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Triathlon rund um die Welt
Jonas Deichmann läuft dem Pazifik entgegen

In wenigen Tagen möchte Jonas Deichmann den Pazifik erreichen, dann geht es weiter nach Cancun. In Oaxaca macht der Abenteurer weiterhin positive Erfahrungen mit den Einwohnern.

Jonas Deichmann

Viele Empfänge und Geschenke prägen Jonas Deichmanns Weg in Richtung Pazifik. Seit der Abenteurer die Grenze zum mexikanischen Bundesstaat Oaxaca überquert hat, wird er von einer Polizeieskorte begleitet. “Das ist einfach eine Höflichkeit von den Gemeinden und vom Bundesstaat. Und wegen meiner Sicherheit im Verkehr, in den Gebirgsstraßen haben die ein bisschen Angst um mich”, erklärt Deichmann, dass die Begleitung nichts mit der Kriminalität in Mexiko zu tun hat. Am ersten Abend im neuen Bundesstaat wurde Deichmann mit Geschenken förmlich überhäuft. Der letzte Laufkilometer in den Ort rein führte ihn bergauf über Kopfsteinpflaster. Die Straße war gesäumt mit Einheimischen, die ihm allein auf den letzten Metern 16 Wasserflaschen schenkten. “Hier in Mexiko darf man Geschenke nicht ablehnen”, erzählt Deichmann, “mein Anhänger wurde dann so schwer, dass ich es die letzten Meter kaum geschafft habe, ihn zu ziehen.” So ging es dann auch am nächsten Tag weiter, Deichmann bekam allerhand Wasserflaschen, sechs Melonen, Mandarinen und andere Früchte geschenkt. “Das ist super nett, aber macht das Laufen nicht unbedingt einfacher.”

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Jonas Deichmann

Frische Temperaturen und Regen

Weiter ging es durch die Berge, auch Deichmanns Polizeieskorte lief einige Kilometer mit. Da die Beamten ihre Waffen aber nicht ablegen dürfen, liefen sie mit vollautomatischen Waffen neben dem Deutschen her. In Mexiko habe Deichmann auch das erste Mal gute Beziehungen zu den Polizisten erzählt er. Auf der hügeligen Strecke bekam Deichmann das erste Mal am eigenen Leib zu spüren, dass er durch eine der heißesten Gegenden Mexikos läuft. “In den vergangenen Tagen habe ich kaum was davon gemerkt”, erzählt Deichmann, “in der Karibik ist gerade ein Hurrikan durchgegangen und da merkt man hier die Ausläufer von.” Die Temperaturen von 25 bis 30 Grad seien für die Region relativ frisch, dazu habe es Regen gegeben, was selten vorkomme. Von 500 Metern über dem Meeresspiegel ging es für Deichmann bis auf 3.200 Meter hoch, bevor sich der Abenteurer an den Abstieg machte. Zwei oder drei richtige Pässe stehen Deichmann jetzt noch bevor, dann wird die Strecke bis nach Yucatán “so richtig flach”.

In Oaxaca de Juárez, der Hauptstadt des Bundesstaates, hatte Deichmann wieder einmal viele Mitläufer, die ihn begleiteten. Dort wurde er auch wieder mit viel Medientrubel, wie er es nennt, empfangen und zum Essen eingeladen. Nach Tacos, Enchiladas und Buritos im Norden des Landes erwartete Deichmann in Oaxaca de Juárez viel abwechslungsreicheres Essen. Zusammen mit seinem Filmemacher probierte er in einem Restaurant unter anderem Heuschrecken und Würmer. “Die Heuschrecken sind echt lecker, die großen sind ein bisschen seltsam, wenn man sie so auf dem Teller sieht. Aber die Würmer sind echt ekelig”. Nach dem Essen ging es weiter in eine Bar, wo Mezcal ausgeschenkt wurde, die nicht industralisierte Version des Tequilas.

Jonas Deichmann

Entgegen der Wissenschaft

An mehreren Abenden führte sein Weg Deichmann zu Mezcal-Tastings, an einem Abend, Deichmann wurde nach einem erneuten Empfang in ein Hotel eingeladen, gab es für den Abenteurer sogar eine Führung durch eine Mezcal-Destillerie. “Da habe ich die ganzen verschiedenen Formen von der Agave und wie der Prozess funktioniert, gelernt”. Am nächsten Tag lief Deichmann an Agavenplantagen entlang durch die, wie er sagt, wunderschöne Natur. Entgegen aller wissenschaftlicher Erkenntnisse habe Deichmann durch seinen Mezcal-Konsum nicht mit einem Leistungsabfall zu kämpfen. “Ich renne am nächsten Tag schneller. Ich habe meine Zeiten verglichen, ich bin dann ein kleines bisschen schneller und laufe auch ohne Probleme”, sagt er.

Drei Tage ist Jonas Deichmann noch unterwegs, bis er den Pazifik erreicht, in einem Monat möchte er Cancun erreichen. Seinem Zeitplan ist Deichmann immernoch drei Tage voraus. “Wenn man die Pause rausrechnet, laufe ich den Marathon in 5 bis 5:15 Stunden, also deutlich schneller als vorher”, ist der 34-Jährige mit seiner Leistung zufrieden.

Jonas Deichmann berichtet auf tri-mag.de regelmäßig von seinem Triathlon rund um die Welt. Weitere Informationen zu seinen bisherigen Abenteuern sowie ein Livetracker zu seinem Triathlon rund um die Welt finden sich auf seiner Website jonasdeichmann.com.

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2 Kommentare
  1. v. k

    Er hat ja Zeit

  2. Martin

    Wer sagt ihm, dass es der Atlantik ist und nicht der Pazifik?

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