triathlon+
Zahl des Tages
42

Am 22. September 1984, also heute vor 42 Jahren,

Weiterlesen mit triathlon+ Jetzt triathlon+ abschließen

Ironman-WM 2024: Besondere Agegrouperinnen in Nizza

Mehr als 1.400 Athletinnen haben sich für die Ironman-Weltmeisterschaft in Nizza registriert. Unter ihnen sind einige Sportlerinnen, die mit ihrer persönlichen Geschichte herausstechen.

Silke Insel / spomedis

Die Vorbereitung auf eine Langdistanz verläuft selten geradlinig. Das gilt natürlich auch, wenn es sich um eine Weltmeisterschaft handelt. Zum Triathlonsport selbst kann es ebenfalls über Umwege, unter besonderen (sportlichen) Voraussetzungen oder in Form eines Neuanfangs gehen. Die folgenden fünf Geschichten zeigen, dass die Kombination aus Schwimmen, Radfahren und Laufen für viele Menschen auch auf ambitioniertem Niveau ein wichtiger Bestandteil des Lebens sein kann.

- Anzeige -

Lucy Bartholomew: Vom Ultra-Trail zur Ironman-WM

Mit langen Ausdauerbelastungen kennt sich Lucy Bartholomew aus. Die Australierin gehört zu sechs Personen weltweit, die im selben Jahr sowohl den Ultra Trail du Mont Blanc (UTMB) als auch die Ironman-Weltmeisterschaft absolviert haben. Im vergangenen Jahr belegte sie den zehnten Platz beim 100-Meilen-Lauf durch die französischen Alpen und finishte wenige Wochen später ihre zweite Langdistanz bei der Weltmeisterschaft in Kailua-Kona in 10:43 Stunden. In diesem Jahr hat sich 28-Jährige dieses Programm erneut vorgenommen. Nur drei Wochen liegen zwischen den beiden Events, beim UTMB wurde Bartholomew erneut Zehnte – allerdings war sie fast zwei Stunden schneller als im vergangenen Jahr. In Nizza kann sie nun beweisen, dass Berge auch auf dem Rad kein Problem darstellen und sie auf einer flachen Laufstrecke ebenfalls punkten kann.

Stephanie Joshi: WM-Show für eine halbe Million Follower

Influencerinnen im Fitnessbereich werden außerhalb ihrer Community oftmals belächelt. Bei Stephanie Joshi könnte das nun anders sein. Auf ihren Social-Media-Kanälen (YouTube, Instagram, TikTok) vereint sie unter dem Namen @nuttyfoodiefitness mehr als eine halbe Million Follower und dokumentierte dort ihren Weg zum Ironman-Finish. Die 30-Jährige hat erst vor sechs Jahren überhaupt mit regelmäßigem Sporttreiben angefangen. In Barcelona war es im vergangenen Jahr schließlich so weit, Joshi überquerte nach 11:45 Stunden die Ziellinie. Nachdem sie daraufhin den WM-Slot für Nizza angenommen hatte, wurde aus dem Projekt „einmal und nie wieder“ also nichts.

Monica Puig: Goldmedaillengewinnerin im Ruhestand

Monica Puig ist zwar erst 30 Jahre alt, hat allerdings DAS große Ding im Sport schon erreicht. Bei den Olympischen Spielen in Rio gewann sie als Underdog im Tennis Gold im Einzel. Es war die erste Goldmedaille überhaupt für Puigs Heimatland Puerto Rico. Auf ihrem Karrierehöhepunkt erreichte sie nach den Spielen 2016 die Nummer 27 auf der Weltrangliste. Im Alter von 28 Jahren trat sie schließlich zurück und litt unter Depressionen. Ausdauersport, zunächst das Laufen, half ihr dabei, mit der Krankheit umzugehen. Mehrere Marathonteilnahmen brachten Puig schließlich zum Triathlon. Beim Ironman 70.3 Puerto Rico wurde sie mit 5:42 Stunden Vierte in ihrer Altersklasse. Durch eine neue Regelung von Ironman brachte ihr dieses Ergebnis die Nizza-Quali ein. Mit dem Ausdauersport hat Monica Puig eine neue Leidenschaft abseits vom Tennis gefunden.

