Lena Meißner schnuppert am Triumph, doch Katrina Matthews gewinnt Ironman 70.3 Elsinore mit überragendem Halbmarathon

Mit einer starken Laufperformance ist Katrina Matthews beim Ironman 70.3 Elsinore zum Sieg gestürmt. Lena Meißner gelang bei dem Pro-Series-Rennen in Dänemark der Sprung aufs Podest.

Getty Images for Ironman Platz drei im dänischen Helsingör: Lena Meißner.

Katrina Matthews ist ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und hat nach hartem Fight doch noch den Ironman 70.3 Elsinore gewonnen. Die Britin machte beim Laufen einen Drei-Minuten-Rückstand wett und siegte in 4:02:57 Stunden vor der Dänin Katrine Christensen (4:03:33 Stunden) und Lena Meißner. Die deutsche Profi-Triathletin hatte das Rennen über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen zwischenzeitlich angeführt. Am Ende brachte die Ironman-70.3-Europameisterin das Podium in 4:04:55 Stunden unter Dach und Fach.

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Anders als das Resultat vermuten lässt, war das Rennen alles andere als eine klare Sache für Matthews. Die 35-Jährige musste hart kämpfen, um nach dem Ironman Neuseeland und dem Ironman 70.3 Geelong ihren dritten Saisonsieg perfekt zu machen. Nach dem Schwimmen lag sie wie gewohnt zurück, doch diesmal gelang es der normalerweise starken Radfahrerin nicht, den Rückstand auf den 90 Kilometern zu verkürzen. Im Gegenteil: Aus anfangs zwei wurden sogar drei Minuten. Erst nach dem Wechsel in die Laufschuhe zeigte Matthews, dass sie weiter an den Sieg glaubte. Bereits nach drei Kilometern hatte sie die Hälfte ihres Rückstands aufgeholt. Spätestens als Matthews nach neun Kilometern erst an Meißner und dann an der zu diesem Zeitpunkt führenden Christensen vorbeizog, war die Sache entschieden.

Getty Images for Ironman Siegerin Katrina Matthews jubelt im Ziel.

Meißner macht Podium perfekt

„Zum Glück heißt es Triathlon und ein Rennen besteht aus drei Disziplinen“, sagte eine glückliche Matthews im Zielinterview. „Das Schwimmen war heute sehr chaotisch und ich fühlte mich schlecht auf dem Rad. Beim Laufen war mein Plan, die Spitze möglichst schnell einzuholen. Zum Glück konnte ich mich an einige der Männer ranhängen. Das hat geholfen.“ Mit den 2.500 Punkten, die Matthews für den Sieg erhält, zieht sie in der Ironman Pro Series an der bisher führenden Ironman-Weltmeisterin Solveig Løvseth vorbei. Der Gesamtsiegerin winkt am Ende des Jahres ein Jackpot von 200.000 US-Dollar. Zuletzt hatte Matthews beim Ironman Texas wegen eines Reifenschadens aufgeben müssen.

Lena Meißner hielt sich von Beginn an in der Spitzengruppe, ohne zunächst selbst Akzente zu setzen. Beim Schwimmen kam sie kurz hinter der Schnellsten, Natalie van Coevorden aus Australien (24:15 Minuten), aus dem Wasser. Danach rollte sie gemeinsam mit Lotte Wilms, Marta Sánchez, Hanne de Vet und Audrey Merle in der fünfköpfigen Spitzengruppe mit. Für Tempo sorgten dabei vor allem Wilms und de Vet.

Meißner bedankt sich für die Führungsarbeit

„Ehrlicherweise fühlte ich mich heute lange Zeit etwas nutzlos“, erklärte Meißner im Ziel. „Das Schwimmen verlief überhaupt nicht wie geplant und beim Radfahren muss ich mich bei den anderen für die Führungsarbeit bedanken.“ Erst beim Laufen auf dem verwinkelten Kurs zwischen Öresund, Industriegebiet und Fußgängerzone, zeigte sich Meißner an der Spitze. Ab Kilometer drei führte die 27-Jährige das Rennen sogar an. Am Ende waren Christensen und vor allem Matthews aber heute zu stark.

Die weiteren deutschen Profis schafften es nicht in die Top Ten. Jenny Jendyschik, Henrike Güber und Franziska Hofmann belegten die Plätze 15, 17 und 21.

