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Sprint- und Staffelrennen beim WTCS Quiberon: Kann das Team Deutschland wieder überzeugen?

Die WTCS macht erstmals im französischen Quiberon Station. Auf der Sprintdistanz treffen Beaugrand und Månsson sowie Vilaça, Yee, Graf und Hellwig aufeinander. Und wie schlägt sich Deutschland in der Mixed Relay?

World Triathlon Kann das deutsche Team, ähnlich wie in Abu Dhabi 2025, nach der Mixed Relay jubeln?

Die World Triathlon Championship Series macht am Wochenende erstmals in Quiberon Station. Der Ort an der französischen Atlantikküste ist für viele Athleten zwar aus der französischen Grand-Prix-Serie bekannt, als WTCS-Austragungsort aber neu. Am Samstag stehen die Einzelrennen über die Sprintdistanz auf dem Programm, am Sonntag folgt die erste Mixed Relay der Saison.

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Damit verändert sich im Vergleich zu den bisherigen Saisonrennen auch die Dynamik. Statt der olympischen Distanz warten 750 Meter Schwimmen im Meer, 22 Kilometer Radfahren und ein abschließender Fünf-Kilometer-Lauf.

Vilaça jagt den dritten Sieg

Bei den Männern führt der Weg zum Sieg über Vasco Vilaça. Der Portugiese hat seine beiden bisherigen WTCS-Starts in diesem Jahr gewonnen und kommt als Führender der Serie nach Frankreich. Nach seinen Erfolgen in Samarkand und Alghero könnte er mit einem weiteren Sieg die Gesamtwertung zur Saisonmitte deutlich prägen.

Ein Selbstläufer wird das allerdings nicht. Miguel Hidalgo zählt nach starken Auftritten in dieser Saison erneut zu den wichtigsten Herausforderern. Auch Alex Yee ist über die Sprintdistanz immer gefährlich, vor allem, wenn er in Schlagdistanz auf die Laufstrecke kommt. Genau das dürfte die zentrale Frage des Rennens werden: Gelingt es den starken Schwimmern und Radfahrern, früh eine Lücke zu reißen – oder bleibt das Feld so geschlossen, dass die Entscheidung auf den letzten fünf Kilometern fällt?

Aus deutscher Sicht richtet sich der Blick vor allem auf Henry Graf und Tim Hellwig. Graf kehrt nach einer kurzen Verletzungspause zurück, die ihn zuletzt zur Absage der Europameisterschaft gezwungen hatte. In Alghero musste er nach einem Sturz das Rennen vorzeitig beenden, zuvor hatte er mit Platz zwei in Samarkand seine Form bereits eindrucksvoll gezeigt. Hellwig steigt nach starken Ergebnissen in der ersten Saisonhälfte ebenfalls in die WTCS-Saison ein, in der es nun auch für ihn um wichtige Punkte für die Olympiaqualifikation in Richtung Los Angeles 2028 geht.

Das deutsche Männerteam wird durch Jonas Osterholt, Valentin Wernz und Chris Ziehmer komplettiert. Neben Vilaça, Hidalgo, Yee, Graf und Hellwig gehören auch Athleten wie Ricardo Batista, Dorian Coninx, David Cantero und Hugo Milner zu den Namen, die im Kampf um das Podium eine Rolle spielen können.

Beaugrand gegen Månsson

Bei den Frauen kommt es zum ersten direkten Duell des Jahres zwischen Cassandre Beaugrand und Tilda Månsson. Beaugrand gewann zuletzt in Alghero, Månsson hatte zuvor in Yokohama ihren ersten WTCS-Sieg gefeiert. Da Beth Potter, Siegerin des Saisonauftakts in Samarkand, nicht am Start steht, rückt dieses Duell besonders in den Mittelpunkt.

Beaugrand geht als Olympiasiegerin mit der Favoritenrolle ins Rennen. Gerade auf französischem Boden hat sie in den vergangenen Jahren mehrfach gezeigt, wie schwer sie zu schlagen ist. Auch die Sprintdistanz liegt ihr: Ihren ersten WTCS-Sieg feierte sie 2018 in Hamburg über dieses Format.

