Dauerregen, Nebel, rutschige Abfahrten und viele Aufgaben: Beim Ironman Wales hat Wolfgang Schmatz die Altersklasse M60–64 gewonnen und sich zum 14. Mal für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii qualifiziert.
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Es gibt Rennen, die man gewinnt. Und es gibt Rennen, die man vor allem überlebt. Für Wolfgang Schmatz war der Ironman Wales in Tenby beides. In 11:20:33 Stunden holte er sich den Sieg in der Altersklasse M60–64 und damit seine 15. Qualifikation für den Ironman Hawaii. Seine Splits: 1:11:30 Stunden für die 3,8 Kilometer im Wasser, 6:06:12 Stunden für 180 Kilometer auf dem Rad und 3:49:33 Stunden für den Marathon. „Ich wusste nie, ob ich ins Ziel komme, so hart war es“, so der dreifache Agegroup-Weltmeister.
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Dauerregen von früh bis spät
Der Ironman Wales gilt ohnehin als einer der härtesten im Kalender. In diesem Jahr kam das Wetter dazu. „Dauerregen von früh bis spät. Unglaubliche Verhältnisse für uns Deutsche“, berichtet Schmatz. Wind, Wellen, Nebel, Matsch und Sand auf den Straßen, dazu Abfahrten, die er als „wirklich sehr gefährlich“ beschreibt. Es gab viele Stürze. Nach seinen Angaben erreichten nur rund 1.936 von mehr als 2.500 Gemeldeten das Ziel.
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Zwei Runden Schwimmen, Landgang inklusive
Schon der Auftakt hatte es in sich: zwei Runden im rauen Wasser mit Landgang dazwischen, inklusive Lauf durch tiefen Sand um einen Felsen herum. Danach warteten 2,5 Radrunden mit rund 2.500 Höhenmetern. „Bei Nebel und Regen nix gesehen“, so Schmatz. „Keine Ahnung, wie ich das geschafft habe.“
Tour-de-France-Stimmung in Tenby
Auf der Laufstrecke kamen noch einmal rund 500 Höhenmeter dazu, immer rauf und runter durch das kleine Küstenstädtchen Tenby. Trotz des Wetters säumten Menschenmassen die Strecke. „Wirklich wie bei der Tour de France“, schwärmt Schmatz. Und dann gab es noch diesen Moment, den man nicht planen kann: Plötzlich rief jemand vom Straßenrand seinen Namen: „Ein Brite, mit dem ich vor 20 Jahren gemeinsam beim Ironman UK in Sherborne durchs Ziel gelaufen war.“
Schnellster Agegrouper in der bereinigten Wertung
Am Ende stand nicht nur der Sieg in der M60–64. Auch in der altersbereinigten Wertung aller Agegrouper nach dem „Kona Standard“ lag Schmatz ganz vorn. Einen großen Anteil daran schreibt er seiner Familie zu, die in Wales dabei war: „Ohne meine Familie? Wer weiß …“ Und auch ohne seine Trainerin wäre der Erfolg für ihn undenkbar: Wolfgang Schmatz wird von Ex-Profi Susanne Buckenlei. Mit Wetterbedingungen wie denen von Wales kennt die sich aus: Von 2009 bis 2011 hatte Buckenlei dreimal den Norseman gewonnen.
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15 Qualifikationen, drei Titel auf Hawaii
Die Zahlen seiner Hawaii-Geschichte sind beeindruckend: 13-mal hatte sich Wolfgang Schmatz bereits für die Weltmeisterschaft qualifiziert, 12-mal stand er auf Big Island an der Startlinie. 2024 musste er wegen Corona passen. Dreimal hat er in Kailua-Kona seine Altersklasse gewonnen. Nun also Quali Nummer 15. Wenn er 2027 auf Hawaii an den Start geht, dann bereits in der Altersklasse M65–69. Nach dem, was er in Wales gezeigt hat, sollte man ihn dort auf der Rechnung haben.
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Wolfgang Schmatz ist nicht der einzige Agegroup-Sieger aus dem deutschsprachigen Raum im September 2026. Hier findest du wie jeden Monat die große Übersicht.
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Frank Wechsel ist Publisher der Medienmarken SWIM und triathlon. Schon während seines Medizinstudiums gründete er im Oktober 2000 zusammen mit Silke Insel den spomedis-Verlag. Frank Wechsel ist 15-facher Langdistanz-Finisher im Triathlon – 1996 absolvierte er erfolgreich den Ironman auf Hawaii.
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