müssten dann nun aber die Schweden mit ihren Zahlen liegen ? Sicherlich nicht bei obigem Wert, sondern eher bei 1000 und mehr Toten…Das ist nicht exponentiell, das begreife sogar ich als Arzt. Sie haben sich allerdings sehr viele ihrer Grundrechte in dieser Zeit bewahrt…Sicher: jeder Tote ist einer zuviel und harmlos ist das alles auch nicht. Aber grotesk unverhältnismäßig und panisch. Jeder trägt für sich und seine Familie auch eine Selbstverantwortung und sollte auch selbst zu seinem Schutz beitragen. Der Staat kann, sollte und darf auch nicht alles regeln wollen. Wenn ich alt bin (64) und vielleicht sogar krank, dann habe ich mich entsprechend zu verhalten oder ich bin völlig dämlich. Deshalb alle anderen teilweise bis zum Suizid zu behindern und zu gängeln und zu inhaftieren ist Schwachsinn pur. Und genau dagegen wehre ich mich: gegen die Verarsche, die hier stattfindet.

    Viele Grüße auch

    Hans-Eberhard

  6. Lukas

    Ich wollte eigentlich nur meine Meinung an Frank mitteilen und keine öffentliche Diskussion lostreten, hätte ich das gewusst hätte ich es über einen nichtöffentlichen Kanal getan.

    Die Diskussion hier ist müßig, ich möchte gar nicht versuchen dagegen zu argumentieren und ich erkenne auch an, dass es viele begründete Gegenargumente gibt.
    Was mir Sorgen macht ist, dass der Argumentationsstil hier doch an Desinformationskampagnen erinnert.
    Man kann an einigen Beispielen erkennen wie Wissenschaft geleugnet und Stimmung gemacht wird.
    (Ähnliche Dinge passieren übrigens auch in Klimadiskussionen und in Diskussionen über die Gefährlichkeit von Fahrzeugabgasen)

    Rosinenpickerei:
    -Vergleich der Todeszahlen mit anderen Ländern nur im Zeitraum Januar & Februar, daraus dann das Pandemiemanagement insgesamt bewerten

    Subjektive Erfahrungen:
    -es wird versucht anhand einer persönlichen Anekdote zu suggerieren das Virus sei ungefährlich

    Voreilige Schlussfolgerung/Unterschlagen der Ursachen:
    -Übersterblichkeit wird betrachtet und die (Un-)Gefährlichkeit der Pandemie suggeriert, ohne die gesamten Faktoren zu betrachten, die in die gesamten Todeszahlen mit einfließen

    Verfälschte Darstellung:
    -Vergleich der Lage der Pandemie in anderen Regionen der Welt, in denen ganz andere Randbedingungen (Hygienekultur, Altersstruktur, Impffortschritt) herrschen

    Ad-Hominem Attacke
    -Lockdownbefürworter=egoistisch

    Authority bias
    -“ich bin Arzt”

    Und bei manchen Dingen kann man sich auch nur noch die Haare raufen:
    -Leugnung der exponentiellen Ausbreitung des Virus
    -Behauptung die neuen Virusvarianten seien nicht eindämmbar, obwohl es einige Gegenbeispiele (Portugal, UK) gibt

    1. Frank Wechsel

      Hallo Lukas,

      du sprichst mir aus dem Herzen. Die Diskussion hier und zu unserem Beitrag zur Hamburg-Absage (https://tri-mag.de/szene/ironman-hamburg-startet-am-29-august-2021/) hat mich teilweise ziemlich fassungslos zurückgelassen.

      Danke, dass du die verschiedenen Argumentationsstile einmal eingeordnet hast – sie finden sich derzeit ja oft wieder, sind glücklicherweise dank immer wiederkehrender Narrative und gleicher Muster aber meistens schnell durchschau- und entlarvbar.

      Bleibt alle gesund!
      Frank

    2. Michaal

      Lieber Lukas,

      ich berufe mich dabei nicht nur auf eine Zahl, sie zwar Fakt ist, aber ich wollte auch keine wissenschaftliche Arbeit zu dem Thema hier reinschreiben.
      Um die Antwort kurzbzu halten, du darfst gerne die immer gleichen, meist auch sehr sinnvollen Argumente der Lockdowngegner (und als Absolvent eines Jurastudiums kann ich zmdst auch die teilweise haarsträubenden rechtlichen Verfehlungen der Bundesregierung ganz gut beurteilen) kritisieren, nur leider höre ich von Befürwortern eines Lockdowns nie einen sinnvollen Grund, warum ein Lockdown sinnvoll ist. Der Effekt eines Lockdowns, der nur minimal ist und in keinem Verhältnis zu den massiven Grundrechtseinschränkungen steht, hält doch nicht an, sobald der Lockdown beendet ist. Du brauchst also einen Dauerlockdown…und dann? Was ist die Lösung.
      Leider hat die niemand. Also pauschal alle wegsperren. Achja und natürlich das Totschlagargument ,,die Gesundheit ist wichtiger als die Freiheit”. Schwierig. Wie gesagt, das stimmt so nicht. Denn dann dürfte man auch den Straßenverkehr einstellen, weil hier ja dann auch die Gefahr, jmd könnte überfahren werden, ünerwiegen müsste.
      Leider ist die Coronadiskussion abgedriftet in einen richtig/falsch Kurs…man diskutiert nicht über eine gute Lösung für alle,sondern jeder denkt, er hat recht, und die andere Seite liegt falsch…
      Sportliche Grüße Michi

  7. Kersten Kohlen

    Hallo Frank,
    hallo Nils,

    als rekrutierter Rennradfahrer im Triathlon kann ich euch nur empfehlen eine 300 km RR-Tour in Angriff zu nehmen. Einfach draufsetzen und treten. Ob 180 km oder 300 km macht keinen Unterschied. Mein Highlight ist seit einigen Jahren die Vätternrundan in Schweden. Von Motala (950 km von Hamburg entfernt) einmal im Uhrzeigersinn um den Vätternsee. Stets Mitte Juni. Just vor einigen Tagen ist der Termin Juni 2021 auf September 2021 verschoben worden. Ich werde 2022 wieder fahren, da ich mir bei einer Startzeit nach 24 Uhr das Erlebnis eines nicht endenden Tages – die Sonne geht nicht ganz unter – nicht entgehen lassen möchte. Nachts um 3 feiern dich die Einheimischen mit lautem Applaus…
    Der deutsche “Ableger” Mecklenburgische Seeenplatte kann diesem Event nicht das Wasser reichen.
    Aber vorsicht, es wird alle 2 Minuten in 50ger Blöcken gestartet und Windschattenfahren ist unumgänglich :).

    Viele Grüsse
    KK

  8. Simon

    Ein entspanntes Grüezi aus der Schweiz. Die Zeit wird es zeigen.
    Vielleicht sind wir nach der Impfung schneller und realisieren neue Bestzeiten?
    Vielleicht sind wir nach der Impfung gesundheitlich beeinträchtigt und stehen womöglich nicht mehr an der Startlinie? Only god knows.
    Es gilt, gerade inmitten der Bedrohungen die Spuren der Chancen zu suchen.
    Sehr oft gelingt das nur, wenn wir nicht auf das (vermeintlich) Gute, sondern auf den Guten fokussieren.
    Es ist der Faktor Gott, der Perspektiven gibt 🙂
    In diesem Sinne an beide “Lager”:
    Meine Hoffnung ist, dass Du und Deine Lieben Gottes Segen erleben.
    Schönen Sonntag
    Simon

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