NEU! triathlon-News Ausgabe vom 8. Oktober, 06:02 Uhr · 0:46 Min · Kurzfassung

Automatisch produzierte Sendung mit KI-Stimme. Die Meldungen stammen aus der Redaktion von tri-mag.de.

🔒 Die komplette Sendung mit allen Meldungen hörst du mit triathlon+. Jetzt Mitglied werden →

Anbauten, Kameras und Windschattenbox: Das ändert sich im Regelwerk des Ironman Hawaii

Vor dem Start des Ironman Hawaii lohnt ein Blick ins Kleingedruckte: Der Athletenguide 2026 listet unter fünf konkrete Regeländerungen – vom Cockpit-Aufbau übers Kamera- und KI-Brillen-Verbot bis zu neuen Windschatten-Regeln für die Profis. Wir fassen zusammen, was neu ist, und frischen die wichtigsten Dauerbrenner gleich mit auf.

Frank Wechsel / spomedis Gedränge vor der Penalty Box in der Lava.

Am Montag hat Ironman des Athletenguide für die Weltmeisterschaften 2026 veröffentlicht. Für Aufsehen sorgte bereits die Startreihenfolge. Der Guide nennt darüber hinaus fünf ausdrückliche Änderungen gegenüber 2025:

- Anzeige -
  • Aufbauten am Oberrohr: Anbauten am Oberrohr des Rades dürfen maximal 10 Zentimeter hoch sein (gemessen ab Oberkante Oberrohr) und den Steuersatz weder berühren noch verdecken. Und ausdrücklich: kein Körperteil darf auf diesen Anbauten ruhen – der beliebten „Unterarm auf der Box“-Position ist damit ein Riegel vorgeschoben.
  • Kameraverbot, verschärft: Das Aufnehmen von Fotos, Videos oder anderen Bildern während des Rennens ist untersagt – ausdrücklich „mit jeglichem Gerät, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Kameras, Handykameras, Videokameras, Brillen etc.“
  • KI-Brillen verboten: Der Einsatz von KI-Brillen ist zu jedem Zeitpunkt des Rennens untersagt – ganz im Gegensatz zur T100-Serie der Professional Triathletes Organisation (PTO), die diese Devices ausdrücklich in ihr Sponsoringkonzept mit aufgenommen hat.
  • Größere Draftzone für Profis: Die Windschattenbox der Profis misst jetzt 20 Meter – gemessen von der Vorderkante des Vorderrads nach hinten (etwa elf Radlängen freier Raum zwischen den Rädern). Zur Überwachung kommt dabei der „Race Ranger“ zum Einsatz.
  • Neue Überholzeiten: Wer in die Draftzone einer anderen Person einfährt, muss zügig durch. Für Altersklassenathleten gelten maximal 25 Sekunden zum Überholen; wer als Agegrouper ins Profifeld gerät und zwei oder mehr Profis überholt, bekommt 45 Sekunden pro Profi. Profis haben generell 45 Sekunden. Zusätzlich gilt im Profifeld: seitlich überholen, nicht direkt von hinten heranrücken (kein Slipstreaming), und man darf sich nicht zwischen zwei regelkonform fahrende Profis drängen.

Die Dauerbrenner: Windschatten, Strafen, Verbote

Für alle, die nicht zur Profi-Szene zählen, bleibt es beim bekannten Abstand von 12 Metern: sechs Radlängen freier Raum zwischen Vorder- und Hinterrad, sonst droht eine Drafting-Strafe. Überholt wird links, niemals rechts; der Überholvorgang muss innerhalb von 25 Sekunden abgeschlossen sein. Wer überholt wurde, fällt erst sechs Radlängen zurück, bevor er zurückkontert.

Beim Strafensystem sollte man zwei Dinge wissen: Eine Blue Card bedeutet drei Minuten Zeitstrafe. Die gibt es nur für Drafting und vorsätzliches Littering. Auf dem Rad werden alle Blue- und Yellow-Card-Strafen im nächsten Penalty Tent abgesessen; auf der Laufstrecke gibt es keine Strafzelte, dort setzt der Kampfrichter die Strafe an Ort und Stelle durch. Und Vorsicht: Drei Blue Cards bedeuten die Disqualifikation.

