Am kommenden Sonntag richtet Nizza zum zweiten Mal die Ironman-Weltmeisterschaft der Männer aus. Wer von den rund 60 Profis die besten Chancen auf den Titel hat, welche Herausforderungen es auf der Strecke zu überwinden gilt und wie du das Rennen live verfolgen kannst.

Der Countdown läuft! Zum letzten Mal heißt es am Sonntag (14. September) „Bonjour“ statt „Aloha“, wenn in Nizza ein neuer Ironman-Weltmeister ermittelt wird. Der Startschuss für die Profis fällt kurz nach Sonnenaufgang um 7:05 Uhr, zehn Minuten später beginnt das Startprozedere der Agegrouper.
Vier Weltmeister und Herausforderer
Patrick Lange führt das Feld als Titelverteidiger mit der Startnummer eins an. Der 39-Jährige gewann im vergangenen Jahr auf Hawaii seinen dritten WM-Titel und wurde 2023 in Nizza Vizeweltmeister. Titel Nummer vier wäre ein weiterer Meilenstein in Langes Karriere, doch die Konkurrenz ist so stark wie vielleicht noch nie.
Sam Laidlow (FRA), Nizza-Champion von 2023, will vor heimischem Publikum erneut angreifen. Nach gesundheitlichen Problemen zu Saisonbeginn meldete er sich zuletzt mit einem Überraschungssieg bei der Challenge Roth sowie einem weiteren Sieg beim Ironman Leeds zurück.
Kristian Blummenfelt (NOR), Weltmeister von 2021, gilt als derzeit konstantester Athlet. Er gewann 2025 bereits in Texas, Frankfurt und Aix-en-Provence, geht ungeschlagen ins Rennen und könnte als erster Sportler in einem Jahr sowohl Weltmeister als auch Gesamtsieger der Ironman Pro Series werden. Sein Landsmann Gustav Iden, Weltmeister von 2022, kämpft sich nach mehreren Rückschlägen zurück und belegte in Frankfurt einen starken vierten Platz. In Nizza hielt Iden das Zielbanner bereits bei der Ironman-70.3-WM in den Händen. In Person von Casper Stornes zählt ein weiterer Norweger zu denjenigen, die für eine der vordersten Platzierungen infrage kommen.
Zum Favoritenkreis gehören außerdem der Däne Magnus Ditlev, Sieger des Ironman Südafrika 2025, Rudy von Berg (USA) sowie der Franzose Léon Chevalier, Vierter des Vorjahres und aktueller Führender in der Pro Series. Mit unter anderem Matthew Marquardt (USA), Kristian Høgenhaug (DEN) und Cameron Wurf (AUS) stehen weitere Top-Ten-Athleten der Pro Series in Nizza an der Startlinie, die in diesem Jahr bereits mit konstant guten Leistungen überzeugt haben.
Starkes deutsches Aufgebot
Neben Patrick Lange sind sieben weitere deutsche Profis gemeldet. Aus Profisicht ist Deutschland damit gleichauf mit den USA am stärksten vertreten. Jonas Schomburg will in seiner ersten Langdistanzsaison für Aufsehen sorgen. Gelungen ist ihm das bereits mit Podiumsplatzierungen in Roth und Südafrika. Jan Stratmann blickt seiner ersten Ironman-WM entgegen und kann in diesem Jahr Platz drei bei der Challenge Roth vorweisen. Finn Große-Freese ist mit zwei Ironman-Siegen in Klagenfurt und Kopenhagen, inklusive deutschem Langdistanzrekord, definitiv kein Underdog mehr, und Jonas Hoffmann könnte vor allem auf der Laufstrecke den einen oder anderen großen Namen ärgern. Paul Schuster, Dominik Sowieja und Wilhelm Hirsch komplettieren das deutsche Aufgebot, Andreas Dreitz sowie Johannes Vogel mussten verletzungsbedingt absagen.
Die Strecke
Der Wettkampf beginnt mit 3,8 Kilometern Schwimmen im Mittelmeer vor der Promenade des Anglais. Die 180 Kilometer lange Radstrecke gilt als eine der anspruchsvollsten im Ironman-Kalender: technisch herausfordernd, gespickt mit langen Anstiegen und schnellen Abfahrten durch die französischen Seealpen. Knapp 2.500 Höhenmeter kommen zusammen. Zum Abschluss führt der Marathon über vier flache Runden entlang der Promenade.
Live im Stream und TV
Selbstverständlich wird die Ironman-Weltmeisterschaft live übertragen – kostenfrei und in voller Länge. Einen Livestream mit deutschem Kommentar von Dirk Froberg und Sebastian Kienle gibt es auf sportschau.de sowie im linearen Fernsehen beim Hessischen Rundfunk. Als Experte ist Jan Frodeno in Nizza vor Ort. Der internationale Stream mit englischem Kommentar läuft auf der Homepage der Ironman Pro Series sowie bei YouTube. Die Übertragung beginnt um 6:50 Uhr.









