Die Ironman-70.3-Weltmeisterschaft kehrt in die USA zurück: Chattanooga (Tennessee) wird am 28. und 29. August 2027 zum zweiten Mal Ausrichter der Titelkämpfe.

Chattanooga darf sich nach zehn Jahren auf die Rückkehr der besten Triathleten der Welt freuen: Die „Scenic City“ in Tennessee wurde nun als Austragungsort der Ironman-70.3-Weltmeisterschaft 2027 verkündet. Am 28. und 29. August 2027 werden rund 7.000 der besten Profi- und Agegroup-Athletinnen und -Athleten erwartet. Damit kehrt die WM an einen Ort zurück, der bereits über Jahre fest im Ironman-Rennkalender steht.
Weltweite Qualifikation – 2026 auch noch bei drei deutschen Rennen
Die Ironman-70.3-WM gilt als Höhepunkt im Mitteldistanz-Kalender: Startberechtigt sind ausschließlich Athletinnen und Athleten, die sich bei einem der mehr als 120 Qualifikationsrennen weltweit einen Slot geholt haben. Alle Rennen ab dem 5. Juli 2026 führen zur WM 2027, hierzulande gibt es in diesem Jahr noch drei Qualifikationsmöglichkeiten bei den Ironman-70.3-Rennen in Duisburg (16. August), Leipzig (23. August) und Erkner (13. September).
Dass Chattanooga ausgewählt wurde, ist zudem Teil eines neuen Fünfjahres-Abkommens, das der Region langfristig Ironman-Veranstaltungen sichert. In diesem Rahmen ist auch die Rückkehr von Profirennen der Ironman Pro Series nach Chattanooga in den kommenden Jahren vorgesehen.

Weltklasse-Triathlon am 28. und 29. August 2027
Die WM wird an zwei Tagen ausgetragen – ein Format, das Chattanooga bereits kennt: Schon 2017 war die Stadt Austragungsort der Ironman-70.3-Weltmeisterschaft und schrieb dabei Geschichte, weil der Wettbewerb erstmals über zwei Tage stattfand. Damals kamen rund 4.500 Athletinnen und Athleten aus 90 Ländern zusammen – zu diesem Zeitpunkt das größte Starterfeld in der Event-Historie. Die Profi-Rennen gewannen 2017 Daniela Ryf (Schweiz) und Javier Gomez (Spanien). Die Aufteilung in einen Frauen- und einen Männer-Renntag ist inzwischen Standard bei den Ironman-70.3-Weltmeisterschaften.
Über Nizza in den Oman
In diesem Jahr finden die Titelkämpfe zum zweiten Mal nach 2019 in Nizza (Frankreich) statt. Auch 2028 waren die Titelkämpfe eigentlich an der Côte d’Azur geplant, doch die ausrichtende Ironman-Group bekam zuletzt Gegenwind aus der neuen politischen Führung der Stadt, die die Gelder zur Unterstützung dieser Art von Großevents streichen wollte. Damit könnte sich der Austragungsort für 2028 eventuell noch ändern. 2029 finden die Meisterschaften dann erstmals in Maskat im Oman statt.
Vier deutsche Männer konnten die Ironman-70.3-Weltmeisterschaften bereits für sich entscheiden: Michael Raelert, Sebastian Kienle und Jan Frodeno gewannen jeweils zweimal, Rico Bogen holte 2023 im finnischen Lahti den insgesamt siebten und bis heute letzten Titel nach Deutschland. Damit haben die deutschen Triathleten mehr Titel errungen als jedes andere Land – die Briten und Australier kommen auch sechs Titel, die Amerikaner und Schweizer auf fünf. Alle Titel für die Schweiz wurden von Daniela Ryf errungen – der von Chattanooga 2017 war ihr dritter.
Die Geschichte der Ironman-70.3-WM
Alle Orte, alle Sieger| Jahr | Ort | Siegerin | Sieger |
|---|---|---|---|
| 2006 | Clearwater (USA) | Samantha McGlone (CAN) | Craig Alexander (AUS) |
| 2007 | Clearwater (USA) | Mirinda Carfrae (AUS) | Andy Potts (USA) |
| 2008 | Clearwater (USA) | Joanna Zeiger (USA) | Terenzo Bozzone (NZL) |
| 2009 | Clearwater (USA) | Julie Dibens (GBR) | Michael Raelert (GER) |
| 2010 | Clearwater (USA) | Jodie Swallow (GBR) | Michael Raelert (GER) |
| 2011 | Henderson (USA) | Melissa Rollison (AUS) | Craig Alexander (AUS) |
| 2012 | Henderson (USA) | Leanda Cave (GBR) | Sebastian Kienle (GER) |
| 2013 | Henderson (USA) | Melissa Hauschildt (AUS) | Sebastian Kienle (GER) |
| 2014 | Mont-Tremblant (CAN) | Daniela Ryf (SUI) | Javier Gomez (ESP) |
| 2015 | Zell am See (AUT) | Daniela Ryf (SUI) | Jan Frodeno (GER) |
| 2016 | Mooloolaba (AUS) | Holly Lawrence (GBR) | Tim Reed (AUS) |
| 2017 | Chattanooga (USA) | Daniela Ryf (SUI) | Javier Gomez (ESP) |
| 2018 | Port Elizabeth (RSA) | Daniela Ryf (SUI) | Jan Frodeno (GER) |
| 2019 | Nizza (FRA) | Daniela Ryf (SUI) | Gustav Iden (NOR) |
| 2020 | abgesagt | ||
| 2021 | St. George (USA) | Lucy Charles-Barclay (GBR) | Gustav Iden (NOR) |
| 2022 | St. George (USA) | Taylor Knibb (USA) | Kristian Blummenfelt (NOR) |
| 2023 | Lahti (FIN) | Taylor Knibb (USA) | Rico Bogen (GER) |
| 2024 | Taupō (NZL) | Taylor Knibb (USA) | Jelle Geens (BEL) |
| 2025 | Marbella (ESP) | Lucy Charles-Barclay (GBR) | Jelle Geens (BEL) |
| 2026 | Nizza (FRA) | ||
| 2027 | Chattanooga (USA) | ||
| 2028 | – offen – | ||
| 2029 | Maskat (OMN) |











