Bei den „Finals“ von Hannover sicherte sich Laura Lindemann am Samstag ihren sechsten nationalen Meistertitel. Am Steinhuder Meer dominierte sie in einem taktisch geprägten Rennen mit souveränem Schlussspurt.

Laura Lindemann ist wieder einmal Deutsche Meisterin der Elite: Die 30-Jährige vom Team Triathlon Potsdam gewann am Samstagvormittag die Deutsche Meisterschaft über die Triathlon-Sprintdistanz am Steinhuder Meer. Die Titelkämpfe fanden im Rahmen von „Die Finals“ statt und boten von Beginn an ein Rennen, das von Tempo, Taktik und einem finalen Duell geprägt war.
Duo macht sich auf und davon
Über die klassischen Sprint-Distanzen – 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen – gehörte Lindemann früh zur Spitzengruppe. Gemeinsam mit Julia Bröcker (Dr. Loges Triathlon Team Lüneburg) prägte sie das Renngeschehen an der Spitze und ließ im Verlauf des Rennens keinen Zweifel daran, dass der Titel nur über dieses Duo führen würde.
Entscheidend wurde es auf der Laufstrecke – und zwar bis in die letzten Meter hinein. Auf der finalen Laufrunde lieferten sich Lindemann und Bröcker ein Duell um jede Position, jeden Antritt und jeden taktischen Moment – wobei Lindemann nie den Eindruck machte, den Kampf um Gold nicht unter Kontrolle zu haben. Erst auf den letzten 100 Metern zog Lindemann das Tempo noch einmal deutlich an und machte mit einem starken Finish den Unterschied. Nach 57:16 Minuten jubelte Lindemann über ihren sechsten Deutschen Meistertitel. Hinter ihr wurde Bröcker in 57:18 Minuten Zweite, Rang drei ging an Selina Klamt (HYLO Team Viernheim/Saar) in 57:52 Minuten.

„Es fühlt sich gut an“
Nach dem Rennen zeigte sich die frischgebackene Meisterin entsprechend zufrieden: „Es fühlt sich gut an. Das Ziel für dieses Wochenende ist mit dem sechsten Titel definitiv erreicht, und ich freue mich, dass es so gut geklappt hat“, sagte Lindemann. Sie beschrieb ein Rennen „so, wie ich es mir vorgestellt habe“: gutes Schwimmen, auf dem Rad Zusammenarbeit und Taktieren – „bei Meisterschaftsrennen gehört das dazu“ – und beim Laufen der Fokus auf den Schlusssprint als verlässliche Stärke.
Vizemeisterin „sehr glücklich“
Auch Julia Bröcker konnte dem hauchdünnen Ausgang Positives abgewinnen. Die Lüneburgerin war „sehr glücklich mit dem Rennen“ und betonte: „Es hat sehr viel Spaß gemacht, und ich bin sehr glücklich mit dem Rennen. So kann es gerne weitergehen.“ Mit Platz zwei im Gesamtklassement sicherte sie sich zugleich den Deutschen Meistertitel in der U23-Kategorie; dahinter folgten in der U23-Wertung Jule Behrens (DSW 12 Darmstadt; 57:56) und Felipa Herrmann (Absolute Teamsport KTT01; 58:51).
Mit Lindemanns sechstem DM-Titel im Live-TV, Bröckers starkem U23-Gold und einem Finale, das erst im Schlusssprint entschieden wurde, hat das Steinhuder Meer eine öffentlichkeitswirksame Meisterschaft bei bestem Sommerwetter geliefert. Das Rennen der Männer startet am Sonntag um 10:20 Uhr und wird live in der ARD übertragen.











