Samstag, 24. Januar 2026

Weltmeisterschaft Mixed Relay: Deutschland verteidigt Titel in Hamburg

In einem packenden Rennen setzte sich das deutsche Team um Henry Graf, Lisa Tertsch, Lasse Lührs und Annika Koch den Wetterkapriolen durch und sicherte sich vor heimischem Publikum ein weiteres Mal den Weltmeistertitel in der Mixed Relay. Die Bedingungen waren dabei alles andere als einfach.

Anna Bruder / spomedis Annika Koch läuft für Deutschland zum WM-Titel, Lisa Tertsch, Lasse Lührs und Henry Graf empfangen sie im Ziel.

Nachdem er erst gestern sein Debüt in der World Triathlon Championship Series gegeben hatte, war Henry Graf der erste deutsche Athlet, der sein Team in der Mixed Relay in eine aussichtsreiche Position bringen sollte. Das Vorhaben gelang. Der Darmstädter stieg nach 300 Metern in der Alster und sieben Radkilometern als Erster vom Rad und übergab schließlich auf Platz drei liegend an Lisa Tertsch, die beim gestrigen WTCS-Rennen den zweiten Platz belegt hatte. 

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Tertsch sorgt für die Führung

Die ließ nichts anbrennen und hielt sich sowohl beim Schwimmen als auch auf dem Rad in der Führungsgruppe mit vier weiteren Athletinnen aus den Niederlanden, der Schweiz, Großbritannien und Neuseeland. Das niederländische Team kassierte jedoch eine zehnsekündige Zeitstrafe und fiel aus der Gruppe heraus. Zum Ende der ersten von zwei Laufrunden setzte Tertsch eine Attacke und brachte das deutsche Team bei der Übergabe an Lasse Lührs in die Führungsposition.

Im Schietwetter zum Titel

Diese gab der Olympiastarter nicht mehr her. Lührs kam als Dritter aus dem Wasser und übergab schließlich als Zweiter, knapp hinter dem in Führung liegenden Neuseeländer, an die „Schlussathletin“ Annika Koch, obwohl die äußeren Bedingungen mittlerweile alles andere als optimal waren. Heftige Regenschauer sorgten für nasse Straßen, sodass auf dem verwinkelten Kurs Vorsicht geboten war.

Koch hatte bereits im vergangenen Jahr den Titel auf dem Hamburger Rathausmarkt geholt, damals allerdings mit Simon Henseleit, Laura Lindemann und Tim Hellwig. Aus der vierköpfigen Führungsgruppe wechselte die 25-Jährige gemeinsam mit der Schweizerin Cathia Schär zuerst auf die Laufstrecke. Zum Ende der 1,75 Laufkilometer gelang es Annika Koch schließlich, sich abzusetzen und den Weltmeistertitel für Deutschland klarzumachen. Eine Zeit von 1:19:53 Stunden stand am Ende auf der Uhr. Platz zwei belegte das Team aus der Schweiz (1:20:01 Stunden), Neuseeland komplettierte das Podium nach 1:20:04 Stunden.

Hier gibt es die Ergebnisse.

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Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und hat 2023 beim Ironman Frankfurt ihre erste Langdistanz absolviert. Es war definitiv nicht die letzte.

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