Meeresrauschen statt Studiotechnik: Die erste ALOHA-FRIDAY-Folge direkt von Big Island ist da. Frank Wechsel und Lars Wichert melden sich aus Kailua-Kona – mit schwülheißen Eindrücken von der Anreise, einer Streckenkunde durchs berüchtigte Energy Lab und einer Verbeugung vor den ältesten Deutschen, die sich in gut einer Woche der Ironman-WM stellen.

Gut eine Woche vor dem Rennen sitzen die beiden direkt am Pazifik, dort, wo bald der Nachzielbereich aufgebaut wird. Die Vögel und das Meer im Hintergrund sind diesmal nicht vom Band eingespielt, sondern echt. Und auch das Klima ist echt – echter, als manchem lieb sein dürfte: „Es ist drückend, es ist schwül, so habe ich es die letzten Jahre nicht erlebt“, sagt Frank. Lars Wichert beschreibt den Moment nach der Landung wie das Laufen gegen eine Wand. Selbst das Meer bietet keine Abkühlung: Wer morgens zum Schwimmen ins Wasser steigt, fühlt sich eher an eine Badewanne erinnert.
Halawai: Der Treffpunkt der Szene
Das hawaiianische Wort der Woche heißt diesmal „Halawai“ – das Treffen, die Zusammenkunft, der Treffpunkt. Besser lässt sich kaum beschreiben, was in diesen Tagen in Kailua-Kona passiert: Mit jedem Flieger wird der Ort voller, Ironman beginnt mit dem Aufbau, und am Pier mischen sich Profis und Agegrouper wie selbstverständlich. Man geht morgens mit ehemaligen Weltmeistern ins Wasser, trifft Profis im Supermarkt – und nimmt sich Zeit für einen Smalltalk. „Das kann man sich im Tennis und Fußball nicht vorstellen“, so Frank. Hier gilt eben, was auf Hawaii „Ohana“ heißt: Die Szene ist eine Familie.
Streckenkunde: Zehn Kilometer Energy Lab
Im wöchentlichen Streckencheck geht es diesmal um den Abschnitt, der zwischen Queen K und Queen K liegt – und über Sieg und Einbruch entscheiden kann: das Natural Energy Lab. Wer von der Palani Road kommt, hat erst einmal zehn Kilometer Highway vor sich, ehe es überhaupt hineingeht. Dann wartet eine Verpflegungsstation am Eingang, danach führt die Strecke bergab bis ans Meer – der erste Teil steiler als der zweite.
Unten herrscht eine besondere Atmosphäre zwischen Industriebaracken, in denen an neuartigen Energiesystemen geforscht wird und Algen gezüchtet werden – „Endzeitstimmung“, findet Frank. Wichtig für alle Agegrouper: Die Verpflegungsstation im unteren Teil gibt es nur auf dem Rückweg. Dort werden die Startnummern gecheckt, denn hier liegen auch die Special-Needs-Beutel bereit. Insgesamt stehen rund zehn Kilometer im Energy Lab an – fünf hinein, fünf hinaus, mit einigen Höhenmetern auf dem Rückweg. Die Belohnung: Wer das Energy Lab Richtung Sonnenuntergang passiert, läuft durch eines der ikonischsten Fotomotive des Triathlonsports – schwarze Lava, tiefstehende Sonne, lange Schatten.
Männer 70 bis 74: Die Vorbilder im Team Germany
In der Altersklassen-Rubrik widmen sich die beiden diesmal den Männern 70 bis 74 – aus deutscher Sicht sind dort vier Athleten am Start. Darunter der amtierende Altersklassen-Weltmeister von Nizza, Johannes Dietrich, der bereits sieben WM-Teilnahmen gesammelt hat. Besonders beeindruckt zeigt sich das Duo von Raimond Gailis, der schon 1984 mit dem Triathlon begonnen hat und dessen erste WM-Teilnahme auf das Jahr 1989 zurückgeht – damals noch in der Altersklasse 30 bis 34. Nach Starts 2004, 2007 und 2009 und Platz vier in Nizza im vergangenen Jahr steht nun wieder Hawaii an. Für Frank ist er schlicht „die coolste Socke“ im TEAM GERMANY KONA26 – powered by ROUVY: gelebte und gezeigte Lebensfreude im Triathlon. Und ans Aufhören denkt er nicht – vielleicht, so sagt er selbst, komme er in zehn Jahren wieder. Dann wäre er 81.
Norman Stadler und die Watt-Frage
Eine Anekdote vom Pier liefert Stoff für Materialdiskussionen: Hawaii-Sieger Norman Stadler, 2004 und 2006 Champion in Kona, war mit seinem aktuellen Rad im Windkanal – und zum Vergleich auch mit seiner Maschine von damals. Das überraschende Ergebnis: Das Rad allein machte gar nicht den großen Unterschied. Rund 26 Watt Ersparnis kommen nach dieser Erfahrung vor allem aus dem Zusammenspiel von Einteiler und Helm – also von der Aerodynamik am Athleten selbst. Lars, zweimaliger Ruder-Olympiateilnehmer und amtierender Hawaii-Sieger seiner Altersklasse, kann dazu aus eigener Erfahrung berichten.
Luau, Poke und Poi: Hawaii abseits der Strecke
Weil die beiden nicht nur Triathleten, sondern auch ein bisschen Touristen sind, gibt es auch diesmal einen Blick neben die Strecke: auf das Luau, das traditionelle hawaiianische Festessen. Dazu gehören der Imu, ein Erdofen, in dem ein ganzes Schwein den Tag über gart, Poke – roher Thunfisch, angerichtet wie ein nicht gerolltes Sushi – und Poi, ein Stärkemus, das nach Einschätzung der beiden erstaunlich gut zum Carboloading in der Rennwoche passen würde. Hula-Tänze und der abschließende Feuertanz inklusive.
In der kommenden Woche melden sich die beiden wieder – dann ist Race Week in Kailua-Kona. Die ganze Folge mit allen Eindrücken von Big Island gibt es im ALOHA FRIDAY bei Carbon & Laktat, dem Podcast von tri-mag.de und der Zeitschrift triathlon – jetzt überall hören, wo es Podcasts gibt.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Podigee. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenWerbung in dieser Folge
Presenter: ROUVY – Titelsponsor des TEAM GERMANY KONA26; die Original-Kona-Strecke vorab virtuell fahren unter rouvy.com.
feels.like – 10 % Rabatt mit dem Code CL10 und 100-Tage-Geld-zurück-Garantie unter feelslike.sport.
OMNi-POWER® – 20 % Rabatt im Onlineshop mit dem Code KONAGER26 (gültig im Oktober) unter omni-power.com.
ERDINGER Active TEAM – Community mit 5.000 Sportlern, Startplätzen und Partnerrabatten unter erdinger-active-team.de.
TT SPORTS – Camps, Coaching und Community aus einer Hand unter topteam-sports.com.









