Platz sechs und Platz neun reichen den beiden deutschen Athleten Frederic Funk und Dominik Sowieja beim Ironman Lake Placid, um sich erstmals für die Ironman-WM auf Hawaii zu qualifizieren. Das Rennen in den USA gewinnen der Belgier Marten Van Riel und die Kanadierin Paula Findlay.
Jeweils vier Kona-Slots gab es beim Ironman Lake Placid zu ergattern, bei den Männern gingen zwei davon an deutsche Athleten: Frederic Funk kam nur zwei Wochen nach seinem Start bei der Challenge Roth nach 8:04:29 Stunden ins Ziel – Platz sechs für den 28-Jährigen. Damit sicherte sich Funk bei der vierten Langdistanz seiner Karriere erstmals die Qualifikation für die Ironman-WM auf Hawaii.
Das gleiche Kunststück gelang Dominik Sowieja, der mit einer Zeit von 8:14:30 Stunden Neunter wurde. Auch für den 34-Jährigen ist es die erste Hawaii-Quali, wenngleich der Baden-Württemberger bereits im Vorjahr bei der Ironman-WM dabei war, seinerzeit in Nizza.
Marten Van Riel gewinnt souverän – mit neuem Strecken- und Laufrekord
In einem stark besetzten Feld auf einem anspruchsvollen Kurs in Lake Placid im Bundesstaat New York war das möglich, weil auf den ersten acht Plätzen sechs Athleten landeten, die bereits für Hawaii qualifiziert sind: Marten Van Riel, Matthew Marquardt, Ben Kanute, Rudy Von Berg, Cameron Wurf und Trevor Foley. Neben Funk und Sowieja sicherten sich Jason West (USA) als Vierter und der Däne Kristian Høgenhaug auf Rang zehn die Kona-Slots.
Einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg beim Ironman Lake Placid fuhr Marten Van Riel ein. Der Belgier verbesserte mit seiner Zeit von 7:41:57 Stunden den Streckenrekord von Matthew Marquardt aus dem Vorjahr um etwas mehr als acht Minuten. Van Riels Marathon in 2:34:49 Stunden ist ebenfalls eine Bestmarke dieses traditionsreichen Rennens.
Vorjahressieger Marquardt wird Zweiter
Vorjahressieger Matthew Marquardt wurde Zweiter (wie schon 2024 an derselben Stelle), die Endzeit des US-Amerikaners betrug 7:46:11 Stunden. Sein Landsmann Ben Kanute komplettierte das Podium (7:58:23 Stunden).
Dritter Deutscher am Start war Lukas Stahl, der den Wettkampf nach 8:50:37 Stunden auf Platz 20 beendete.
Eine Debütantin triumphiert in Lake Placid – und läutet die Glocke
Das Frauenrennen gewann eine Langdistanzdebütantin: Paula Findlay ging in Lake Placid als 37-Jährige erstmals auf die 226 Kilometer – und legte ein fantastisches Rennen mit einem nie gefährdeten Sieg hin. Die kanadische Mitteldistanz-Expertin (14 Ironman-70.3-Siege) kam nach 8:47:43 Stunden ins Ziel. Allerdings nicht ohne kurz vorher dem Triumph noch die Glocke für Debütanten auf der Langdistanz zu läuten. Damit ist Findlay auch erstmals für Hawaii qualifiziert.
Auf dem Rad hielt Marta Sanchez noch mit, aber auf der Laufstrecke musste die Spanierin abreißen lassen. Sie wurde Zweite nach 8:51:30 Stunden. Auf Platz drei kam Rachel Zilinskas aus den USA nach 9:04:13 Stunden ins Ziel.
Deutsche Athletinnen waren nicht am Start. Die Österreicherin Lisa Perterer, im Vorjahr noch Zweite in Lake Placid, musste sich diesmal mit Platz fünf zufriedengeben. Ihre Endzeit: 9:06:04 Stunden.