Metabolische Flexibilität: Warum manche Athleten länger „auf Fett laufen“ und andere früh Zucker benötigen

Warum verbrennen manche Athleten bei gleichem Training deutlich mehr Fett als andere? Ein Blick auf metabolische Flexibilität und VLamax zeigt, dass Leistungsfähigkeit oft weniger vom Trainingsplan abhängt als vom Stoffwechsel dahinter.

That Cameraman Drei Athleten und wohlmöglich alle mit anderen Stoffwechseln, aber ähnlichen relativen Leistungen.

Zwei Athleten trainieren nach demselben Plan, absolvieren ähnliche Umfänge, fahren vergleichbare Wattzahlen, und doch zeigen Leistungsdiagnostik und Wettkampfpraxis deutliche Unterschiede. Während der eine lange Einheiten scheinbar mühelos mit wenig Verpflegung absolviert, greift der andere früh zu Gels und Riegeln. Beide sind fit, beide leistungsstark, und trotzdem arbeitet der Stoffwechsel unterschiedlich. Die Ursache liegt nicht im Training selbst, sondern in der Art, wie der Körper Energie bereitstellt. In der Sportwissenschaft spricht man von metabolischer Flexibilität.

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Metabolische Flexibilität beschreibt die Fähigkeit des Organismus, je nach Belastung und Situation effizient zwischen Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel zu wechseln. Ein metabolisch flexibler Athlet nutzt bei niedrigen und moderaten Intensitäten überwiegend Fett, kann bei steigender Belastung schnell Kohlenhydrate mobilisieren und danach wieder zügig in den Fettstoffwechsel zurückkehren. Genau diese Anpassungsfähigkeit entscheidet im Ausdauersport häufig darüber, wie ökonomisch, stabil und konstant Leistung erbracht werden kann – vorrangig über lange Distanzen.

Warum identisches Training nicht identische Stoffwechsel erzeugt

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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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