Carboloading klingt nach einem einfachen Prinzip. In der Rennwoche treffen Grammvorgaben jedoch auf Reisechaos, fehlenden Appetit, unbekanntes Essen und einen nervösen Magen. Eine neue Studie mit WM-Starterinnen zeigt, wo wichtige Details verloren gehen.
(c) Sergejsbelovs | Dreamstime.com Ein großer Teller Nudeln gehört für viele Triathleten zum Carboloading dazu.
Viele Triathleten kennen das: Nach der Anreise warten am Wettkampfort Radaufbau, das Abholen der Startunterlagen, Briefing und Materialcheck. Dazwischen soll man deutlich mehr Kohlenhydrate essen als sonst. Die Pasta-Party am Vorabend reicht dafür nicht. Carboloading ist weniger eine Mahlzeit als eine logistische Aufgabe. Wie groß die Lücke zwischen Theorie und Rennrealität sein kann, zeigt eine neue Untersuchung mit Teilnehmerinnen der Ironman-WM 2024 in Nizza.
- Anzeige -
74 Prozent unter dem Studienziel
Das Team um Harvey O. Fortis befragte 27 WM-Starterinnen vor und nach dem Rennen. Von 23 Frauen lagen vollständige, mit Fotos ergänzte 48-Stunden-Ernährungsprotokolle vor. Nur sechs von ihnen erreichten die in der Studie verwendete Spanne von 8 bis 12 Gramm Kohlenhydraten pro Kilogramm Körpergewicht. 17 – rund 74 Prozent – blieben darunter. Am Tag vor dem Ironman nahmen die Frauen im Mittel 6,4 ± 2,1 g/kg auf, zwei Tage vorher 3,9 ± 1,6 g/kg. Über beide Tage waren es durchschnittlich 5,4 g/kg und Tag.
Die Größenordnung ist beachtlich: Die optimale Menge von 8 bis 12 g/kg entspricht bei 55 Kilogramm Körpergewicht 440 bis 660 Gramm Kohlenhydraten am Tag, bei 65 Kilogramm 520 bis 780 Gramm und bei 75 Kilogramm 600 bis 900 Gramm.
Wenn Wissen nicht auf den Teller kommt
84 Prozent hatten ihre Kohlenhydratzufuhr bewusst erhöht. Das Problem war häufig jedoch die Umsetzung. Als Hürden nannten die Frauen Reiseverzögerungen, fehlende Einkaufsmöglichkeiten, unbekannte Speisen, soziale Termine und Unterkünfte ohne Küche. Auch Nervosität, wenig Appetit und frühere Magenprobleme beeinflussten die Auswahl. Manche vergrößerten Portionen nur intuitiv. Andere hielten an Vollkorn oder großen Gemüseportionen fest, weil dies ihrem Bild von gesundem Essen entsprach. Leicht verdauliche Quellen wie Weißbrot, Reis oder Saft können
84 Prozent hatten ihre Kohlenhydratzufuhr bewusst erhöht. Das Problem war häufig jedoch die Umsetzung. Als Hürden nannten die Frauen Reiseverzögerungen, fehlende Einkaufsmöglichkeiten, unbekannte Speisen, soziale Termine und Unterkünfte ohne Küche. Auch Nervosität, wenig Appetit und frühere Magenprobleme beeinflussten die Auswahl. Manche vergrößerten Portionen nur intuitiv. Andere hielten an Vollkorn oder großen Gemüseportionen fest, weil dies ihrem Bild von gesundem Essen entsprach. Leicht verdauliche Quellen wie Weißbrot, Reis oder Saft können
84 Prozent hatten ihre Kohlenhydratzufuhr bewusst erhöht. Das Problem war häufig jedoch die Umsetzung. Als Hürden nannten die Frauen Reiseverzögerungen, fehlende Einkaufsmöglichkeiten, unbekannte Speisen, soziale Termine und Unterkünfte ohne Küche. Auch Nervosität, wenig Appetit und frühere Magenprobleme beeinflussten die Auswahl. Manche vergrößerten Portionen nur intuitiv. Andere hielten an Vollkorn oder großen Gemüseportionen fest, weil dies ihrem Bild von gesundem Essen entsprach. Leicht verdauliche Quellen wie Weißbrot, Reis oder Saft können
Mit triathlon+ weiterlesen
Mit triathlon+ verpasst du keine spannenden Inhalte mehr. Für nur € 9,95 pro Monat bekommst du außerdem die Zeitschrift triathlon ins Haus und kannst in 30.000 Seiten unseres Digitalarchivs stöbern.
Tauche ein in die spannende Welt von triathlon+ und erfahre mehr Hintergründe, mehr Service und mehr Triathlonerlebnis – digital hier und auf Wunsch ohne Aufpreis monatlich in deinem Briefkasten.
Nach dem Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln ist Jan Luca Grüneberg seit 2022 bei spomedis und wurde dort zum Redakteur ausgebildet. Wenn er gerade mal nicht trainiert, hört oder produziert er wahrscheinlich Musik.
Was passiert mit uns, wenn wir mit vollem Einsatz unsere Komfortzone verlassen? Ein Essay über das Abenteuer im Triathlon und über den Reiz des Risikos, stets scheitern zu können.
Die Wettkampfsaison ist vorbei – und nun? Braucht es wirklich wochenlange Pause oder darf man einfach weitermachen? Wir erklären, warum starre Regeln überholt sind, welche Vorteile eine flexible Off-Season hat und wie du deine Erholung klug gestaltest.
Gelungene Premiere im Triathlon World Cup für Jan Scheffeold: Der 22-Jährige kam bei seinem ersten Rennen der Serie in Peking auf Rang acht. Der Schweizer Max Studer gewann. Bei den Frauen erreichte Mitfavoritin Nina Eim beim Sieg der Chinesin Xinyu Lin als Achte das Ziel.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von reCAPTCHA. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.