Handy aus, Meeting verschieben, Kopf frei. Klingt banal, ist aber Leistungssport. Neue Studien zeigen: Wer geistig erschöpft in den Wettkampf geht, verliert bis zu 15 Prozent Leistung, ohne dass der Körper etwas dafür kann.
Wie beeinflusst mentale Ermüdung die Leistung im Triathlon?
Der Körper ist ausgeruht, der Trainingsplan sitzt, die Beine fühlen sich gut an. Und trotzdem läuft es sportlich nicht. Wer so etwas schon erlebt hat, sollte einen genaueren Blick auf einen der am stärksten unterschätzten Faktoren der Ausdauerleistung werfen: die mentale Ermüdung.
Mentale Ermüdung senkt die Ausdauerleistung nachweislich um bis zu 15 Prozent. Sie erhöht das subjektive Anstrengungsempfinden, ohne dass körperliche Marker sich verändern.
Was ist mentale Ermüdung überhaupt?
Mentale Ermüdung, im Englischen „Mental Fatigue“, ist ein psychobiologischer Zustand, der durch länger andauernde, kognitiv fordernde Aktivität entsteht. Klassische Auslöser sind konzentriertes Arbeiten am Bildschirm, Meetings unter Zeitdruck, komplexe Entscheidungssituationen oder auch stundenlanges Scrollen durch Social-Media-Kanäle.
Der entscheidende Punkt: Mentale Ermüdung ist nicht gleichbedeutend mit körperlicher Ermüdung. Man kann sich physisch topfit fühlen und trotzdem geistig erschöpft sein. Diese Kombination ist ein Problem, denn die Ausdauerleistung reagiert auf beides.