Beim Ironman 70.3 Aix-en-Provence beginnt die europäische Phase der Ironman Pro Series. Im Fokus steht Laura Philipp, die ihr erstes Rennen des Jahres bestreitet. Auch Rico Bogen, Tanja Neubert, Lasse Priester und weitere deutsche Profis sind gemeldet.
Ingo Kutsche Nächste Woche startet Laura Philipp in die Saison 2026.
Der Ironman 70.3 Aix-en-Provence am 17. Mai ist in diesem Jahr die fünfte Station der Ironman Pro Series. Insgesamt sind knapp 100 Profis gemeldet. Neben 50.000 US-Dollar Preisgeld geht es um jeweils drei Startplätze pro Geschlecht für die Ironman-70.3-WM 2026 in Nizza.
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Aus deutscher Sicht richtet sich der Blick vorrangig auf Laura Philipp. Die Ironman-Weltmeisterin von 2024 bestreitet in Aix-en-Provence ihr erstes Rennen der Saison. Zuletzt war die 39-Jährige im Oktober 2025 bei der Ironman-WM auf Hawaii gestartet und hatte dort den dritten Platz belegt. Bereits im Februar hatte Philipp den Saisonstart mit einem kleinen Ratespiel auf Social Media angekündigt. Nach gesundheitlichen Problemen in den vergangenen Wochen wird Aix-en-Provence zum ersten Formtest des Jahres.
Großes Favoritinnenfeld
Für Philipp ist das Rennen zugleich der Auftakt in eine anspruchsvolle erste Saisonhälfte. Am 7. Juni ist sie beim Ironman Hamburg gemeldet, am 5. Juli soll die Titelverteidigung bei der Challenge Roth folgen. In Aix trifft sie auf ein stark besetztes Feld über die Mitteldistanz. Die Französin Marjolaine Pierré kehrt als Vorjahressiegerin zurück und reist nach Platz vier beim Ironman 70.3 Valencia mit erster Rennerfahrung an. Auch Tanja Neubert zählt zu den deutschen Namen, die in Südfrankreich besonders im Blick stehen dürften. Die 25-Jährige belegte 2025 bei der Ironman-70.3-WM in Marbella Rang drei und überzeugte zuletzt beim Auftakt der WTCS.
Weitere internationale Konkurrenz kommt unter anderem von Imogen Simmonds aus der Schweiz, Lisa Perterer aus Österreich sowie India Lee, Lizzie Rayner und Fenella Langridge aus Großbritannien. Rayner wurde im vergangenen Jahr Zweite in Aix-en-Provence. Langridge ist in diesem Jahr ebenfalls für die Challenge Roth angekündigt. Aus deutscher Sicht stehen neben Philipp und Neubert auch Daniela Kleiser, Laura Jansen, Sarah Schönfelder, Franziska Hofmann und Sophia Stückrad Deboy auf der Startliste.
Neun deutsche Männer gemeldet
Peter Jacob / spomedis Der ehemalige Ironman-70.3-Weltmeister Rico Bogen geht mit der Startnummer eins ins Rennen.
Bei den Männern ist das deutsche Aufgebot ebenfalls groß. Da Vorjahressieger Kristian Blummenfelt nicht gemeldet ist, trägt Rico Bogen die Startnummer eins. Der Name des Ironman-70.3-Weltmeister von 2023 ist einer der auffälligsten im Feld. Bei der Ironman-70.3-WM 2025 in Marbella hatte Bogen den schnellsten Bikesplit erzielt und dürfte auch in Aix zu den Athleten zählen, die das Rennen auf dem Rad prägen können.
Mit Jan Stratmann, Lasse Priester, Justus Nieschlag, Finn Große-Freese, Nicolas Mann, Maximilian Sperl, Nick Emde und Marcus Herbst sind weitere deutsche Profis in Frankreich am Start. Priester kommt mit Rückenwind aus Valencia, wo er beim Ironman 70.3 Zweiter wurde und sich bereits seinen WM-Slot sichern konnte. Stratmann gehört nach seiner starken Radleistung beim Ironman Texas ebenfalls zu den Athleten, die für Dynamik in der Spitzengruppe sorgen können. Bei ihm wird entscheidend sein, dass die läuferischen Qualitäten auf dem Halbmarathon abgerufen werden können.
