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Zwei Profi-Athletinnen gelang es bei 19 Austragungen der Ironman-70.3-WM, den

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Ironman-WM 2026: Diese Profifrauen kämpfen um den Haku Lei

Drei ehemalige und eine amtierende Ironman-Weltmeisterin, eingerahmt von routinierten Athletinnen und Debütantinnen: Die Ironman-Weltmeisterschaft der Frauen verspricht Spannung. Laura Philipp geht als Mitfavoritin an den Start. Sieben weitere deutsche Profifrauen sind dabei. Die komplette Liste der Hawaii-Starterinnen.

Frank Wechsel / spomedis Treffen auf Hawaii wieder aufeinander: Laura Philipp, Solveig Løvseth und Katrina Matthews bildeten das Podium 2025 bei der Ironman-WM.

Auf Hawaii wird es am 10. Oktober heiß hergehen. Wenn 54 der besten Profitriathletinnen der Welt in Kailua-Kona morgens den Pazifik zum Schäumen bringen, geht es um mehr als einen Sieg. Es geht um Titel der Ironman-Weltmeisterin und um die Entscheidung in der Ironman Pro Series. Beim Saisonfinale heimst die Siegerin noch einmal 6.000 Punkte für das Gesamtklassement ein. Hinzu kommt ein Preisgeld in Gesamthöhe von 375.000 US-Dollar, von denen die Siegerin allein 125.000 US-Dollar einstreicht. Ironman hat jetzt die komplette Starterinnenliste für das prestigereichste Triathlonrennen des Jahres veröffentlicht.

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Die Favoritinnen

Mit Laura Philipp geht die deutsche Weltmeisterin von Nizza 2024 als eine der Favoritinnen an den Start. Philipp ist bereits zum fünften Mal auf Big Island dabei. Im Vorjahr wurde sie Dritte und feierte damit ihr drittes Kona-Podium in Folge. Nach einem turbulenten Start ins Jahr 2026 und einer längeren gesundheitlich bedingten Pause siegte die 39-Jährige zuletzt beim Ironman Kalmar in neuer Streckenbestzeit (8:13:37 Stunden). Beim Ironman 70.3 Zell am See untermauerte sie zwei Wochen später am vergangenen Wochenende ihre gute Form mit einem souveränen Erfolg und scheint für das Kräftemessen mit den Konkurrentinnen bestens gewappnet.

Ganz oben auf der Liste steht mit der Startnummer eins Solveig Løvseth. Die Norwegerin hatte bei ihrem Kona-Debüt im Jahr 2025 erst auf den letzten Kilometern die Führung übernommen und in 8:28:27 Stunden gewonnen. Ihre Form hat sie ins neue Jahr mitgenommen: Siege bei der nordamerikanischen Meisterschaft beim Memorial Hermann Ironman Texas und beim Ironman Hamburg (Ironman-Europameisterschaft) stehen 2026 bereits zu Buche.

Hinter Løvseth lief Katrina Matthews im Vorjahr auf Rang zwei. Bei ihrem Marathon (2:47:23 Stunden) hatte sie dabei mehr als acht Minuten auf die in dieser Disziplin zweitschnellste Norwegerin herausgeholt. Dreimal stand die zweifache Pro-Series-Siegerin aus Großbritannien bei der Ironman-WM schon auf Platz zwei. Der ganz große Wurf fehlt Matthews aber noch. in diesem Jahr gewann sie bereits den Ironman New Zealand sowie die Ironman-70.3-Rennen in Geelong und Helsingør.

Die Bilder, wie sich Lucy Charles-Barclay (GBR) und Taylor Knibb (USA) bei der letzten WM-Ausgabe auf der Laufstrecke einen Schlagabtausch bis über die Belastungsgrenze hinaus lieferten, haben sich im Kopf festgesetzt. Das Resultat: Beide mussten in der Schlussphase mit dem Sieg vor Augen aufgeben. Die Reaktion kam prompt: Keinen Monat später gewann Charles-Barclay die Ironman-70.3-WM in Marbella, Knibb wurde Zweite. Vor allem die Britin ordnet derzeit alles ihrem zweiten Hawaii-Sieg nach 2023 unter. Jüngst verkündete sie, sogar auf die Ironman-70.3-WM in Nizza zu verzichten, um sich besser auf Kona vorbereiten zu können.

