Samstag, 3. Januar 2026

Starke Beine, starker Lauf: Warum Krafttraining zur Pflicht wird

Krafttraining ist längst mehr als nur Ergänzung – es ist der Schlüssel zu einer besseren Laufökonomie. Wer seine Beine stärkt, macht jeden Schritt effizienter, reduziert die Belastung auf Gelenke und verwandelt gespeicherte Energie in echten Vortrieb.

Frank Wechsel / spomedis

Wer effizient laufen will, muss nicht nur laufen. Diese Erkenntnis ist nicht neu, wird aber durch immer mehr Studien untermauert. Die Laufökonomie, also das Verhältnis von aufgewendeter Energie zu erzielter Geschwindigkeit, entscheidet längst nicht mehr allein über VO₂max oder Trainingsumfang. Vielmehr rückt die muskuläre Effizienz der unteren Extremität in den Mittelpunkt.

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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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Das Gefühl kann trotzdem rund sein – zumindest so lange, bis Ermüdung einsetzt. Dann übernehmen kompensierende Strukturen, und aus einem kleinen Ungleichgewicht wird ein Effizienzproblem. Beim Laufen schließlich wirkt jede Asymmetrie direkt auf den gesamten Bewegungsapparat. Eine instabile Seite, ein leicht rotierendes Becken oder ein unterschiedlicher Bodenkontakt verändern Schritt für Schritt die Belastungsverteilung. Der Körper findet Lösungen, aber diese Lösungen sind nicht immer ökonomisch. Schlimmstenfalls können Überlastungsverletzungen entstehen. Das Entscheidende: Triathlon erzeugt Ungleichgewichte nicht zwingend, aber er verstärkt das, was bereits vorhanden ist. Je höher der Umfang, je länger die Belastung, desto deutlicher werden Unterschiede zwischen links und rechts. Muskuläre Ungleichgewichte erkennen Muskuläre Ungleichgewichte zeigen sich selten spektakulär. 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Auch das Bewegungsgefühl selbst liefert Hinweise. Wer das Gefühl hat, beim Laufen leicht zur Seite zu kippen, auf dem Rad nicht ganz mittig zu sitzen oder im Wasser immer wieder in dieselbe Richtung zu driften, sollte genauer hinschauen. Diese Wahrnehmungen sind oft präziser als jede Messung. Objektive Hilfsmittel können unterstützen, sind aber nicht zwingend notwendig. Kurze Videoaufnahmen beim Laufen oder Schwimmen, einfache Spiegelchecks bei Kraftübungen oder bewusstes Rollentraining ohne Ablenkung reichen oft aus, um Unterschiede zwischen rechts und links sichtbar zu machen. Wie du sinnvoll gegensteuern kannst Nicht jedes muskuläre Ungleichgewicht muss ausgeglichen werden. Der Anspruch, beide Körperseiten vollkommen symmetrisch zu machen, ist weder realistisch noch notwendig. Entscheidend ist, ob ein Athlet auf beiden Seiten stabil, effizient und schmerzfrei arbeiten kann. Genau darauf sollte das Gegensteuern abzielen. Ein erster Schritt ist, Training bewusster zu gestalten. Einbeinige oder einarmige Übungen können helfen, Unterschiede wahrzunehmen und gezielt anzusprechen, sollten aber dosiert eingesetzt werden. Im Schwimmen geht es weniger darum, permanent einarmig zu schwimmen, sondern die Zuglänge und den Druck auf beiden Seiten zu spüren. Auf dem Rad kann bewusstes Pedalieren in niedriger Intensität helfen, das Trittgefühl zu schärfen. Beim Laufen ist Aufmerksamkeit oft wirksamer als jede Technikübung. Krafttraining spielt dabei eine zentrale Rolle, wenn es richtig eingesetzt wird. Unilaterale Übungen wie Ausfallschritte, Step-ups oder einseitige Rumpfstabilisierungen fordern jede Seite separat und machen Defizite sichtbar. Wichtig ist dabei die Ausführung. Langsame, kontrollierte Bewegungen mit stabiler Haltung sind effektiver als hohe Lasten. Ziel ist nicht maximale Kraft, sondern verlässliche Kontrolle. Ebenso entscheidend ist die Fähigkeit, Spannung und Entspannung wahrzunehmen. Viele Ungleichgewichte entstehen aus fehlender Koordination. Wer lernt, überflüssige Spannung loszulassen und Bewegungen ruhiger zu organisieren, gleicht oft mehr aus als durch zusätzliches Training. Gerade in intensiven Phasen lohnt es sich, Umfang nicht weiter zu erhöhen, sondern Qualität zu sichern. Gegensteuern ist ein fortlaufender Prozess. Ungleichgewichte verschwinden höchstwahrscheinlich nicht dauerhaft, sie verändern sich. Wer sie früh erkennt und akzeptiert, kann sie steuern – und verhindert, dass kleine Unterschiede zu echten Problemen werden.