Weitere Regeln, die immer wieder für Ärger sorgen:

  • Müll nur in den Zonen: Nichts außerhalb der offiziellen Aid Stations wegwerfen – Flaschen, Verpackungen, Kleidung gehören in die „trash drop zones“. Absichtliches Wegwerfen außerhalb = Blue Card.
  • Kopfhörer und Kommunikationsgeräte: Kopfhörer jeder Art (auch Knochenschall) sind verboten. Handys, Smartwatches und Co. dürfen nicht ablenkend genutzt werden – Telefonieren, Nachrichten, Musik, Social Media oder das Rad-Display am Handy führen zur Disqualifikation.
  • Helm und Kinnriemen: Der Kinnriemen muss geschlossen sein, sobald man auf dem Rad sitzt.
  • Oberkörper bedeckt: Schuhe und ordentliche Bekleidung sind auf Rad und Lauf Pflicht; mit nacktem Oberkörper zu fahren oder zu laufen ist auch in der Hitze der Lavawüste untersagt. Front-Reißverschlüsse dürfen offen sein, solange sie unten verbunden bleiben und die Schultern bedeckt sind – am Ziel muss der Anzug ganz geschlossen sein (sonst ein Warnhinweis, bei Nichtbehebung eine Minute Zeitstrafe).
  • Keine fremde Hilfe: Freunde, Familie oder Coaches dürfen nicht neben den Athletinnen und Athleten herfahren oder -laufen und keine Verpflegung reichen – sonst droht die Disqualifikation.

Und der Rest?

Der Guide betont, dass die vollständigen „2026 IRONMAN Competition Rules“ gelten, soweit im Athletenguide nichts anderes steht – und dass Ironman sich vorbehält, Regeln kurzfristig zu ändern, sofern die Athletinnen und Athleten schriftlich oder beim Pflicht-Briefing informiert werden. Der dringende Rat des Head Referee bleibt deshalb Jahr für Jahr derselbe: das Regelwerk vor dem Rennen einmal komplett lesen.

triathlon+
Zahl des Tages
85

Nicht nur heiß, sondern auch schwül: Die Luftfeuchtigkeit schwankt auf …

Weiterlesen mit triathlon+ Jetzt triathlon+ abschließen

Mehr zum Thema

205 angezeigt
Partner und Sponsoren
ROUVY
OMNi-POWER Hannes Hawaii Tours Topteam Sports
Erdinger alkoholfrei Uvex feels.like Incylence Zaosu
Fehler gefunden oder Feedback zu diesem Artikel? Bitte teile uns hier mit, was du loswerden möchtest oder was wir verbessern können!
Feedback unter Artikel

Tauche ein in die spannende Welt von triathlon+ und erfahre mehr Hintergründe, mehr Service und mehr Triathlonerlebnis – digital hier und auf Wunsch ohne Aufpreis monatlich in deinem Briefkasten.

Monatsabo

€ 9,95€ -
Jetzt mitmachen bei triathlon+
  • Zeitschrift inklusive!
  • volle Flexibilität
  • € 9,95 pro Monat
  • monatlich kündbar
Empfehlung!

Jahresabo

€ 94,95€ -
Größte Ersparnis bei triathlon+
  • Zeitschrift inklusive!
  • Mindestlaufzeit 12 Monate
  • danach monatlich € 9,95
  • nach 1 Jahr monatlich kündbar
- Anzeige -
Frank Wechsel
Frank Wechselhttps://tri-mag.de
Frank Wechsel ist Publisher der Medienmarken SWIM und triathlon. Schon während seines Medizinstudiums gründete er im Oktober 2000 zusammen mit Silke Insel den spomedis-Verlag. Frank Wechsel ist 15-facher Langdistanz-Finisher im Triathlon – 1996 absolvierte er erfolgreich den Ironman auf Hawaii.

Verwandte Artikel

40-km-Koppellauf vor dem Ironman Hawaii: Die absurde Abschlusseinheit von Blummenfelt und Iden im Jahresvergleich

Sechs Tage vor dem Ironman Hawaii absolvieren Kristian Blummenfelt und Gustav Iden erneut einen 40 Kilometer langen Koppellauf nach 180 Radkilometern am Vortag. Wir vergleichen das traditionelle Abschlusstraining mit 2022 und 2024 und analysieren, was es über Form, Risiko und psychologische Kriegsführung der beiden Norweger verrät.

Team-Treffen: Die Nationenparade bei der Ironman-WM

Der Alii Drive ein Fahnenmeer: Bei der traditionellen Nationenparade grüßen die Teilnehmer der Ironman-WM, und als zweitgrößte Mannschaft präsentiert sich das Team Germany Kona26 als bunte Truppe.

Community-Chat aktuell

triathlon+

Mehr erleben.

  • Alle Online-Inhalte
  • 30.000 Seiten Archiv
  • Trainingspläne 2027 (ab Nov.)
  • Zeitschrift inklusive

ePaper | Abo

Unser Newsletter

Newsletter triathlon

Aktuelle Beiträge