Ergebnisse: Ironman 70.3 Elsinore

21. Juni 2026 · Elsinore, DEN
1,9 km Swim · 90 km Bike · 21,1 km Run
32°C
klar
18km/h
aus N
69
Starter
65 94,2 %
Finisher

Athletensuche

Profis

Frauen

PlatzNameLandGesamt1,9 km Swim90 km Bike21,1 km Run
1Katrina Matthews🇬🇧GBR4:02:5726:042:15:101 1:16:36
2Katrine Christensen🇩🇰DEN4:03:3328:081 2:09:562 1:19:31
3Lena Meißner🇩🇪GER4:04:553 24:172:14:163 1:21:13
4Audrey Merle🇫🇷FRA4:05:5825:082 2:13:491:21:54
5Marta Sanchez🇪🇸ESP4:06:3324:193 2:13:571:23:03
6Hanne De Vet🇧🇪BEL4:06:4424:212:14:101:23:13
7Lotte Wilms🇳🇱NED4:08:1724:202:13:591:24:40
8Natalie Van Coevorden🇦🇺AUS4:09:141 24:152:18:081:21:50
9Fenella Langridge🇬🇧GBR4:10:232 24:162:17:051:24:02
10Leana Bissig🇨🇭SUI4:10:5626:012:16:281:23:25
11Francesca Crestani🇮🇹ITA4:12:1126:062:16:571:23:56
12Nina Derron🇨🇭SUI4:14:1927:042:18:521:23:08
13Luisa Iogna Prat🇮🇹ITA4:14:5524:242:20:141:24:45
14Anastacia Damm Nielsen🇩🇰DEN4:15:5426:292:19:211:24:41
15Jenny Jendryschik🇩🇪GER4:16:5427:072:18:191:25:30
16Giorgia Priarone🇮🇹ITA4:17:4029:422:19:411:22:33
17Henrike Güber🇩🇪GER4:22:4130:552:22:581:22:56
18Shiva Leisner🇩🇰DEN4:25:3429:052:20:321:29:50
19Joeanna Nielsen🇩🇰DEN4:30:1729:272:24:451:30:30
20Linda Brännlund🇸🇪SWE4:31:5426:062:27:581:31:12
21Franziska Hofmann🇩🇪GER4:32:2926:552:26:001:33:22
22Marie Ingerhed🇸🇪SWE4:36:1333:562:22:291:33:44
23Baiba Medne🇱🇻LAT4:47:1531:132:42:401:27:55
24Stephanie Clutterbuck🇬🇧GBR4:50:4030:582:39:211:31:49
Sara Svensk🇸🇪SWEDNS
Nicole Pelin🇸🇪SWEDNS
Jeanne Collonge🇫🇷FRADNS

Splits Profis

Frauen

Top 10 Schwimmen

PlatzNameLandZeit
1Natalie Van Coevorden🇦🇺AUS24:15
2Fenella Langridge🇬🇧GBR24:16
3Lena Meißner🇩🇪GER24:17
4Marta Sanchez🇪🇸ESP24:19
5Lotte Wilms🇳🇱NED24:20
6Hanne De Vet🇧🇪BEL24:21
7Luisa Iogna Prat🇮🇹ITA24:24
8Audrey Merle🇫🇷FRA25:08
9Leana Bissig🇨🇭SUI26:01
10Katrina Matthews🇬🇧GBR26:04

Top 10 Rad

PlatzNameLandZeit
1Katrine Christensen🇩🇰DEN2:09:56
2Audrey Merle🇫🇷FRA2:13:49
3Marta Sanchez🇪🇸ESP2:13:57
4Lotte Wilms🇳🇱NED2:13:59
5Hanne De Vet🇧🇪BEL2:14:10
6Lena Meißner🇩🇪GER2:14:16
7Katrina Matthews🇬🇧GBR2:15:10
8Leana Bissig🇨🇭SUI2:16:28
9Francesca Crestani🇮🇹ITA2:16:57
10Fenella Langridge🇬🇧GBR2:17:05

Top 10 Laufen

PlatzNameLandZeit
1Katrina Matthews🇬🇧GBR1:16:36
2Katrine Christensen🇩🇰DEN1:19:31
3Lena Meißner🇩🇪GER1:21:13
4Natalie Van Coevorden🇦🇺AUS1:21:50
5Audrey Merle🇫🇷FRA1:21:54
6Giorgia Priarone🇮🇹ITA1:22:33
7Henrike Güber🇩🇪GER1:22:56
8Marta Sanchez🇪🇸ESP1:23:03
9Nina Derron🇨🇭SUI1:23:08
10Hanne De Vet🇧🇪BEL1:23:13

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Peter Jacob
Peter Jacob
Abitur, Studium der Sportwissenschaft und Volontariat bei dpa änderten nichts daran, dass Peter eines blieb: Ausdauersportler mit Leidenschaft. Auch wenn der Hamburger heute öfter die Laufschuhe schnürt, sind die Stärken des ehemaligen Leistungsschwimmers klar verteilt. Man munkelt, die Sportart Swimrun sei nur für ihn erfunden worden.

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