McCormack und Hellriegel führen - DeBoom siegt

Bis zur Hälfte des Marathons sieht es beim Ironman Hawaii 2002 so aus, als könnte Thomas Hellriegel seinen Sieg wiederholen – bis Tim DeBoom selbiges gelingt. Natascha Badmann feiert ihren vierten Sieg.

Von > | 29. September 2018 | Aus: SZENE

Ironman Hawaii 2002: Tim DeBoom siegt vor Peter Reid.

Ironman Hawaii 2002: Tim DeBoom siegt vor Peter Reid.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

So haben sich die Teilnehmer den Ironman Hawaii nicht vorgestellt: Am Morgen des 19. Oktober 2002 gießt es wie aus Kübeln an der Flanke des Hualalai-Vulkans, Check-in und Bodymarking müssen vom Parkplatz in das King-Kam-Hotel verlegt werden. Der Regen bleibt bis zum Mittag, auch das Meer meint es nicht gut mit den Athleten, die in der Spitze fünf MInuten länger schwimmen als üblich. 

Badmann vor Kraft

Als das Rennen läuft, zeigt sich bei den Frauen jedoch schnell das übliche Bild: Auf dem Rad setzt sich Natascha Badmann einmal mehr ab und geht mit knapp acht Minuten Vorsprung auf die Nina Kraft auf die Laufstrecke. In 9:07:54 Stunden siegt die Schweizerin deutlich vor der Deutschen und der kanadischen Vorjahreszweiten Lori Bowden. Es ist Badmanns dritter Sieg in Folge und ihr vierter insgesamt. Für die deutschen Frauen ist der zweite Platz von Nina Kraft das beste Ergebnis in der gesamten Geschichte des Ironman Hawaii - doch die Braunschweigerin will mehr. Und das mit allen Mitteln, wie wir später noch sehen werden.

"Macca" zeigt sich an der Spitze

Bei den Männern stürmt der Australier Chris McCormack an die Spitze, auch beim Laufen liegt er vorn - bis er von Thomas Hellriegel überholt wird und erschöpft aussteigt. Tim DeBoom übernimmt und siegt in 8:29:56 Stunden vor Peter Reid, der eigentlich schon seinen Rücktritt erklärt hatte und hier "nur finishen" wollte. Der Neuseeländer Cameron Brown wird Dritter vor Thomas Hellriegel und Alexander Taubert. Mit Markus Forster auf Platz 7 und Olaf Sabatschus auf Platz 10 findet sich ein deutsches Quartett unter den Top Ten.