International wird das Männerfeld von mehreren bekannten Namen ergänzt. Pierre Le Corre startet auf heimischem Boden, nachdem er im März beim Ironman Neuseeland bei seinem Langdistanzdebüt Zweiter geworden war. Auch Rudy Von Berg, Kristian Høgenhaug, Kyle Smith, Jamie Riddle und Simon Viain stehen auf der Liste. Viain wurde im vergangenen Jahr Dritter in Aix-en-Provence und belegte zuletzt Rang vier beim Ironman 70.3 Valencia.
Statistiken: Ironman 70.3 Aix-en-Provence
🇫🇷
1,9 km Swim · 90 km Bike · 21,1 km Run
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Entwicklung der Siegerzeiten
Die Gesamtsieger
Jahr
Sieger Männer
Zeit
Siegerin Frauen
Zeit
2026
Michele Bortolamedi (ITA)
★3:38:54
Marjolaine Pierré (FRA)
★4:08:27
2025
Kristian Blummenfelt (NOR)
3:41:08
Marjolaine Pierré (FRA)
4:11:57
2024
Ruben Zepuntke (GER)
3:47:23
Marion Legrand (FRA)
4:21:32
2023
Dylan Magnien (FRA)
3:50:59
Emma Pallant-Browne (GBR)
4:17:30
2022
Clément Mignon (FRA)
3:50:50
Barbara Riveros (CHI)
4:23:27
2021
Arthur Horseau (FRA)
3:55:06
Imogen Simmonds (SUI)
4:22:55
2019
Andreas Böcherer (GER)
3:52:16
Emma Pallant-Browne (GBR)
4:19:56
2018
Andreas Böcherer (GER)
3:53:09
Manon Genet (FRA)
4:24:22
2017
Bertrand Billard (FRA)
3:55:18
Emma Bilham (SUI)
4:29:36
20161
Bertrand Billard (FRA)
3:30:32
Tine Deckers (BEL)
3:56:18
2015
Andreas Böcherer (GER)
3:57:21
Gabriella Zelinka (HUN)
4:33:32
2014
Bertrand Billard (FRA)
3:58:27
Jeanne Collonge (FRA)
4:27:11
2013
Filip Ospaly (CZE)
3:55:24
Susie Cheetham (GBR)
4:28:21
2012
Cyril Viennot (FRA)
4:01:00
Mary Beth Ellis (USA)
4:25:17
20112
Stéphane Poulat (FRA)
3:49:43
Jeanne Collonge (FRA)
4:17:42
1 2016: Wegen der niedrigen Temperturen wurde das Schwimmen abgesagt
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Nach dem Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln ist Jan Luca Grüneberg seit 2022 bei spomedis und wurde dort zum Redakteur ausgebildet. Wenn er gerade mal nicht trainiert, hört oder produziert er wahrscheinlich Musik.
Kristian Blummenfelt startet erstmals bei der Challenge Roth und geht als Top-Favorit ins Rennen. Vorjahressieger Sam Laidlow, Hawaii-Sieger Patrick Lange, Jonas Schomburg und Langdistanzdebütant Rico Bogen könnten dem Norweger den Triumph jedoch streitig machen.
Laura Philipp wird nicht bei der Challenge Roth 2026 an den Start gehen. Die Vorjahressiegerin begründet ihren Verzicht mit einem Satz, der im Profisport oft zu spät kommt: "Gesundheit geht vor."
Bevor am Sonntag der Startschuss zur Challenge Roth 2026 fällt, haben sich heute die Topstars im Rahmen der Pressekonferenz getroffen und ihre Ziele und Erwartungen an den Renntag definiert.
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