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Ironman Frankfurt: Ein Franzose auf dem Rad an der Spitze, vier Deutsche starten in den Top Ten zum Halbmarathon

Der Mainova Ironman Frankfurt geht in die heiße Phase. Auf dem Rad hat sich der Franzose Nathan Guerbeur leicht abgesetzt, die Favoriten befinden sich jedoch in Reichweite.

Frank Wechsel / spomedis Der Franzose Nathan Guerbeur drückt dem Radfahren beim Ironman Frankfurt seinen Stempel auf.

Mit erwartungsgemäß ordentlich Druck auf dem Pedal nehmen die Profis die wegen Hitze verkürzte Radstrecke (125 statt knapp 180 Kilometer) in Angriff. Von Position 24 pflügt sich der Franzose Nathan Guerbeur durchs Feld und übernimmt bereits bis zur Zeitmessung bei Kilometer 13,5 die Führung. Als ehemaliger Duathlon-Weltmeister auf der Kurzdistanz verfügt der 30-Jährige insbesondere über eine starke Rad-Lauf-Kombination. Abschütteln kann er seine Konkurrenz nicht, in der Führungsgruppe befinden sich direkt hinter Guerbeur unter anderem Gustav Iden, Jamie Riddle und Jan Stratmann.

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Frank Wechsel / spomedis Jamie Riddle hält sich auf dem Rad in der direkten Verfolgergruppe.

Wenig erfreulich verläuft die zweite Disziplin für Finn Große-Freese, der mit Problemen nach hinten abfällt. Dafür können sich andere des (erweiterten) Favoritenkreises nach vorn arbeiten, darunter auch die Deutschen Nick Emde und Ruben Zepuntke. Letzterer fährt sogar an Position zwei hinter Guerbeur auf die zweite Radrunde mit knapp 30 Sekunden Rückstand. Bei diesem Abstand zwischen dem führenden Franzosen und den Verfolgern bleibt es auch im Verlauf der zweiten Radrunde. 

Nils Flieshardt / spomedis Wilhelm Hirsch zeigt auch auf dem Rad ein starkes Rennen.

Guerbeur setzt sich ab

In wechselnder Reihenfolge fahren Jamie Riddle, Gustav Iden und Casper Stornes in der direkten Verfolgung. Deren Zusammenarbeit scheint zu funktionieren, sie können die nächste größere Verfolgergruppe (Antonio Benito Lopes, Nick Emde, Jan Stratmann, Kacper Stepniak, Ruben Zepuntke und Wilhelm Hirsch) auf rund zwei Minuten Abstand halten. Unter den nächsten Verfolgern befinden sich unter anderem die Mitfavoriten Vincent Luis und Magnus Ditlev, allerdings mit etwa vier Minuten Rückstand auf die Spitze. Knapp zehn Kilometer vor der zweiten Wechselzone macht Guerbeur noch einmal einen Move nach vorn und vergrößert seinen Vorsprung auf knapp eine Minute. Nach 2:41:59 Stunden und knapp 3:35 Stunden Rennzeit steigt Guerbeur als Erster vom Rad.

Frank Wechsel / spomedis Ironman-Weltmeister arbeitet sich auf dem Rad zunächst nach vorn und bleibt dann dort.

Mit einem Rückstand von mittlerweile mehr als einer Minute wechseln Casper Stornes, Jamie Riddle und Gustav Iden als nächstes, von Hektik keine Spur. Erfreulich aus deutscher Sicht: Wilhelm Hirsch (6.), Jan Stratmann (8.), Nick Emde (9.) und Ruben Zepuntke (10.) komplettieren die Top Ten in der zweiten Wechselzone. Vincent Luis und Magnus Ditlev erreichen die zweite Wechselzone als 13. und 15. mit gut fünf Minuten Rückstand auf die Spitze.

Frank Wechsel / spomedis Lili Kramer am Heartbreak Hill in Bad Vilbel.

Deutsche Frau einsam an der Spitze

Der Mainova Ironman Frankfurt ist nicht nur für die Profi-Männer als Europameisterschaft ausgeschrieben, sondern auch für alle Agegroups. Die gesamtführende Frau fährt ein einsames Rennen: Mit über zehn Minuten Vorsprung führt Lili Kramer, die am frühen Morgen das Schwimmen als Zweite beendet hatte, das Ranking an, danach folgen mit Jana Müller und Sarah Karollus ebenfalls deutsche Athletinnen.

Frank Wechsel / spomedis Stimmung am Heartbreak Hill
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Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und hat 2023 beim Ironman Frankfurt ihre erste Langdistanz absolviert. Es war definitiv nicht die letzte.

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