Die Debütantinnen

Premiere auf Big Island feiert Paula Findlay. Die 14-fache Ironman-70.3-Siegerin aus Kanada gewann im Juli beim Ironman Lake Placid ihr erstes Rennen über die Langdistanz überhaupt. In souveräner Manier. Ebenfalls zum ersten Mal dabei: Julie Derron, Olympiazweite von Paris 2024, die sich ihren Slot beim Heimrennen des Ironman Switzerland sicherte.

Hinzu kommen Hannah Berry (NZL) und Lisa Perterer (AUT), die beide bereits eindrucksvoll ihre Visitenkarte auf Big Island abgegeben haben. Berrys vierter Platz war das beste Ergebnis einer Neuseeländerin seit 2007, Perterer erlebte zum ersten Mal die unnachgiebigen Bedingungen auf der Pazifikinsel und debütierte auf Rang fünf. Zurück ist derweil Chelsea Sodaro. Die US-Amerikanerin gewann den WM-Titel 2022 überraschend und musste 2025 früh aussteigen. Hinter ihrer Form steht allerdings ein Fragezeichen. Ihr einzige Langdistanz 2026 hat sie beim Ironman Lake Placid absolviert, bei dem die 37-Jährige als 16. ins Ziel kam.

Die weiteren Deutschen

Aus Deutschland sind neben Laura Philipp sieben weitere Profifrauen im Feld vertreten. Antonia Milowsky qualifizierte sich wie Jenny Jendryschik und Leonie Konczalla im August beim Ironman Kalmar. Schon im September 2025 hatte Franzi Hofmann beim Ironman Wales das Kona-Ticket gelöst und damit seit rund einem Jahr Planungssicherheit. Für Jana Uderstadt war der Ironman Texas im April die Fahrkarte nach Hawaii, Daniela Bleymehl und Henrike Güber qualifizierten sich im selben Monat beim Ironman Südafrika für Kona.

StartnummerVornameNachnameNation
F1SolveigLøvsethNorwegen
F2KatrinaMatthewsGroßbritannien
F3LauraPhilippDeutschland
F4HannahBerryNeuseeland
F5LisaPertererÖsterreich
F6LucyCharles-BarclayGroßbritannien
F7ChelseaSodaroUSA
F8TaylorKnibbUSA
F9SaraSvenskSchweden
F10LeonieKonczallaDeutschland
F11LotteWilmsNiederlande
F12DaisyDaviesGroßbritannien
F14PaulaFindlayKanada
F15FranziskaHofmannDeutschland
F16AnnaPabingerÖsterreich
F17RominaBiagioliArgentinien
F18PennySlaterAustralien
F19JulieDerronSchweiz
F20KatrineChristensenDänemark
F21GraceThekAustralien
F22MartaSanchezSpanien
F23TamaraJewettKanada
F24JackieHeringUSA
F25JennyJendryschikDeutschland
F26FenellaLangridgeGroßbritannien
F27KateCurranGroßbritannien
F28MartaLagowinkPolen
F29RachelZilinskasUSA
F30MarjolainePierréFrankreich
F31DanielleLewisUSA
F32GabrielleLumkesUSA
F33IndiaLeeGroßbritannien
F34CharlotteMcshaneAustralien
F35RhianneHughesGroßbritannien
F36AntoniaMilowskyDeutschland
F37Anne-SophiePierreFrankreich
F38ReganHollioakeAustralien
F39LaraHernandez-tomeSpanien
F40KaidiKiviojaEstland
F41NinaDerronSchweiz
F42SamanthaSkoldUSA
F43JanaUderstadtDeutschland
F44ImogenSimmondsSchweiz
F45RebeccaAnderburyGroßbritannien
F46NikitaPaskiewiezFrankreich
F47SkyeWallaceAustralien
F48HenrikeGüberDeutschland
F49PâmellaNascimento De OliveiraBrasilien
F50RosieWildGroßbritannien
F51DanielaBleymehlDeutschland
F52ElisabettaCurridoriItalien
F53JulieIemmoloFrankreich
F54DanielleFauteuxKanada
F55ArletteGonzalezMexiko
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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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