Adrienne Bunn: Tierische Hilfe im Sport

Die US-Amerikanerin Adrienne Bunn ist mit 19 Jahren die jüngste Teilnehmerin im Feld. Dabei ist es bereits ihre zweite Weltmeisterschaft. Bereits im vergangenen Jahr war sie auf Hawaii am Start. Im Alter von vier Jahren wurde bei ihr Autismus diagnostiziert. Der Kontakt mit Tieren und sportliche Betätigung haben ihr seitdem geholfen, ihre Lebensqualität zu verbessern. Therapiehund Otis war ihr dabei eine wichtige Stütze. Als erste Frau nahm Bunn 2018 in ihrer Heimat Florida an einem Pilotprojekt im Triathlon zu den Special Olympics teil. Wichtig für sie: der Fokus auf die Fähigkeiten, nicht auf die Einschränkungen. 

Nicole Best: Gehend ins Ziel?

Nicht nur im Triathlon hat Nicole Best Weltmeisterschaftserfahrung. Anfang der 80er-Jahre startete die heute 55-Jährige ihre sportliche Karriere im Gehen und nahm an mehreren Weltmeisterschaften teil. Auch einige Titel konnte die Deutsche über verschiedene Distanzen einsammeln, darunter zweimal über 3.000 Meter. Mittlerweile kann sie auf zehn Ironman-Langdistanzen zurückblicken. Dreimal war sie bei der Weltmeisterschaft auf Hawaii dabei. Ob Best ihre Konkurrenz auf der Promenade des Anglais nun gehend oder laufend hinter sich lassen wird, bleibt abzuwarten.

Mehr zum Thema

Leona Rieck
Athletin des Tages

Leona Rieck

KRAFT
Trainer: Nathalie Baron
30 Jahre
Fehler gefunden oder Feedback zu diesem Artikel? Bitte teile uns hier mit, was du loswerden möchtest oder was wir verbessern können!
Feedback unter Artikel

Tauche ein in die spannende Welt von triathlon+ und erfahre mehr Hintergründe, mehr Service und mehr Triathlonerlebnis – digital hier und auf Wunsch ohne Aufpreis monatlich in deinem Briefkasten.

Monatsabo

9,95 -
Jetzt mitmachen bei triathlon+
  • Zeitschrift inklusive!
  • volle Flexibilität
  • € 9,95 pro Monat
  • monatlich kündbar
Empfehlung!

Jahresabo

94,95 -
Größte Ersparnis bei triathlon+
  • Zeitschrift inklusive!
  • Mindestlaufzeit 12 Monate
  • danach monatlich € 9,95
  • nach 1 Jahr monatlich kündbar
- Anzeige -
Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und hat 2023 beim Ironman Frankfurt ihre erste Langdistanz absolviert. Es war definitiv nicht die letzte.

Verwandte Artikel

Generalprobe beim Ironman 70.3 Erkner: Dennis Schröer gewinnt Agegroup und ist bereit für die WM in Kona

Sieben Monate Fuerteventura, ein Sabbatical und ein Coach, der keine Vorgaben mehr macht: Dennis Schröer hat beim Ironman 70.3 Erkner die Altersklasse M45-49 gewonnen – und blickt jetzt auf die Ironman-WM auf Hawaii am 10. Oktober. Im Gespräch mit tri-mag.de erzählt er von einem verlorenen Radschuh, Regen auf der zweiten Runde und einer Familie, die fast komplett mit nach Kona fliegt.

Ohne Hamburg, mit Leipzig: Ironman gibt Pro-Series-Kalender 2027 bekannt

Ironman hat den Rennkalender für die Experience Oman Ironman Pro Series 2027 bekannt gegeben. Insgesamt werden im kommenden Jahr 16 hochkarätige Events ausgerichtet, darunter sechs Ironman- und zehn Ironman-70.3-Rennen. Vor allem in Deutschland gibt es Änderungen.

Community-Chat aktuell

triathlon+
Jetzt neu: Print und online!

94,95 - pro Jahr
  • monatliche Zeitschrift
  • alle Online-Inhalte
  • 30.000 Seiten Archiv
  • Trainingspläne
  • Webinare & Co.

Monatsabo

9,95 - pro Monat
  • ganz flexibel

ePaper | Abo

Unser Newsletter

Newsletter triathlon

Aktuelle Beiträge

Anbauten, Kameras und Windschattenbox: Das ändert sich im Regelwerk des Ironman Hawaii

0
Vor dem Start des Ironman Hawaii lohnt ein Blick ins Kleingedruckte: Der Athletenguide 2026 listet unter fünf konkrete Regeländerungen – vom Cockpit-Aufbau übers Kamera- und KI-Brillen-Verbot bis zu neuen Windschatten-Regeln für die Profis. Wir fassen zusammen, was neu ist, und frischen die wichtigsten Dauerbrenner gleich mit auf.