Den Schritt auf die berühmten 226 Kilometer der Langdistanz zu wagen, bedeutet Veränderung. Für das Training, aber auch für die Sicht auf das Leben. Eine Betrachtung des Wegs, der scheinbar Unmögliches Wirklichkeit werden lässt.
Nils Flieshardt / spomedis Der große Moment: Beim ersten Zieleinlauf einer Langdistanz gilt es, jede Sekunde aufzusaugen – Erinnerungsmaterial für die Ewigkeit.
Verrückte! Alle miteinander. Es muss um das Jahr 2012 gewesen sein, als Sebastian Kienle im öffentlich-rechtlichen Fernsehen seinen damaligen Job erklärte. Zunächst schwimme er (in meiner Erinnerung) eine Strecke, die so lang ist, wie von Konstanz durch den Bodensee nach Überlingen. Dann ginge es im übertragenen Sinn mit dem Fahrrad an den nördlichen Rand von Stuttgart und schließlich zu Fuß weiter bis nach Heilbronn. Auch Menschen, die sich in Baden-Württemberg nicht auskannten, konnten erahnen: Das ist verdammt weit. Und es ist absolut verrückt.
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Selbst Kienle gab damals zu, dass es auch für ihn absurd klänge, wenn er dieses Von-Stadt-zu-Stadt-Szenario vor Augen habe. Ich saß vor dem Fernseher und pflichtete ihm bei. Absolut unrealistisch. 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und 42,195 Kilometer laufen: Eine Aufzählung, die allein vielleicht noch nicht viel auslöst, weil die Zahlen nicht greifbar sind. Erst im Vergleich wird es beängstigend. Vor allem, wenn man Erfahrung mit den Einzeldisziplinen hat.
Getty Images for Ironman Traumstart: Wer in der Bucht von Kailua-Kona auf Hawaii auf den Knall der Kanone warten darf, hat im Grunde bereits (fast) alles erreicht.
Wie viel Sport passt in einen Tag?
Da für untrainierte „Nichtschwimmer“ selbst 25 Meter eine Herausforderung darstellen, ignorieren wir die erste Disziplin mal geflissentlich und suchen nach einem guten Anhaltspunkt fürs Radfahren. So klingen zum Beispiel 90 Kilometer für die meisten Nichttriathleten nach einer soliden Tagestour. Absolut ausreichend, um im Anschluss guten Gewissens mit einem Kaltgetränk die Füße hochzulegen und die Heldengeschichten eines erfüllten Sporttags zu verkünden. Dass die Langdistanz den doppelten Einsatz verlangt, wäre im Grunde
Da für untrainierte „Nichtschwimmer“ selbst 25 Meter eine Herausforderung darstellen, ignorieren wir die erste Disziplin mal geflissentlich und suchen nach einem guten Anhaltspunkt fürs Radfahren. So klingen zum Beispiel 90 Kilometer für die meisten Nichttriathleten nach einer soliden Tagestour. Absolut ausreichend, um im Anschluss guten Gewissens mit einem Kaltgetränk die Füße hochzulegen und die Heldengeschichten eines erfüllten Sporttags zu verkünden. Dass die Langdistanz den doppelten Einsatz verlangt, wäre im Grunde
Da für untrainierte „Nichtschwimmer“ selbst 25 Meter eine Herausforderung darstellen, ignorieren wir die erste Disziplin mal geflissentlich und suchen nach einem guten Anhaltspunkt fürs Radfahren. So klingen zum Beispiel 90 Kilometer für die meisten Nichttriathleten nach einer soliden Tagestour. Absolut ausreichend, um im Anschluss guten Gewissens mit einem Kaltgetränk die Füße hochzulegen und die Heldengeschichten eines erfüllten Sporttags zu verkünden. Dass die Langdistanz den doppelten Einsatz verlangt, wäre im Grunde
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Nils Flieshardt ist Chefredakteur der Zeitschrift triathlon und seit über 15 Jahren als Radexperte im Einsatz. Wenn er nicht am Rechner sitzt, findet man ihn meist hinter der Kamera auf irgendeiner Rennstrecke oder in Laufschuhen an der Elbe. Als Triathlet ist er mehr finish- als leistungsorientiert, aber dafür auf allen Distanzen zu Hause.
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