Skandal beim Ironman Hamburg: Auf der Radstrecke sind vorsätzlich Metallsplitter ausgeschüttet worden, nach Athletenaussagen sind mehr als 100 Agegrouper mit platten Reifen davon betroffen.

Beim Ironman Hamburg kam es auf der ersten Radrunde im Bereich Kirchwerder zu einer auffälligen Häufung von Fahrradpannen. Mehrere Athleten berichteten von Metallsplittern im Asphalt, die Reifen beschädigten. Rund 100 bis 150 Athleten mussten teils ihre Fahrt unterbrechen.

Anwohner halfen spontan mit Werkzeug, während andere gegen das Rennen protestierten. Plakate mit Aufschriften wie „Euer Freizeitspaß schrängt uns schon täglich heftig ein – und heute: Gefängnis“ oder mit Mautforderungen für Radfahrende stehen am Straßenrand. Das ist sicher kein strafbares Vergehen. Aber die Polizei ermittelt wegen möglicher Sabotage und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Erste Hinweise deuten auf kaum sichtbare Metallteile hin, die auch Verletzungen verursacht haben sollen. Die Lage gilt als ernst und Athleten versuchen überall, ihre Räder zu reparieren. Die kleinen Metallteile lassen sich wohl auch nicht ganz einfach von der Straße fegen.


Auch einige Profi-Frauen wie die Deutsche Merle Brunée sind betroffen – allerdings trifft es größtenteils Agegrouper, mutmaßlich, da diese häufiger mit Schläuchen statt Tubeless-Set-ups unterwegs sind.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version des Artikels hieß es, dass nur Agegrouper betroffen waren. Wir haben die Information ergänzt, ebenso den Wortlaut eines Plakats.











