Gültig ab 2026: WADA veröffentlicht neue Doping-Verbotsliste

Die Welt Anti-Doping Agentur (WADA) hat die Verbotsliste für 2026 veröffentlicht. Neu geregelt sind unter anderem Dosierungen für Asthmamedikamente, der Einsatz von Kohlenmonoxid sowie neue Stimulanzien. Auch das Monitoring-Programm wird erweitert.

Kovop58 / Dreamstime

Die Welt Anti-Doping Agentur (WADA) hat die aktualisierte Verbotsliste für das Jahr 2026 vorgestellt. Sie tritt am 1. Januar 2026 in Kraft und legt fest, welche Substanzen und Methoden im Sport verboten sind. Die Liste wird jährlich überarbeitet und ist für alle Unterzeichner des Welt Anti-Doping Codes verbindlich.

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Wichtige Änderungen im Überblick

Beta-2-Agonisten (Klasse S3)

  • Für das Asthmamedikament Salmeterol gelten neue Vorgaben:
    • Maximal 100 Mikrogramm innerhalb von 8 Stunden erlaubt.
    • Die Tageshöchstdosis bleibt bei 200 Mikrogramm.

Manipulation von Blut und Blutbestandteilen (Klasse M1)

  • Klarstellung: Blutentnahmen sind nur erlaubt
    1. zu analytischen Zwecken (medizinische Tests, Dopingkontrollen) oder
    2. zu Spendezwecken in offiziellen Spendezentren.
  • Weiterhin zulässig: Blutabnahmen im Rahmen medizinischer Behandlungen, z. B. bei Plättchenreichem Plasma (PRP).
  • Neu aufgenommen: M1.4 – Verbot des nicht-diagnostischen Gebrauchs von Kohlenmonoxid (CO).
    • Hintergrund: CO kann unter bestimmten Bedingungen die Bildung roter Blutkörperchen steigern.
    • Zulässig bleibt der diagnostische Einsatz, etwa zur Bestimmung der Hämoglobinmasse oder der Lungenfunktion.

Gen- und Zelldoping (Klasse M3)

  • Erweiterung: Auch die Anwendung von Zellbestandteilen wie Mitochondrien oder Ribosomen zur Leistungssteigerung ist künftig verboten.

Stimulanzien (Klasse S6)

  • Neu auf der Liste: Flmodafinil und Fladrafinil, die bereits in Nahrungsergänzungsmitteln nachgewiesen wurden.

Weitere Anpassungen

  • Zusätzliche Beispiele in den Klassen S2 (Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, Mimetika) und S4 (Hormon- und Stoffwechsel-Modulatoren) sollen die Identifizierung verbotener Substanzen erleichtern.

Anpassungen im Monitoring-Programm

  • Ab 2026 überwacht die WADA verstärkt die Substanzen Semaglutid und Tirzepatid, die aus der Diabetes-Therapie bekannt sind.
  • Ziel ist es, einen möglichen Missbrauch zur Leistungssteigerung innerhalb und außerhalb von Wettkämpfen frühzeitig zu erkennen.

Veröffentlichung und Gültigkeit

Die englische Version der WADA-Verbotsliste 2026 sowie Erläuterungen zu den Änderungen und das Monitoring-Programm sind bereits online abrufbar. Die deutsche Übersetzung wird zum Jahreswechsel bereitgestellt.

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Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und hat 2023 beim Ironman Frankfurt ihre erste Langdistanz absolviert. Es war definitiv nicht die letzte.

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