Månsson bringt allerdings genau die Qualitäten mit, die Beaugrand gefährlich werden können. Die Schwedin ist schnell, offensiv und hat ihre größten internationalen Erfolge ebenfalls häufig über kürzere Distanzen gefeiert. Ihr Sieg in Yokohama über die olympische Distanz zeigte zudem, dass sie nicht nur auf reine Sprintentscheidungen festgelegt ist.

Eine weitere Anwärterin auf den Sieg ist Leonie Periault. Die Französin gehört zu den wenigen Athletinnen im Feld, die in den vergangenen beiden Jahren ein WTCS-Rennen über die Sprintdistanz gewinnen konnten. Dazu kommen mit Jeanne Lehair, Emma Lombardi, Georgia Taylor-Brown, Bianca Seregni und Jolien Vermeylen mehrere Athletinnen, die entweder bereits auf WTCS-Podien standen oder über die kurze Distanz besonders gefährlich sind.

Deutsches Team mit Lindemann, Neubert, Rust und Koch

Angeführt wird das deutsche Frauenteam von Laura Lindemann. Die Staffel-Olympiasiegerin stand in dieser Saison bereits zweimal im Weltcup auf dem Podest und belegte bei ihren bisherigen WTCS-Starts die Plätze 15 und neun. Nach ihrem Verzicht auf Alghero ist Quiberon für sie der erste Start im neuen Olympiaqualifikationszeitraum.

Tanja Neubert hat diesen Schritt bereits in Alghero gemacht und dort erneut Platz neun erreicht – ihr saisonübergreifend drittes Top-Ten-Ergebnis in Folge in der höchsten Rennserie. Franka Rust reist mit Rückenwind an, nachdem sie bei der Europameisterschaft über die Kurzdistanz Rang acht belegt hatte. Annika Koch will nach ihrem vorzeitigen Ausstieg in Alghero wieder zurück in den Rennrhythmus finden.

Nicht am Start ist Lisa Tertsch. Die frisch gekürte Europameisterin hatte ursprünglich zum deutschen Aufgebot gehört, zog ihren Start aber kurzfristig zurück.

Livestream und Mixed Relay

Das Rennwochenende beginnt am Samstag um 10 Uhr mit dem Einzelrennen der Männer. Die Frauen starten um 12 Uhr. Am Sonntag folgt um 17 Uhr die Mixed Relay, für die 18 Nationen gemeldet sind. Alle Rennen werden live auf triathlonlive.tv übertragen.

