Julia Skala startet am Wochenende beim Norseman – einem der härtesten Triathlons der Welt. Im Interview spricht die Profitriathletin über ihre Beweggründe, die besondere Vorbereitung und die Bedeutung von Teamarbeit.

Der Norseman gilt als eines der härtesten Rennen der Welt und bringt selbst gestandene Triathlonprofis an körperliche und mentale Grenzen. Julia Skala stellt sich in diesem Jahr der Herausforderung, unter voraussichtlich extremen klimatischen Bedingungen den Gaustatoppen zu erklimmen. Im vergangenen Jahr gab Skala ihr Ironman-WM-Debüt in Nizza und belegte mit einer starken Leistung Platz 20. Der Rest der Saison war von einem gesundheitlichen Rückschlag geprägt: Die 30-Jährige musste sich von einer Depression erholen.
2025 zieht sich das Wort „herausfordernd“ wie ein roter Faden durch die Saisonplanung. Beim Ironman Lanzarote wurde Julia Skala starke Vierte und qualifizierte sich damit für die Ironman-WM auf Hawaii. Und nun also der Norseman: 3,8 Kilometer Schwimmen im kalten Eidfjord, 180 Kilometer Radfahren und ein Marathon mit insgesamt rund 5.000 Höhenmetern in der zweiten und dritten Disziplin. Wir haben mit Julia Skala vor ihrem Start gesprochen.
Julia, wie kam es zu deiner Entscheidung, beim Norseman zu starten?
Ich habe mir über den Winter Gedanken darüber gemacht, wie ich mein Triathlon-Dasein weiter leben möchte und was mir gut tut – vor allem nach dem vergangenen Jahr mit der Depression. Ich bin schon ein Wettkampf-Typ, möchte natürlich bestmöglich Rennen machen und auch Zeiten verbessern. Aber ich merke auch, dass ich mit Natur und dem Draußensein aufgewachsen bin und Abenteuer erleben möchte. Daher möchte ich auch Events abseits von klassischen Rennen machen, die mich an Grenzen bringen. Ich weiß, dass ich eine Langdistanz unter normalen Umständen finishen kann – beim Norseman weiß ich definitiv nicht, ob ich ins Ziel komme. Das ist eine Herausforderung, die ich gern annehmen möchte.
Wie sah deine Vorbereitung aus – und inwiefern hat sie sich von klassischen Langdistanzen unterschieden?
Grundsätzlich war es genau so viel Load wie vor anderen Langdistanzen. Michel (Julias Coach und Ehemann Michel Skala, Anm. d. Red.) hat aber ein Augenmerk darauf gelegt, dass das Rennen viel länger dauert. Wir sind also auch länger Rad gefahren als sonst und haben beim Laufen viele Höhenmeter auf Trails mitgenommen.
Was war für dich die größte Herausforderung in der sportlichen und organisatorischen Vorbereitung?









