In der Rennwoche des Ironman Frankfurt blicken wir auf das klassische Langdistanz-Abschlusstraining der Norweger. Weltmeister Casper Stornes absolvierte im Höhentrainingslager in St. Moritz eine spezifische Koppeleinheit mit einem Lauf von mehr als 31 Kilometern.

Casper Stornes kehrt als Ironman-Weltmeister an den Ort zurück, an dem seine noch junge Langdistanzgeschichte begann. 2021 wagte der Norweger nur zwei Wochen nach den Olympischen Spielen in Tokio beim Ironman Frankfurt seinen ersten Start über die volle Distanz. Nach Problemen mit der Wettkampfverpflegung musste er das Rennen damals auf der Laufstrecke beenden. 2025 kam Stornes als deutlich erfahrenerer Athlet zurück und schaffte es bei der Europameisterschaft auf Rang drei. Den endgültigen Durchbruch schaffte er wenige Monate danach: Bei der Ironman-WM in Nizza gewann Stornes mit einem phänomenalen Marathon in 2:29:25 Stunden die Weltmeisterschaft.
Auch in der laufenden Saison zeigte der 29-Jährige trotz einer mehrwöchigen Laufverletzung im Winter bereits seine Stärke: Beim Ironman 70.3 Oceanside belegte er Platz drei und lief den Halbmarathon in 1:08:35 Stunden. Drei Wochen später folgte beim Ironman Texas erneut Rang drei. Dabei absolvierte Stornes den Marathon in 2:33:00 Stunden. Am kommenden Sonntag geht Stornes beim Ironman Frankfurt mit der Startnummer eins in die Europameisterschaft. Im Mittelpunkt steht unter anderem das norwegische Duell mit Teamkollege Gustav Iden. Dazu kommen als weitere Konkurrenten unter anderem Magnus Ditlev, Jamie Riddle, Vincent Luis, Gregory Barnaby, Kieran Lindars, Kyle Smith und zahlreiche starke deutsche Profis wie Finn Große-Freese und Jonas Hoffmann. Als amtierender Weltmeister und Vorjahresdritter zählt Stornes zweifellos zu den ersten Anwärtern auf den Sieg.
Zwei Wochen vor dem Rennen absolvierte Stornes im Höhentrainingslager in St. Moritz das mittlerweile klassische norwegische Abschlusstraining vor einer Langdistanz. Für Stornes und Iden lag die Einheit exakt zwei Wochen vor Frankfurt, Kristian Blummenfelt setzte denselben Reiz drei Wochen vor seinem Start bei der Challenge Roth. Der Ablauf folgte einem bekannten Muster: eine lange Radeinheit mit viel Umfang im Bereich der Langdistanzintensität und anschließend ein außergewöhnlich langer Lauf mit großen Anteilen nahe dem geplanten Ironman-Marathontempo.