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Auch das Bewegungsgefühl selbst liefert Hinweise. Wer das Gefühl hat, beim Laufen leicht zur Seite zu kippen, auf dem Rad nicht ganz mittig zu sitzen oder im Wasser immer wieder in dieselbe Richtung zu driften, sollte genauer hinschauen. Diese Wahrnehmungen sind oft präziser als jede Messung. Objektive Hilfsmittel können unterstützen, sind aber nicht zwingend notwendig. Kurze Videoaufnahmen beim Laufen oder Schwimmen, einfache Spiegelchecks bei Kraftübungen oder bewusstes Rollentraining ohne Ablenkung reichen oft aus, um Unterschiede zwischen rechts und links sichtbar zu machen. Wie du sinnvoll gegensteuern kannst Nicht jedes muskuläre Ungleichgewicht muss ausgeglichen werden. Der Anspruch, beide Körperseiten vollkommen symmetrisch zu machen, ist weder realistisch noch notwendig. Entscheidend ist, ob ein Athlet auf beiden Seiten stabil, effizient und schmerzfrei arbeiten kann. Genau darauf sollte das Gegensteuern abzielen. Ein erster Schritt ist, Training bewusster zu gestalten. Einbeinige oder einarmige Übungen können helfen, Unterschiede wahrzunehmen und gezielt anzusprechen, sollten aber dosiert eingesetzt werden. Im Schwimmen geht es weniger darum, permanent einarmig zu schwimmen, sondern die Zuglänge und den Druck auf beiden Seiten zu spüren. Auf dem Rad kann bewusstes Pedalieren in niedriger Intensität helfen, das Trittgefühl zu schärfen. Beim Laufen ist Aufmerksamkeit oft wirksamer als jede Technikübung. Krafttraining spielt dabei eine zentrale Rolle, wenn es richtig eingesetzt wird. Unilaterale Übungen wie Ausfallschritte, Step-ups oder einseitige Rumpfstabilisierungen fordern jede Seite separat und machen Defizite sichtbar. Wichtig ist dabei die Ausführung. Langsame, kontrollierte Bewegungen mit stabiler Haltung sind effektiver als hohe Lasten. Ziel ist nicht maximale Kraft, sondern verlässliche Kontrolle. Ebenso entscheidend ist die Fähigkeit, Spannung und Entspannung wahrzunehmen. Viele Ungleichgewichte entstehen aus fehlender Koordination. Wer lernt, überflüssige Spannung loszulassen und Bewegungen ruhiger zu organisieren, gleicht oft mehr aus als durch zusätzliches Training. Gerade in intensiven Phasen lohnt es sich, Umfang nicht weiter zu erhöhen, sondern Qualität zu sichern. Gegensteuern ist ein fortlaufender Prozess. Ungleichgewichte verschwinden höchstwahrscheinlich nicht dauerhaft, sie verändern sich. Wer sie früh erkennt und akzeptiert, kann sie steuern – und verhindert, dass kleine Unterschiede zu echten Problemen werden.