Startliste: 2026 World Triathlon Championship Series Quiberon

20. Juni 2026 · Quiberon, FRA
750 m Swim · 22 km Bike · 5,1 km Run
116
Starter
113 97,4 %
Finisher

Startliste

Elite Men 51 Starter · 5 × 🇩🇪 | 3 × 🇦🇹 | 2 × 🇨🇭
Bib Name Land
1Vasco Vilaca🇵🇹POR
2Miguel Hidalgo🇧🇷BRA
3Ricardo Batista🇵🇹POR
5Yanis Seguin🇫🇷FRA
6Denis KolobrodovAIN
7Tim Hellwig🇩🇪GER
8Henry Graf🇩🇪GER
9Ian Pennekamp🇳🇱NED
10Tjebbe Kaindl🇦🇹AUT
11Dorian Coninx🇫🇷FRA
12Alex Yee🇬🇧GBR
14Diego Moya🇨🇱CHI
15Callum Mcclusky🇦🇺AUS
16Aoba Yasumatsu🇯🇵JPN
17Hugo Milner🇬🇧GBR
18David Cantero Del Campo🇪🇸ESP
19Saxon Morgan🇳🇿NZL
20Jonas Osterholt🇩🇪GER
21Takumi Hojo🇯🇵JPN
22Nicola Azzano🇮🇹ITA
23Miguel Tiago Silva🇵🇹POR
24Gjalt Panjer🇳🇱NED
25Max Stapley🇬🇧GBR
26Euan De Nigro🇮🇹ITA
27Jérémy Quindos🇺🇿UZB
28Harry Leleu🇬🇧GBR
29Seth Rider🇺🇸USA
31Arnaud Mengal🇧🇪BEL
32Manoel Messias🇧🇷BRA
33Chris Ziehmer🇩🇪GER
34Sebastian Wernersen🇳🇴NOR
35Simon Westermann🇨🇭SUI
36Valentin Wernz🇩🇪GER
37John Reed🇺🇸USA
38Luke Schofield🇦🇺AUS
39Ren Sato🇯🇵JPN
41Gregor Payet🇱🇺LUX
42Lucas Cambresy🇱🇺LUX
43Maxime Hueber-Moosbrugger🇫🇷FRA
44Filip Michalek🇨🇿CZE
45Sylvain Fridelance🇨🇭SUI
48Jawad Abdelmoula🇲🇦MAR
49Sergio Baxter Cabrera🇪🇸ESP
50Kuba Gajda🇵🇱POL
51Tayler Reid🇳🇿NZL
52Peter Luftensteiner🇦🇹AUT
53Panagiotis Bitados🇬🇷GRE
54Luke Mccarron🇮🇪IRL
55Gergő Dobi🇭🇺HUN
56Gergő Gyula Soós🇭🇺HUN
57Lukas Pertl🇦🇹AUT
Elite Women 51 Starter · 4 × 🇩🇪 | 1 × 🇦🇹 | 2 × 🇨🇭
Bib Name Land
1Jeanne Lehair🇱🇺LUX
2Jolien Vermeylen🇧🇪BEL
3Leonie Periault🇫🇷FRA
4Georgia Taylor-Brown🇬🇧GBR
5Tilda Månsson🇸🇪SWE
6Diana IsakovaAIN
7Tanja Neubert🇩🇪GER
8Bianca Seregni🇮🇹ITA
9Cassandre Beaugrand🇫🇷FRA
10Laura Lindemann🇩🇪GER
11Gwen Jorgensen🇺🇸USA
12Maria Tomé🇵🇹POR
14Emma Lombardi🇫🇷FRA
15Franka Rust🇩🇪GER
16Robin Dreijling🇳🇱NED
18Tara Sosinski🇦🇺AUS
19Valentina RiasovaAIN
20Verena Steinhauser🇮🇹ITA
21Djenyfer Arnold🇧🇷BRA
22Sophie Evans🇬🇧GBR
23Vittoria Lopes🇧🇷BRA
24Diana Dunajska🇸🇰SVK
25Rebecca Beti🇨🇭SUI
26Danielle Orie🇺🇸USA
27Gina Sereno🇺🇸USA
28Manami Hayashi🇯🇵JPN
29Desirae Ridenour🇨🇦CAN
30Tereza Zimovjanova🇨🇿CZE
31Dana Prikrylova🇨🇿CZE
32Mako Hiraizumi🇯🇵JPN
34Annika Koch🇩🇪GER
35Sarika Nakayama🇯🇵JPN
36Eva Goodisson🇳🇿NZL
37Kanae Takenaka🇯🇵JPN
38Himeka Sato🇯🇵JPN
39Zuzana Michalickova🇸🇰SVK
40Barbara De Koning🇳🇱NED
41Hanna Maksimava🇧🇾BLR
42Katrien Maes🇧🇪BEL
43Sophie Malowiecki🇦🇺AUS
44Alissa Konig🇨🇭SUI
45Carina Reicht🇦🇹AUT
46Mariana Vargem🇵🇹POR
47Nicole Van Der Kaay🇳🇿NZL
48Brea Roderick🇳🇿NZL
49Margot Garabedian🇰🇭CAM
51Dominika Peszleg🇭🇺HUN
52Madalena Amaral Almeida🇵🇹POR
53Petra Kurikova🇨🇿CZE
54Phoebe Carter🇳🇿NZL
55Carlotta Missaglia🇮🇹ITA
Mixed Relay 17 Starter
Bib Name Land
1
2
3
4
5
6
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8
9
10
11
12
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Jan Luca Grüneberg
Jan Luca Grüneberg
Nach dem Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln ist Jan Luca Grüneberg seit 2022 bei spomedis und wurde dort zum Redakteur ausgebildet. Wenn er gerade mal nicht trainiert, hört oder produziert er wahrscheinlich Musik.

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