Björn Geesmann hat sich mit wissenschaftlicher Präzision, strategischem Denken und Erfolgen auf höchstem Niveau einen Namen gemacht. Hinter dem System steckt mehr: ein Coach, der zuhören kann, lernen will und klare Vorstellungen von guter Zusammenarbeit hat. Teil 6 unserer Serie, in der wir den erfolgreichsten Triathlontrainern über die Schultern schauen.

„Du bestärkst mich darin, an mich und meine Leistungsfähigkeit zu glauben.“ Für Björn Geesmann ist es eines der schönsten Komplimente, das er je für seine Arbeit erhalten hat. Gesagt hat es Katrina Matthews, nach einer gemeinsamen Zeit, die mit einem zweiten Platz bei der Ironman-70.3-WM 2024 in Taupo endete – und mit der bewussten Entscheidung, getrennte Wege zu gehen. Nicht weil etwas nicht stimmte, sondern weil alles gestimmt hat. „Es war wie im Fußball. Aufhören, wenn’s am schönsten ist“, sagt Geesmann. Und ein bisschen stolz klingt er dabei.
Zuhören und begleiten
Geesmann ist keiner, der vorgibt, alles besser zu wissen, obwohl es in vielen Fällen vermutlich so ist. „Ich bin alles, aber kein diktatorischer Coach“, sagt er. Statt klarer Ansagen setzt er auf Prozesse. Auf Zuhören und Begleiten. „Die große Kunst im Coaching ist nicht, Entscheidungen zu treffen, sondern Athleten dahin zu bringen, dass sie die Lösungen selbst finden.“









