Beim Ironman Hamburg geht es für die Profi-Frauen um den Europameistertitel, wichtige Punkte für die Pro Series und sechs Hawaii-Slots. Laura Philipp führt als Vorjahressiegerin ein starkes Feld an.
Am 7. Juni steht Hamburg erneut im Zeichen der Langdistanz. Rund 3.000 Athletinnen und Athleten aus 83 Nationen werden bei der neunten Auflage des Ironman Hamburg erwartet. Das Rennen wird in der „guten Stube“ der Hansestadt ausgetragen: 3,8 Kilometer Schwimmen in der Außen- und Binnenalster, 180 Kilometer Radfahren durch die City und am Deich sowie ein Marathon bei bester Stimmung entlang des Alsterufers.
Ein Feld für Sub8?
Für die Profiathletinnen geht es dabei gleich um mehrere Ziele. Neben dem Europameistertitel werden sechs Slots für die Ironman-WM auf Hawaii vergeben. Zudem ist Hamburg die sechste Station der Ironman Pro Series 2026. Damit sind auch Punkte für die Saisonwertung im Spiel, in der am Jahresende ein Bonuspreisgeld ausgeschüttet wird.
Angeführt wird das Feld von Laura Philipp. Die Heidelbergerin gewann das Rennen 2025 in sensationellen 8:03:13 Stunden und peilt in Hamburg ihren dritten Sieg an. Für Philipp ist der Start zugleich eine Rückkehr an einen Ort, an dem sie zuletzt eines der stärksten Langdistanzrennen ihrer Karriere zeigte. Entsprechend klar dürfte die Rolle der Titelverteidigerin sein: Wer in Hamburg gewinnen will, muss an ihr vorbei. Auch die Acht-Stunden-Marke könnte an einem idealen Tag wackeln. Die Konkurrenz gibt ein entsprechendes Battle auf jeden Fall her.
Zu den größten Herausforderinnen zählt Solveig Løvseth. Die Norwegerin gehört als amtierende Ironman-Weltmeisterin zu den prominentesten Namen im Feld und zeigte bereits mehrfach, dass ihr Langdistanz-Erfolg keine einmalige Sache war. Im vergangenen Jahr belegte sie bei ihrem Langdistanz-Debüt in Hamburg Platz drei. Ebenfalls weit vorn zu erwarten sind Lisa Perterer aus Österreich, die Französin Marjolaine Pierré, Holly Lawrence aus Großbritannien, Katrine Græsbøll Christensen aus Dänemark, India Lee (GBR) und Lotte Wilms aus den Niederlanden. In Person von Lucy Charles-Barclay war ursprünglich eine weitere Ironman-Weltmeisterin gemeldet, sie verzichtet nach ihrem Sieg beim Ironman Lanzarote vor zwei Wochen jedoch auf einen Start.
Aus deutscher Sicht ist das Feld breit besetzt. Neben Laura Philipp stehen Franziska Hofmann, Jenny Jendryschik, Merle Brunnée, Lisa Gerß, Johanna Ahrens, Antonia Milowsky, Stephanie Wunderle und Mareike Guhl auf der aktuellen Startliste. Damit sind insgesamt neun deutsche Profiathletinnen gemeldet. Für einige von ihnen dürfte Hamburg vor heimischem Publikum vor allem eine Chance sein, sich im internationalen Feld zu positionieren. Auch die Chancen für einen Kona-Slot stehen nicht schlecht. Sieben Athletinnen sind bereits qualifiziert, die im Kampf um die WM-Tickets keine Rolle spielen: Solveig Løvseth, die Australierin Charlotte McShane, Kate Curran (GBR), Katrine Græsbøll Christensen, Franziska Hofmann, Lotte Wilms und Marta Lagownik aus Polen.
Anspruchsvolle Strecke für starke Radbeine
Triathlon in Hamburg heißt: Es darf in der Alster geschwommen werden. Nach dem Start vom Jungfernstieg geht es hinaus in die Außenalster, wieder zurück und durch die Binnenalster zum Schwimmausstieg auf dem Rathausmarkt, nur wenige Meter vom Zielbereich entfernt. Die Radstrecke in Hamburg ist vor allem eines: flach. Die Aero-Position muss nur selten verlassen werden, die Windverhältnisse können eine entscheidende Rolle spielen. Wie bei bisher jeder Austragung wurde der Verlauf der knapp 180 Kilometer leicht angepasst. Der Innenstadt-Teil führt etwas weiter in den Hamburger Westen, über die Elbchaussee und den Stadtteil Ottensen geht es zurück, vorbei am Fischmarkt und schließlich raus an „den Deich“. Hier wird je nach Bedingungen gegen den Wind gedrückt oder mit ihm geflogen, nach einer Wendeschleife geht es auf identischer Strecke zurück auf die zweite Runde oder zurück in die Wechselzone. Der Marathon verläuft schließlich in vier Runden zum Großteil am westlichen Alsterufer entlang und durch die Innenstadt.
Kostenfreier Livestream, auch mit deutschem Kommentar
Selbstverständlich wird das Rennen live und kostenfrei übertragen. Sportschau.de zeigt das komplette Spektakel live, es kommentiert Dirk Froberg. Den internationalen Stream gibt es auf dem YouTube-Kanal von Ironman sowie bei Dazn.
Startliste: Ironman Hamburg
Eines der Rennen, das jedes Jahr am schnellsten ausgebucht ist – auch wenn sich jährlich die Radstrecke ändert: Der Ironman Hamburg ist pfeilschnell trotz langer Wechselzone auf dem Ballindamm. Die Stimmung in der Stadt: alles andere als hanseatisch kühl.
Startliste
Startliste 28 Starter · 8 × 🇩🇪 | 1 × 🇦🇹
| Bib | Name | Land |
|---|---|---|
| F1 | Laura Philipp | 🇩🇪GER |
| F2 | Solveig Løvseth | 🇳🇴NOR |
| F4 | Lisa Perterer | 🇦🇹AUT |
| F5 | Holly Lawrence | 🇬🇧GBR |
| F6 | Katrine Christensen | 🇩🇰DEN |
| F7 | India Lee | 🇬🇧GBR |
| F8 | Lotte Wilms | 🇳🇱NED |
| F9 | Marjolaine Pierré | 🇫🇷FRA |
| F12 | Kate Curran | 🇬🇧GBR |
| F14 | Marta Lagownik | 🇵🇱POL |
| F15 | Jenny Jendryschik | 🇩🇪GER |
| F16 | Merle Brunnée | 🇩🇪GER |
| F17 | Charlotte Mcshane | 🇦🇺AUS |
| F18 | Fenella Langridge | 🇬🇧GBR |
| F19 | Lisa Gerß | 🇩🇪GER |
| F20 | Justine Guerard | 🇫🇷FRA |
| F21 | Shiva Leisner | 🇩🇰DEN |
| F22 | Johanna Ahrens | 🇩🇪GER |
| F23 | Kaidi Kivioja | 🇪🇪EST |
| F24 | Rachel Brown | 🇬🇧GBR |
| F25 | Marie Ingerhed | 🇸🇪SWE |
| F26 | Antonia Milowsky | 🇩🇪GER |
| F27 | Stephanie Wunderle | 🇩🇪GER |
| F28 | Mareike Guhl | 🇩🇪GER |
| F29 | Maaike Vooren | 🇳🇱NED |
| F30 | Miranda Tomenson | 🇨🇦CAN |
| F31 | Gabriela Kaczka-Sanak | 🇵🇱POL |
| F32 | Serena Carter | 🇬🇧GBR |