Frankfurt is calling! Am kommenden Sonntag dürfte es in der Mainmetropole nicht nur aufgrund der erwarteten Temperaturen heiß hergehen.
Am Sonntag, 28. Juni, steht Frankfurt wieder im Zeichen der Langdistanz. Bei der 24. Ausgabe des Mainova Ironman Frankfurt geht es für die Profi-Männer um den Europameistertitel, Punkte in der Ironman Pro Series, 87.500 US-Dollar Preisgeld und sechs Startplätze für die Ironman-Weltmeisterschaft 2026 auf Hawaii. Rund 3.000 Agegrouper aus 83 Nationen werden ebenfalls erwartet. Für alle führt der Weg über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen bis auf den Römerberg.
Großer Favoritenkreis und deutsches Aufgebot
Sportlich ist das Rennen hochklassig besetzt. Angeführt wird das Feld von Casper Stornes. Der Norweger startet mit der Nummer eins, reist als amtierender Ironman-Weltmeister nach Frankfurt und kennt das Rennen bereits aus dem vergangenen Jahr, als er Dritter wurde. Diesmal gehört er zu den Favoriten auf den Sieg und den EM-Titel. Auch Gustav Iden zählt als aktueller Vizeweltmeister zum engsten Kreis der Anwärter. Gemeinsam mit Stornes sorgt er für eine starke Ausgangsposition aus norwegischer Sicht.
Einer der spannendsten Konkurrenten ist Magnus Ditlev. Der Däne feiert in Frankfurt nach einer krankheitsbedingt schwierigen Phase ein Comeback. Auf der Langdistanz gehört Ditlev seit Jahren zu den prägenden Athleten. 2023 und 2024 stand er jeweils auf dem Podium der Ironman-Weltmeisterschaft. Wenn er sein Leistungsniveau wieder erreicht, dürfte er vor allem auf der Radstrecke zu den Athleten gehören, die das Rennen maßgeblich beeinflussen.
Neben den großen Namen aus Norwegen und Dänemark ist auch Gregory Barnaby ein Kandidat für das Podium. Der Italiener gewann 2024 die Ironman Pro Series und wurde im selben Jahr Dritter in Frankfurt. Kieran Lindars reist ebenfalls mit guten Erinnerungen an: Der Brite belegte 2024 in Frankfurt Rang zwei und zählt erneut zu den stärksten Athleten im Feld. Dahinter ist die Liste der möglichen Mitfavoriten lang. Vincent Luis bringt als früherer Kurzdistanzler viel Grundschnelligkeit mit und hat bereits gezeigt, dass er seine Performance auch auf 226 Kilometer übertragen kann.
Aus deutscher Sicht richtet sich der Blick vor allem auf Jonas Hoffmann. Er war im vergangenen Jahr als Fünfter bester Deutscher und gehört auch diesmal zu den wichtigsten heimischen Hoffnungen. Ebenfalls auf der aktuellen Startliste stehen unter anderem Finn Große-Freese, Jan Stratmann, Paul Schuster und Wilhelm Hirsch. Große-Freese ist aktuell der schnellste Deutsche auf der Langdistanz (7:27:34 Stunden beim Ironman Kopenhagen 2025). Hirsch könnte besonders im ersten Rennabschnitt eine Rolle spielen, Stratmann hat sich als ausgeglichener Athlet an der nationalen Spitze auf der Langdistanz etabliert, und Schuster zeigte bei seinem Heimrennen am Main schon häufig gute Leistungen.
Insgesamt sind nach aktueller Liste 15 deutsche Profis gemeldet: Neben Große-Freese, Hoffmann, Schuster, Hirsch und Stratmann sind das Maximilian Sperl, Nick Emde, Lukas Stahl, Ruben Zepuntke, Vincent Größer, Marc Eggeling, Thomas Bosch, Julian Becker, Pascal Tischler und Raphael Junghans. Im Hinblick auf die WM-Qualifikation kann vom deutschen Aufgebot nur Wilhelm Hirsch ohne Druck racen. Durch seinen Sieg beim Ironman Brasilien ist er bereits qualifiziert und nutzt das Rennen „nur“ für weitere Punkte in der Pro Series.
