Die erste Motivation ist verflogen, die Saison noch weit weg. Warum das jetzt völlig normal ist – und wie du im Dezember und zwischen den Jahren trotzdem im Training bleibst, ohne Druck und falsche Maßstäbe.

Der Dezember stellt für viele Triathletinnen und Triathleten eine Hürde dar. Die meisten sind Anfang November wieder in das Training eingestiegen, haben ein paar gute Wochen gesammelt, vielleicht sogar ein kleines Hoch erlebt. Das Training lief kontinuierlich vor sich hin, der Kopf war frisch, die Motivation spürbar. Und jetzt? Jetzt fühlt sich vieles zäher an. Die Einheiten kosten mehr Überwindung, der innere Drive ist schwächer geworden.
Das ist kein Zeichen von schwindendem Durchhaltevermögen, sondern etwas ganz normals zu diesem Zeitpunkt der Saison. Der Reiz des Neustarts ist vorbei, Wettkämpfe liegen in weiter Ferne und das Training hat noch keine sichtbare Belohnung gebracht. Dazu kommen kurze Tage, Kälte, Weihnachtsstress und der Vergleich mit anderen, die scheinbar mühelos durchziehen. Genau diese Mischung macht den Dezember zur gefährlichsten Phase des Jahres – nicht, weil man Form verliert, sondern weil man beginnt, sich selbst infrage zu stellen.
Wer jetzt auf Motivation wartet, wartet oft vergeblich. Wer diese Phase aber als das erkennt, was sie ist – eine Übergangszeit zwischen Euphorie und Routine –, kann sie nutzen.









