Weltmeisterin Lisa Tertsch testet ihre Schwimmform: In Magdeburg trat die 27-Jährige gegen Spezialistinnen an und erzielte gleich mehrere Bestzeiten.

Team-Olympiasiegerin Lisa Tertsch nutzt die triathlonfreie Zeit weiter für gezielte Formtests in den Einzeldisziplinen. Zwei Wochen nach ihrem fünften Platz bei den Deutschen Crossmeisterschaften über 7,5 Kilometer in ihrer Darmstädter Heimat stellte sich die 27-Jährige am Wochenende einem stark besetzten Schwimmwettkampf in Magdeburg. Auf der 50-Meter-Bahn startete Tertsch über 50, 200, 800 und 1.500 Meter Freistil. Dabei zeigte sich wenig überraschend: Je länger die Strecke, desto besser für die frisch gekürte Triathlon-Weltmeisterin.
Vor allem über 1.500 Meter Freistil konnte Deutschlands aktuell beste Kurzdistanzlerin überzeugen. In 17:52,98 Minuten verbesserte sie ihre erst im März aufgestellte persönliche Bestzeit um sieben Sekunden. Mit ihrer Leistung blieb sie zudem unter ihrer Zeit von den Deutschen Schwimm-Meisterschaften im Mai, wo sie in 18:00,08 Minuten Rang 24 belegt hatte. Auch über 800 Meter Freistil bewies die Hessin starke Form und stellte in 9:25,87 Minuten eine weitere persönliche Bestmarke auf. Außerdem sprintete sie 50 Meter Freistil in 30,10 Sekunden und absolvierte 200 Meter Freistil in 2:17,86 Minuten.
Mehr als ein Test
Die beiden Langstreckenrennen in Magdeburg entschied Leonie Märtens für sich. Die jüngere Schwester von Olympiasieger Lukas Märtens war 2024 selbst als Schwimmerin bei den Olympischen Spielen in Paris am Start. Am Wochenende gewann die 21-Jährige mit Zeiten von 16:46,03 Minuten über 1.500 Meter und 8:43,37 Minuten über 800 Meter Freistil.
Lisa Tertsch dürften die gezeigten Leistungen Sicherheit geben, auch in der kommenden Triathlonsaison mit den besten Schwimmerinnen aus dem Wasser zu kommen. Für sie war der Ausflug zu den Spezialistinnen aber noch mehr als ein Test. Die Veranstaltung bot ihr die seltene Gelegenheit, unter Wettkampfbedingungen vor den Augen ihres Schwimmcoaches Bernd Berkhahn zu performen. Der Bundestrainer der deutschen Schwimmer ist zugleich Chefcoach in Magdeburg.