Bewährte Strecken für Hitzeschlacht
Das Rennen beginnt traditionell außerhalb Frankfurts im Langener Waldsee. Die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke führt über zwei Runden und beinhaltet einen kurzen Australian Exit. Die Profi-Männer starten um 6:20 Uhr im Massenstart. Ab 6:30 Uhr folgen die Agegrouper im Rolling Start.
Nach dem ersten Wechsel geht es auf die 180 Kilometer lange Radstrecke. Der Kurs führt zunächst in Richtung Frankfurt City und anschließend nordöstlich der Stadt durch die Wetterau. Über den ikonischen Heartbreak Hill in Bad Vilbel, seit diesem Jahr nach längerer Pause wieder Teil des Kurses, geht es zurück ans Mainufer auf die zweite Runde oder in die zweite Wechselzone.
Hotspot Nr. 1: Heartbreak Hill
Der Heartbreak Hill gehört zu den bekanntesten Zuschauer-Hotspots des Mainova IRONMAN Frankfurt. Wenn die Athletinnen und Athleten den Anstieg bei Bad Vilbel erreichen, sind nicht nur starke Beine gefragt – sondern auch lautstarke Unterstützung von der Strecke. Das Besondere: Die Teilnehmenden passieren den Heartbreak Hill gleich zweimal während der Radstrecke. Du hast also doppelt die Gelegenheit, für echte Gänsehautmomente zu sorgen.
Dich erwarten: Live-DJ und Moderation, Mainova-Wasserbar zur Erfrischung und die einzigartige Fan-Atmosphäre direkt an der Strecke. Zu erreichen mit der S6 Richtung Friedberg bis Bahnhof Bad Vilbel, von dort mit Spezial-Shuttle oder zu Fuß, oder mit dem Rad über den Nidda-Radweg und die ausgeschilderten Wege Richtung Bad Vilbel.
Der Marathon führt anschließend über vier Runden entlang des Mainufers. Die Laufstrecke gehört zu den bekanntesten Abschnitten des Rennens und zu den beliebtesten des Ironman-Kalenders: Skylineblick, viele Zuschauer und der abschließende Zieleinlauf auf dem Römerberg prägen das Finale. Spätestens hier dürfte die Hitze zum entscheidenden Faktor werden. Die Strecke bietet kaum Schatten, die derzeit angekündigten 39 Grad Celsius dürften sich auf dem Asphalt noch heißer anfühlen.
Hotspot Nr. 2: Mainova Energy Zone
Du möchtest die Läuferinnen und Läufer auf den letzten Kilometern unterstützen? Dann bist du in der Mainova Energy Zone genau richtig. Direkt an der Laufstrecke erwartet dich ein Bereich voller Energie, Unterhaltung und Mitmachangebote für die ganze Familie.
Dich erwarten: Moderation durch Roy Fischer, Plakatmal-Station für Jung und Alt, der direkte Blick auf die Laufstrecke und die Chillout-Area zum Entspannen mit Schattenspender für heiße Sommertage. Zu erreichen mit allen S-Bahnen bis Frankfurt Hauptbahnhof oder Frankfurt Süd, dann kurzer Fußweg zur Laufstrecke und zur Mainova Energy Zone.
So kannst du den Ironman Frankfurt live verfolgen
Wer das Rennen nicht vor Ort verfolgt, kann es dennoch vom Startschuss bis zum Zieleinlauf live sehen. Für Fans in Deutschland ist insbesondere die Übertragung des Hessischen Rundfunks zu erwähnen. Der Ironman Frankfurt läuft ab 6:10 Uhr in voller Länge im linearen Fernsehen beim HR, im Livestream der Hessenschau sowie auf sportschau.de. Kommentiert wird das Rennen von Dirk Froberg, Sebastian Kienle ist als Experte dabei. Mit englischem Kommentar kann das Rennen wie immer auf dem YouTube-Kanal von Ironman sowie bei Dazn verfolgt werden.